VR Anliker

Alles rund um den Grasshopper-Club Zürich
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oktavio
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Re: VR Anliker

#91 Beitrag von oktavio » 22.12.16 @ 18:52

Anna Huna hat geschrieben:Wie stellt sich das Anliker eigentlich vor? Dass irgend so ein Malaie kommt und sagt: Cool, ihr seid der Klub mit der schlechtesten Stadionauslastung europaweit, ihr nehmt halb so viel ein, wie ihr ausgebt. Da greife ich euch gerne etwas unter die Arme!

Sorry, mir ist dieser Anliker egal. Aber die Vereinsführung soll sich doch auf die wesentlichen Angelegenheit (Stadion) konzentrieren und ihre Zeit nicht mit dieser lachhaften Investorensuche vergeuden. Wie wärs zum Beispiel, wenn Anliker mal ein paar Gemeinderäten trifft (bisher nicht geschehen)? Immerhin werden die ja hoffentlich bald mal über Gestaltungsplan und Baurechtsvertrag befinden.
Werter Räto, die Stadion-Angelegenheit kommt, und das trotz des Anlikers. Und ja Anliker kann auswählen bei so einem super Club a) Hauptsponsor, b) Co-Sponsor oder sogar c) Hauptaktionär zu werden. Wo bitteschön gibts das dann noch? Und die besten Fans der Welt, die alles besser wissen, aber dennoch nichts auf die Reihe kriegen. Ihr Vertreter in Medien/PR/Kommunikation/Marketing wurde quasi in Rekordzeit wieder gekündigt. Und das obwohl direkt beim Anliker hofiert wurde. Wunder passieren. Dieser Club mit diesen Fans hätte eine bessere Führung verdient, aber kein besseres Forum.

PS: Mein Weihnachtswunsch wäre, im 2017 best Buddy von Homer werden zu können...
Hinweis: Ein Avatar von mir würde Sie nur unnötig geil machen.

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Dori Kuerschner
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Re: VR Anliker

#92 Beitrag von Dori Kuerschner » 17.02.17 @ 9:48

Zur Abwechslung mal ein guter Entscheid vom Presidente:
Gern hätte 20 Minuten mit ihm über diese aussergewöhnliche Ausgangslage gesprochen. Doch Anliker blockte ab. Er gebe in dieser Woche keine Interviews, es sei bereits genügend gesagt worden, liess er ausrichten. Das bezieht sich auf seine Tätigkeit bei GC und zeigt irgendwie auch, wie gross die Nervosität beim tief gefallenen Traditionsclub derzeit ist. Wesentlich entspannter kann er heute Abend das erste Playoff-Spiel von Langenthal gegen Thurgau angehen.

http://www.20min.ch/sport/dossier/super ... --13609817
Möge er ewig schweigen!

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CyHamm
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Re: VR Anliker

#93 Beitrag von CyHamm » 10.04.18 @ 7:51

Zuerst im "Presse"-thread platziert gehabt, aber dorthin gehört dieser feuchte PR Traum eigentlich definitiv nicht hin.
Deshalb jetzt hier in Anlikers Solo-thread:

http://www.gcz.ch/business/gc-inside/

"Fussball muss Teamsport bleiben!"

Stephan Anliker ist ein sachlicher Mensch. Seine Coolness in schwierigen Situationen ist legendär. Dennoch: Wenn es um die Interessen von GC geht, kann er durchaus sehr bestimmt werden. Er steht für nachhaltige Entscheidungen, kurzfristiger Lärm interessiert ihn nicht.
(Genau! Stichwort: Luzerner PK-Beizli :roll: :lol:)


Klaus: Sie haben gerade wieder einmal ein wenig Wirbel in der GC-Organisation...

Anliker:Leider ja. Ich mag das nicht. Im Fussball zählt das Team, und auch in der Organisation des Clubs muss das so sein. Fussball ist nichts für Einzelkämpfer. Man gewinnt zusammen und verliert zusammen. Verantwortlich für die Resultate sind alle und nicht ein einzelner Spieler oder ein einzelner Mitarbeiter. Ich bin erst dann zufrieden, wenn alle Leute im Club für ein gemeinsames Ziel gut zusammenarbeiten.

Was ist denn Ihr Ziel für GC?

Sehen Sie, es ist eben nicht «mein» Ziel, sondern das gemeinsame Ziel des Clubs. Wir sind ein Team. Wir wollen zusammen die Grasshopper wieder sportlich erfolgreich machen. Wir wollen vorne mitspielen. Der Fussballsport ist gleichzeitig Strategie, Taktik, Höchstleistung, Technik
und auch Unterhaltung. Den Fans wollen wir Topleistungen bieten und im Schweizer Fussball eine tragende Rolle spielen. Das ist das Ziel.


Sind Sie denn zufrieden mit der Situation, wie sie sich aktuell zeigt bei GC?

Wir sind auf einem guten Weg. Wir haben mit «Muri» einen neuen Trainer. Er arbeitet konsequent und trägt das Winner­Gen in sich. Das ist sehr wichtig im Fussball. Die Jungs müssen siegen wollen. Um dies zu erreichen, braucht es auch im Rückwärtigen ein Topteam. Manuel Huber, unser CEO, hat sehr viel für die gute Organisation und Struktur von GC getan. Dank seiner Umsicht und seinem unermüdlichen Einsatz haben wir heute die Ruhe, die ich von Beginn weg gesucht habe.

Ruhe? Wenn wir die Zeitungen lesen, ist es gegenwärtig nicht besonders ruhig bei den Hoppers...

Das ist wie beim Wetter. Kleinere und grössere Gewitter gibt es immer. Wichtig ist, dass man danach aufräumt und nicht
immer wieder von vorne beginnen muss. Genau deshalb lege ich viel Wert auf eine gut organisierte Gesamtstruktur im Club und auf den genannten Teamgeist. Aktuell haben wir leider ein paar Unruhestifter in unseren Reihen. Es sind immer dieselben. Unsere Fans, Sponsoren, das Team und auch ich selbst, wir haben jetzt definitiv die Nase voll von diesen Störmanövern.


Die sportlichen Leistungen sind aber noch nicht dort, wo Sie diese gerne haben möchten, oder?

Das würde ich so nicht sagen. Wir haben eine ansprechende Hinrunde gespielt. Der neue Trainer hat neue Ideen in die Mannschaft gebracht. Für die Rückrunde müssen sich die neuen Spieler noch finden. Das sollte bald abgeschlossen sein. Ich bin zuversichtlich, dass wir unser sportliches Ziel, in der oberen Tabellenhälfte die Saison abzuschliessen, erreichen können. Alles andere wäre ungenügend.

Wenn Sie auf Ihre Präsidentschaft zurückschauen, würden Sie vieles anders machen?

Das eine oder andere schon. Ich würde sowohl bei organisatorischen wie auch bei sportlichen Schwierigkeiten nicht mehr so lange abwarten und etwas schneller handeln. Erfolglosigkeit im Fussball führt leider immer schnell zu einer Unruhe im Club, bei den Fans und in der Öffentlichkeit. Aber über die gesamte Zeit bis heute betrachtet, haben wir zusammen sehr viel erreicht. Bitte erinnern Sie sich, wie schlecht es um die Grasshopper stand, als ich übernommen habe. Heute sieht das in allen Belangen viel besser aus.

Meinen Sie die Finanzierung des Clubs?

Auch, ja. Die Bereinigung der komplizierten Firmenstruktur war ein sehr wichtiger Meilenstein zur Sicherung der Zukunft. Wir haben jetzt nur noch eine Aktiengesellschaft und sind schnell entscheidungsfähig. Dies ist ein grosser Verdienst des Verwaltungsrates der letzten drei Jahre. Dieser hat weitsichtig und auch hartnäckig an einer Vereinfachung der Clubstruktur gearbeitet. Die Finanzierung ist damit einfacher und wesentlich effizienter geworden.

Heute wird GC von drei Grossaktionären bestimmt. Ist das nicht ein Klumpenrisiko?

Nein, im Gegenteil. Zusammen mit meinen Kollegen Heinz Spross und Peter Stüber haben wir eine Verantwortung übernommen, die übrigens in keiner Weise selbstverständlich ist. Wir sind zusammen mit einigen weiteren Aktionären ein schlagkräftiges Team. Entscheidungsprozesse sind durch die beschränkte Anzahl von Aktionären aber einfacher, schneller und ziel orientierter als bisher. Natürlich möchten wir sehr gerne noch weitere Aktionäre gewinnen. Ich bin überzeugt, dass uns das bald auch gelingen wird. Ein entscheidender Faktor wird sein, ob das neue Stadion auf dem Hardtum Areal
gebaut werden kann.


Dieses Vorhaben könnte aber auch schiefgehen. Haben Sie einen Plan B, wenn das Stadion nicht gebaut wird?

Ehrlich gesagt nein. Natürlich gibt es diesbezüglich Überlegungen, aber diese sind bisher nicht realistisch. GC wie auch der FCZ brauchen dieses Stadion ganz dringend. Die Stadt Zürich wird mit einem neuen Stadion wieder zu einer echten Fussballstadt. Das ist wichtig, da Zürich mit beiden Clubs eine wunderbar lange und erfolgreiche Fussballtradition hat. Denken Sie nur an die vielen tausend
jungen Fussballer und Fussballerinnen in Zürich und der Agglomeration. Zürich ohne ein richtiges Fussballstadion wäre keine Sportstadt mehr.


Was sagen Sie zur Kritik, dass das Gesamtvorhaben Hardturm-Überbauung zu pompös ist mit den beiden Wolkenkratzern?

Nun, Wolkenkratzer wären dann schon noch etwas Anderes. Sie meinen die beiden Hochhäuser am Stadteingang. Städtebaulich finde ich das Projekt sehr gelungen und für Zürich sehr gut proportioniert. Die beiden Hochhäuser werden zu iner Art Eingangstor für Zürich werden. Das Stadion ist ein modernes, aber bescheidenes Fussballstadion und zusammen mit den Genossenschaftswohnungen erhält das gesamte Quartier die ideale Ergänzung voller Leben.

Man wollte es einfach allen recht machen mit diesem Projekt...

Sinnvoller Städtebau gründet immer auf Kompromissen. Für das sind wir Schweizer und auch die Zürcher bekannt. In der heutigen Zeit Grossprojekte zu realisieren, ist ein schwieriges Unterfangen. Das sehe ich auch in meiner beruflichen Tätigkeit als Architekt. Ich finde, das Hardturm­-Projekt ist aussergewöhnlich gut gelungen und zudem breit ab gestützt in der Bevölkerung und der Politik.

So nebenbei führen Sie auch noch eine grosse Architektur- und Totalunternehmung in Langenthal, Zürich und Zug. Was sagen die Mitarbeiter, wenn der Chef dauernd an Fussball denkt?

Hoppla, eine heikle Frage. Diese müssten Sie eigentlich unseren Mitarbeitenden stellen. Aber Sie haben schon recht, der Chef ist nicht immer, aber oft auch in der fussballerischen Welt unterwegs und manchmal nicht wie gewünscht greifbar.
Dennoch und wohl gerade deshalb haben wir ein eigenständiges und fähiges Team. Das ist eine grosse Befriedigung. Unser Kader führt die Projekte sehr gut und
unsere Mitarbeiter arbeiten hervorragend.

Rechnen wir mal zusammen, 12 Stunden Büro plus 12 Stunden GC – entweder Ihr Tag hat 30 Stunden oder Ihre Familie kommt definitiv zu kurz!

Wer mich kennt, weiss, dass ich ein ausgesprochener Familienmensch bin. Grundsätzlich ist die Familie das Zentrum meines Lebens. Ich besitze wohl die
Fähigkeit, mein Leben um dieses Zentrum zu bauen. Auch für mich selbst nehme ich hin und wieder einfach ein paar Tage Zeit, sonst wäre ich schon längst ausgebrannt.


Zurück zu GC: Wir fragen uns immer wieder, warum nicht mehr Firmen in den Schweizer Spitzenfussball investieren. Sei es als Investor oder als Sponsor und Partner. Haben Sie eine Erklärung dazu?

Nicht eine abschliessende. Doch ich bin überzeugt, dass hier bald wieder ein Umdenken stattfinden wird. Mit oder via einer Super League-­Mannschaft zu werben, macht für viele Produkte und Firmen absolut Sinn. Gerade im Fall der Grasshopper ist die Präsenz in den Print­ und elektronischen Medien sehr hoch. Denken Sie nur schon an die Sportsendungen auf SRF oder Teleclub. Da erreichen Sie sehr viele Leute. Es würde sich also lohnen, z.B. ein Hauptsponsoring einzugehen und sich bei der gewünschten
Zielgruppe positiv zu positionieren.


Neun kurze Fragen – neun kurze Antworten

Was haben Sie lieber, Eishockey oder Fussball?

Leichtathletik (zwinkert mit einem Auge).

Welches ist Ihr absoluter Lieblings-Fussballclub? Die Grasshopper dürfen Sie nicht nennen!

Ich habe nur einen Lieblingsclub: die Hoppers, basta.

Wann werden die Grasshopper wieder Schweizer Meister?

Hoffentlich noch in meiner Amtszeit als Präsident.

Warum soll man mit Anliker ein Haus bauen?

Wir wissen, wie man eines schön und effizient baut.


Was ist das Schönste am Fussball?

Die Freude an einem Tor, das gerade geschossen wurde.

Hardturm oder Letzigrund?

Diese Frage ist nicht Ihr Ernst, oder?

Ihr Traumberuf?

Als Jugendlicher Profisportler, heute Fussballpräsident
(zwinkert nochmals mit einem Auge).

O.k., dann wann erstmals im Hardturm?

November 2021! ...gebt Gas, Leute!

Gibt es die Grasshopper 2030 noch?

Klar, dann hoffentlich mit drei Sternen.

Hans Klaus

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Dori Kuerschner
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Re: VR Anliker

#94 Beitrag von Dori Kuerschner » 20.05.18 @ 11:23

Anliker, Jose und wie ihr alle heisst, bitte lesen:

https://nzzas.nzz.ch/sport/die-super-le ... ld.1387249

Sicarius
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Re: VR Anliker

#95 Beitrag von Sicarius » 20.05.18 @ 11:30

Dori Kuerschner hat geschrieben:Anliker, Jose und wie ihr alle heisst, bitte lesen:

https://nzzas.nzz.ch/sport/die-super-le ... ld.1387249
Kann das bitte jemand ins Forum kopieren?
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Re: VR Anliker

#96 Beitrag von Dori Kuerschner » 20.05.18 @ 11:34

Die Super-League-Klubs müssen näher zu den Leuten rücken

Das Livespiel im Stadion ist das grösste Kapital für die Vereine in der Schweiz. Es liegt weitgehend brach. Statt sich um die Zuschauer zu kümmern, sind die Klubs mit sich selbst beschäftigt.

von Stephan Ramming 19.5.2018

Es wird ein schönes Fest geben. Die ganze Stadt Bern ist am Sonntag gelbschwarz herausgeputzt. Die Spieler fahren im Schritttempo mit dem Meister-Bus vom Bundeshausplatz zum Stadion, sie winken den Menschen, die Menschen winken zurück. Festwirtschaft, Party, Konzerte bis spät in die Nacht. Ein schönes, grosses Fest eben. Und alle werden sagen, dass Fussball eine grosse Bedeutung hat für die Gesellschaft, die Kultur, vielleicht sogar für die Politik. Weil Fussball die Menschen zusammenbringt. Weil er Freude bereitet. Weil er Identität stiftet.

Das ist die Momentaufnahme, so wie sie immer im Mai nach dem Gewinn eines Pokals gemacht werden kann. Meistens in Basel, selten in Zürich oder anderswo. Und nun wieder einmal in Bern. Aber auch in Bern wird spätestens nach dem Cup-Final am nächsten Sonntag das Fest enden, weil gerade in Bern der Erfolgsfall die Ausnahme bildet. Die Leute sind da, wenn die Party steigt. Wo aber werden sie sein, wenn der Fussball-Alltag wieder das graue Haupt reckt? Daheim in der warmen Stube. Und wenn sie Fussball-Unterhaltung wollen, schauen sie auf einem Bezahlkanal Bundesliga oder Champions League, auch wenn Schachtjor Donezk gegen Gent läuft.

Zugegeben, das ist überspitzt. Aber es trifft die Kernfrage, der sich der Profifussball in der Schweiz stellen muss, will er in eine einigermassen erspriessliche Zukunft gehen. Diese Kernfrage lautet: Wie kommen die Klubs, mehr oder weniger unabhängig von Erfolg oder Misserfolg auf dem Rasen, näher zu den Leuten?

Eigentlich haben die Vereine ein unschlagbares Argument auf ihrer Seite: Das Live-Ereignis. Das direkte, unmittelbare Erlebnis vor Ort, zusammen mit anderen. Internet, Pay-TV oder andere mediale Filter werden immer verlieren gegen das Live-Ereignis, wenn es sorgfältig gemacht ist. Lernen von anderen: Die Musikbranche beispielsweise erlebt eine neue Blüte, seit sie nach dem Zusammenbruch der Tonträger-Erträge erkannt hat, dass Livekonzerte das Bedürfnis nach unmittelbarem Dabeisein bedienen.

Dieses Potenzial haben die Schweizer Fussballklubs noch viel zu wenig ausgeschöpft. Falls sie es überhaupt als solches erkannt haben. Die Einnahmen aus Medienrechten werden stets überschaubar bleiben, Transfererlöse nie in die Nähe kommen der grossen Märkte. Also bleiben die Zuschauer im Stadion. Um sie muss sich besser kümmern, wer als Klub weiterkommen will. Er muss die Nähe pflegen, die es im TV nicht gibt. Die Nähe, die grosse Klubs im Ausland längst aufgegeben haben. Die Nähe, die nach Rasen riecht. Die Nähe, die schmeckt, tönt und lärmt.

Was das konkret bedeutet, ist vielschichtig und nicht von einem Tag auf den anderen umzusetzen wie eine Marketingkampagne für ein neues Telefon. Es braucht Zeit und Gespür. Gespür dafür, dass es am Ende immer die Zuschauer sind, die ein Stadion zu einem lebendigen Ort machen.

Deshalb wollen sie beispielsweise beim Eingang nicht wie mögliche Gewalttäter behandelt werden. Oder sie haben wenig Freude, wenn sie zuerst eine Stadion-Kreditkarte erstehen müssen, um nach langer Warterei eine lauwarme Wurst mit einem lauwarmen Getränk erstehen zu können, während die zweite Halbzeit längst begonnen hat. Das sind nur beliebige Beispiele aus einem beliebigen Stadion für kleine Details. Sie lassen sich beliebig erweitern. In der Summe ist der Befund klar: ins Stadion zum Spiel? Eher nicht. Zu unbequem, zu langweilig, zu viel Ärger.

Warum ist das so? Die Klubs sind mit sich selbst beschäftigt. Die Bedingungen, unter denen die Zuschauer an ihre Spiele kommen sollen, gehören nicht zum prioritären Interessengebiet. Und wenn doch, dann als Klage des Opfers: Wie schwierig sind doch die sogenannten Rahmenbedingungen. Wie machtlos ist man doch gegen Fangewalt. Wie sehr sind die Hände gebunden, wenn es um Anspielzeiten, Sicherheitsauflagen, Parkplatz- oder ÖV-Konzepte geht.

Für die Klubs haben erste Priorität Belange wie die rituelle Trainerentlassung, das halbjährliche Auswechseln der Mannschaft mit dem gleichzeitigen Versprechen vom grossen Geld im europäischen Geschäft oder den Investoren vor der Türe, die dann doch nicht kommen. Schafft das Nähe, weckt das Lust auf den Match? Nein, das schafft Distanz und bewirkt Kopfschütteln.

Denn die Leute lassen sich nicht für dumm verkaufen. Sie wissen, dass hier nicht möglich ist, was im TV-Ausland die Regel ist. Sie wissen, dass im Stadion manchmal ein Fehlpass passiert, den man in der Champions League nur ausnahmsweise sieht. Sie wissen, dass nicht immer Spektakel sein kann. Sie wissen zu unterscheiden zwischen Resultat und Leistung. Sie wissen ohnehin viel mehr über Fussball, als ihnen zugestanden wird.

Dafür erwarten sie beispielsweise, dass ein paar von den Spielern schon seit etwas längerem für den Klub auf dem Platz stehen. Vielleicht sogar einer, den man einmal beim Einkaufen gesehen hat oder im Schwimmbad. Am Ende geht es darum, dass der Stadionbesuch auch gefühlt ein soziales Ereignis ist: Die Kinder sind unterhalten, der Schwatz mit Bekannten findet statt, der Termin mit dem Geschäftspartner fädelt sich von allein ein. Und einmal schimpfen, wie man es sonst eigentlich nicht sollte, darf man auch.

So sollte es sein. Die Voraussetzungen dafür sind vorhanden. Nur gilt es, sie besser zu nutzen. Schon die nächste Saison bietet Gelegenheit dafür.

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Re: VR Anliker

#97 Beitrag von GC Supporter » 16.06.18 @ 9:34

Wurde nun eigentlich ordnung gemacht im Theater um die Aktien?
Gibt wieder keine Planungssicherheit für die Leute, ob Fink seine Aussage mn schon bereut?

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dropkick zürcher
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Re: VR Anliker

#98 Beitrag von dropkick zürcher » 16.06.18 @ 9:42

Ja, Spross hat sein Aktienpaket Nunez ins Elfenland geschickt. Alle wissen es, nur Solothurn nicht.

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Re: VR Anliker

#99 Beitrag von GC Supporter » 16.06.18 @ 11:02

Das stimmt doch so nicht, Spross hat seinen teil doch (noch) nicht abgegeben?

Tradition 1886
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Re: VR Anliker

#100 Beitrag von Tradition 1886 » 02.09.18 @ 18:01

verpiss di du elender Hochstapler und blender :!:

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