Politik: Grossstädte und Grossprojekte in der Schweiz

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Rocky
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Politik: Grossstädte und Grossprojekte in der Schweiz

#1 Beitrag von Rocky » 02.02.06 @ 14:18

Es gibt Leute die sind Grössenwahnsinnig und Futuristisch, auf der anderen seite gibt es Leute die sind Kleindenkerisch, Bescheiden und Konservativ. Und jede menge Leute dazwischen.

Ich hab da kürzlich eine Doku über Dubai gesehen. Mannnn... einfach hammergeil. Das Land (VAE) hat zwar ein niedriges BIP pro Kopf als die Schweiz (ist aber drastissch steigend!!!), doch sind die Leute dort sehr Liberal. Höher, Grösser, Spektakulärer. Grossprojekte werden inntert wenigen Tagen entschieden und nicht so wie bei uns mit gigantischer Bürokratie und unzähligen politischen Hürden. Nicht zu vergessen: Vor 50 Jahren war Dubai ein Dorf. Jetzt ist es eine gigantische und hohe Weltmetropole. Dubai ist lange nicht mehr an Öl angewiesen. Das war nur eine Art "Starterkapital". Heute lebt die Stadt von der IT-Branche und ist ein gigantisches Welt-Wirtschaftzentrum.
Das selbe macht auch Shanghai (China).



Jetzt zu der Schweiz:
CVP und die FDP hatten (haben immer noch) die Idee Dörfer zu verkleinern / entlasten, dafür aber die grossen Städte zu vergrössern und zu grossen Wirtschafts-Zentren zu machen.


Das bekannteste Beispiel, das Projekt: Gross-Luzern
http://img132.imageshack.us/img132/3261/luzern3kn.jpg

Luzern wäre eigentlich die 3. grösste Stadt der Schweiz (mit ca. 250'000 Einwohner). Und trotzdem hat die eigentliche Stadt Luzern nur 58'000 Einwohner. Doch Luzern ist mit seiner engeren Agglomeration zusammengewachsen. Man sieht da kein Unterschied (optisch).
Neben der CVP und FDP unterstützt sogar die SP dieses Projekt. Doch die SVP wehrt sich mit händen und füssen dagegen. Man will dort lieber "klein und bescheiden" bleiben (wie sie es selber sagen) und alles so lassen wie es ist.

Projket Gross-Zürich und "High-City Zürich-Nord":
Es gibt da die Idee Zürichs Fusionsgang fortzusetzen. Im Westen sollten da: Schlieren, Dietikon, Ober- / Unterengstringen, und Urdorf dazukommen.
Im Süden: Adliswil und Kilchberg
Im Osten: Zollikon und Zolikerberg
Im Norden: Glattbrugg, Opfikon, Rümlang, Kloten, Wallisellen, Dübendorf, Dietlikon, Regensdorf und Watt dazukommen.

Zudem ist Zürich-Nord die grösste Baustelle der Schweiz. Mit der Glatttalbahn wurde der "Grundstein" für die Ausweitung Zürichs gelegt.

Noch stehen etliche Politische Hürden davor und es wird Jahre dauern bis Gross-Zürich zusammenfusioniert ist und bis Zürich-Nord ein bisschen Manhatten oder Frankfurt gleicht.

Aber auch da das gleich Bild: CVP und FDP voll dafür, die SVP wehrt sich mit was sie nur kann.


Naja... Wenigstens "Since-City" auf dem Höngerberg wird in die Realität definitiv umgesetzt!







Da ich politisch die CVP unterstütze und gewisse Sympathien zur FDP habe (allgemein mittlere Parteien!), kann ich mit ihrer Politik, Visionen und Ideen sehr gut leben.








Wie siht ihr das? Es ist mir klar, dass jeder eine andere Meinung hat. Aber mich inderessiert es trotzdem ob ihr für Grossprojekte und Grossstädte seid oder dagegen.
Zuletzt geändert von Rocky am 02.02.06 @ 19:01, insgesamt 4-mal geändert.

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M.P.M
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#2 Beitrag von M.P.M » 02.02.06 @ 14:25

nein zum 5eck

verstaubt isch geil
vorwärts gc züri

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Thread_Feuerstein
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Re: Politik: Grossstädte und Grossprojekte in der Schweiz

#3 Beitrag von Thread_Feuerstein » 02.02.06 @ 14:36

Rocky hat geschrieben: Ich hab da kürzlich eine Doku über Dubai gesehen. Mannnn... einfach hammergeil.
Im Süden: Aldiswil und Kilchberg

Wie siht ihr das? Es ist mir klar, dass jeder eine andere Meinung hat. Aber mich inderessiert es trotzdem ob ihr für Grossprojekte und Grossstädte seid oder dagegen.
Zu Dubai: Ist wirklich krass, was da gebaut wird (die Palmen, die Welt und insbesondere das Hotel, welches aussieht wie ein Segel (steht schon länger) eine Meisterleistung.) Der Tourismus ist dadurch auch sehr wichtig geworden:
Die V.A.E verfügen über eines der weltweit höchsten Pro-Kopf-Einkommen. Entgegen der weitläufigen Meinung lebt das Emirat Dubai nicht allein von der Ölindustrie. Zwar machte dieser Wirtschaftszweig im Jahre 1998 noch 22% des Bruttoinlandsproduktes aus, doch hat der Tourismus inzwischen eine fast ebenbürtige Stellung eingenommen. Weiterhin ist das Emirat ein wichtiges Handelszentrum und verfügt über eine florierende Bauindustrie.

Aldiswil? Ist Aldi nun schon so weit fortgeschritten, dass sie ganze Städte aufbauen? Denke mal damit ist Adliswil gemeint.

Grossprojekte ja, solange sie die Landschaft nicht komplett verschanden, deshalb sollte es an die Umwelt angepasst, eingegliedert werden.
Zu den Grossstädten: Fusionieren sollte man nur, wenn es anderst nicht mehr geht, also wenn zwei (kleinere) Städte es finanziell alleine nicht mehr tragen können.
Stadt ist auch ne schwierige Definition (Angaben ohne Gewähr):
USA: ab 50'000 Einwohnern
CH: ab 10'000 Einwohnern
D: ab 5'000 Einwohnern

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Rocky
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Re: Politik: Grossstädte und Grossprojekte in der Schweiz

#4 Beitrag von Rocky » 02.02.06 @ 14:51

Thread_Feuerstein hat geschrieben:Aldiswil? Ist Aldi nun schon so weit fortgeschritten, dass sie ganze Städte aufbauen? Denke mal damit ist Adliswil gemeint.

Grossprojekte ja, solange sie die Landschaft nicht komplett verschanden, deshalb sollte es an die Umwelt angepasst, eingegliedert werden.
Zu den Grossstädten: Fusionieren sollte man nur, wenn es anderst nicht mehr geht, also wenn zwei (kleinere) Städte es finanziell alleine nicht mehr tragen können.
Stadt ist auch ne schwierige Definition (Angaben ohne Gewähr):
USA: ab 50'000 Einwohnern
CH: ab 10'000 Einwohnern
D: ab 5'000 Einwohnern
1.) Ja klar meinte ich Adliswil (Tippfehler). Danke, habs korrigiert.



2.) Zu Grossprojekten und Grossstädten. Hab da eine Frage was Umwelt betrifft:
Was ist schlimmer für die Umwelt: Indem die grossen Städte stagnieren und nicht in die Höhe gebaut werden, und zugleich die Dörfer immer mehr und mehr wachsen und industrialisieren...
oder damit man das Land und die Dörfer entlastet / verkleinert. Dafür aber die grossen Städte zu gigantischen Wirtschaftsmetropolen macht ??????

Also ich finde da die "Idee des grossen Kontrastes" besser. Städe sollen Städe bleiben, das "Ländle" sollte das "Ländle" bleiben (schön, naturhaft und friedlich).




Schau dir die jetzige Situation an: Zürich (die angebliche Weltstadt aber in Kleinformat), und zugleich im Mittelland alle 2,3 km eine Ortschaft bzw. ein ehmaliges Dorf das sich zur kleinen Stadt entwickelt hat. Wo führt das hin?

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uhu
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#5 Beitrag von uhu » 02.02.06 @ 15:26

Rocky hat geschrieben:
Also ich finde da die "Idee des grossen Kontrastes" besser. Städe sollen Städe bleiben, das "Ländle" sollte das "Ländle" bleiben (schön, naturhaft und friedlich).

Schau dir die jetzige Situation an: Zürich (die angebliche Weltstadt aber in Kleinformat), und zugleich im Mittelland alle 2,3 km eine Ortschaft bzw. ein ehmaliges Dorf das sich zur kleinen Stadt entwickelt hat. Wo führt das hin?
Du fragst wo das hinführt? zur Verstädterung des Mitellandes. Ganz einfach. Bloss kanst du das auch mit ein par Hochhäuser in der Stadt nicht aufhalten. Finde es aber auch gut, dass man in die Richtung wieder was macht (sorry Schattenwurföpfer...)
Aber eigentlich bin ich skeptisch ob dies die Lösung aller Raumplanerischen Probleme ist, denn das EF-Haus im grünen ist nunmal für viele eine tolle Sache. Hinzu kommt, dass eine Einzelne Person immer mehr Wohnraum wünscht und pi-pa-po

Wo früher zig Familien auf engem Raum wohnten, lebt heute eine Person pro Hochhaus-Etage.


Anyway. kann man dich eigentlich irgendwo wählen?

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Rocky
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#6 Beitrag von Rocky » 02.02.06 @ 15:36

uhu hat geschrieben:(sorry Schattenwurföpfer...)


Anyway. kann man dich eigentlich irgendwo wählen?
Ach jaaaaaaaaaaa genau... Die Schattenwurf-Opfer!!!! :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :) Die die sich im Industriequartier von ZÜRICH verloren haben. Die, die vom grossem bösem Fünfeck angst haben. Ach die hab ich vollkommen vergessen. Danke für den Hinweis. :wink: 8)




Ämmm... Ich weiss nicht so recht, was du mit wählen meinst. Anyway... Schliess dich einfach mittleren Parteien an und stimm immer bei denen mit "JA", dann kan nix schief gehen. 8)

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#7 Beitrag von Rocky » 02.02.06 @ 15:40


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#8 Beitrag von uhu » 02.02.06 @ 16:52

Rocky hat geschrieben:Zurich-City (Zurich-Nord) 2020:

http://www.nishida-s.com/main/categ1/ca ... -night.jpg
Und wo bitte soll da mein Fifi gassi gehn? :shock:

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Kubi
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#9 Beitrag von Kubi » 02.02.06 @ 18:03

uhu hat geschrieben: Und wo bitte soll da mein Fifi gassi gehn? :shock:
sorry, aber den gibts bis dann eh nicht mehr mehr. :mrgreen: :wink:

zum rest:
glaube auch, dass es prinzipiell gut ist, bestimmte zonen in zürich für hochhäuser zu nutzen, bzw dort liberaler bauen lassen.
jedoch denke ich nicht, dass man die leute dazu lenken kann mehr in der stadt zu wohnen. Glaube das hat mehr mit der einstellung der heutigen schweizer bevölkerung zu tun. so ala gesünderes leben, weniger kriminalität, lärm, abgase, trotzdem gute verbindugen/anschlüsse in die städte (dem arbeitsort etc.) ......
aber für geschäftsgebäude etc. wieso nicht
bezüglich fusion hab ich keine meinung, da ich weder pros noch contras kenne (?)

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Rocky
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#10 Beitrag von Rocky » 02.02.06 @ 19:43

Kubi hat geschrieben:
uhu hat geschrieben: Und wo bitte soll da mein Fifi gassi gehn? :shock:
sorry, aber den gibts bis dann eh nicht mehr mehr. :mrgreen: :wink:

zum rest:
glaube auch, dass es prinzipiell gut ist, bestimmte zonen in zürich für hochhäuser zu nutzen, bzw dort liberaler bauen lassen.
jedoch denke ich nicht, dass man die leute dazu lenken kann mehr in der stadt zu wohnen. Glaube das hat mehr mit der einstellung der heutigen schweizer bevölkerung zu tun. so ala gesünderes leben, weniger kriminalität, lärm, abgase, trotzdem gute verbindugen/anschlüsse in die städte (dem arbeitsort etc.) ......
aber für geschäftsgebäude etc. wieso nicht
bezüglich fusion hab ich keine meinung, da ich weder pros noch contras kenne (?)
Pro und Kontras... Nun...


Das "Pro" kommt von den mittleren Parteien: CVP, EVP, FDP,..etc....
Grossstadt-Fusionen würden sogenannte "Wirtstaftszentren" bilden. Das würde die Arbeitslosigkeit sinken. Solche "Wirtschaftzentren" sind immer verbunden mit grossen Bauten. Das heisst: Neue Arbeitsplätze entstehen (wieder senkung der AL), neue Wohnungen (senkung des Wohnungmangels in Grossstädten (ist heute ein grosses Problem)), steigerung der Bekanntheit der Stadt (steigerung des Tourismus). Es gibt durchaus viele Leute die vom "Lande" (was man heute eigentlich leider nicht mehr nennen kann) in die Stadt ziehen. Dörfer würden sich verkleinern, aber das ist auf dem Lande auch gut so.

Das "Kontra" kommt von der SVP:
1.) Die Städte würden die Macht an sich reissen.
2.) Bei Abstimmungen wäre das "Gewicht" einer einzelnen Stimme in einer Milionenstadt (prozenutal gesehen) viiiiel kleier als in einer kleineren Stadt.

Doch zum 2.) kommt von den mittleren Parteien ein "Gegenkontra" bzw. ein Pro: Mann kann ja bei Grossstädten sogenannte Stadtbezirke gründen. Somit wäre die Stadt doch nicht zentralistisch, sondern föderalistisch und das Gewicht einer Stimme wäre damit wieder grösser.


Es gibt noch weitere (unbedeutsame / kleinere) Pro und Kontras.
Zuletzt geändert von Rocky am 03.02.06 @ 0:31, insgesamt 1-mal geändert.

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