Presse Thread

Alles rund um den Grasshopper-Club Zürich
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Score
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Re: Presse Thread

#28411 Beitrag von Score »

Stadt Züri hat geschrieben: 14.05.22 @ 13:09 Gemäss Blick könne das Barrageheimspiel nicht abgetauscht werden, weil an Auffahrt auch für Rammstein aufgebaut werde.

Ich weiss nicht was euer Problem ist. Jedes Spiel das wir nicht in diesem elenden FCZ Stadion spielen müssen ist gut. Man siehts ja auch an den Resultaten. Lieber zwei mal richtig auswärts als zweimal im Letzi… Zudem kommen wir gar nicht in die Barage.

Stadt Züri
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Re: Presse Thread

#28412 Beitrag von Stadt Züri »

Score hat geschrieben: 14.05.22 @ 17:24
Stadt Züri hat geschrieben: 14.05.22 @ 13:09 Gemäss Blick könne das Barrageheimspiel nicht abgetauscht werden, weil an Auffahrt auch für Rammstein aufgebaut werde.

Ich weiss nicht was euer Problem ist. Jedes Spiel das wir nicht in diesem elenden FCZ Stadion spielen müssen ist gut. Man siehts ja auch an den Resultaten. Lieber zwei mal richtig auswärts als zweimal im Letzi… Zudem kommen wir gar nicht in die Barage.
Trotzdem exemplarisch für das Stadionproblem, aber man habe ja schon ein Stadion. Das reiche, wied ja gerne kolportiert :roll: :roll: :roll:

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Ronny89
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Re: Presse Thread

#28413 Beitrag von Ronny89 »

Bescheidenheit ist ein hohes Gut in Japan. Und offenbar gehört sie auch zu den Charakterzügen von Ayumu Seko. «Die Spieler in Japan sind entweder kräftig oder schnell», sagt er, «in der Schweiz sind sie beides.» Aber Sie sind doch auch schnell? «Nein, bin ich nicht.» Und kräftig? «Auch nicht.» Was sind Sie dann? «Das müssen Sie sagen.»

Das sind natürlich gewaltige Untertreibungen. Ayumu Seko ist kräftig. Und er ist auch nicht langsam. Er ist auch sonst ein talentierter Innenverteidiger, beidfüssig, mit einer guten Übersicht, einer, der es liebt, sich in die Schüsse der Gegner zu werfen. Seit diesem Winter ist er bei den Grasshoppers unter Vertrag.

Ayumu Seko ist auch: ein stiller Zeitgenosse, er redet nicht viel, auf dem Platz offenbar kaum mal. Vergangene Woche in Basel unterlief ihm ein unglücklicher Schnitzer, als er mit Teamkollege Noah Loosli zusammenstiess, beide fielen hin, Basels Sebastiano Esposito machte das 1:1. Hinterher sagte Trainer Giorgio Contini: «Wenn du einen Japaner als Innenverteidiger hast, der grundsätzlich nicht kommuniziert, passiert so etwas halt.» Seko hatte Loosli nicht gewarnt.


Die Sprache ist das grosse Hindernis für Seko. Übersetzer hat er keine im Club, Deutsch spricht er nicht, auch Englisch beherrscht er kaum. Er versteht nur einfache Fussballbegriffe und wie in Basel zu sehen, braucht es noch etwas Zeit, bis er sich ganz mit seinen Verteidigerkollegen Loosli und Allan Arigoni findet, die sich in Schweizerdeutsch unterhalten. In den ersten drei Spielen, in denen Seko von Beginn an spielen durfte, kassierte GC neun Tore. «Ich habe gemerkt, dass wir nicht immer dasselbe Verständnis einer Dreierkette hatten», sagt Seko, «sehr, sehr schwierig» sei das gewesen. Eine japanische Journalistin übersetzt für ihn.

Mittlerweile läuft es besser, die Kollegen seien sehr warmherzig, erzählt Seko, das sei ein Grund, warum er besser spiele. Die Defensive wirkt trotz des Aussetzers in Basel stabiler als noch im Februar und März, als GC acht Spiele in Folge nicht gewann. Seko verpasste in den letzten zehn Spielen keine Minute, in den letzten sieben gab es nur noch sieben Gegentore. Da fällt momentan nicht einmal ins Gewicht, dass Georg Margreitter, der eigentliche Abwehrchef, verletzt fehlt. Die Probleme bei GC liegen aktuell weiter vorne.

Landsmann Kawabe hilft ihm
Als Seko erstmals zum Einsatz kommt für GC, ist das so gar nicht geplant, das erzählt er zumindest selbst. Es ist Ende Februar, Seko hat gerade seine Arbeitsbewilligung erhalten und GC liegt in St. Gallen 0:2 hinten. Eigentlich sollte der Chinese Li Lei eingewechselt werden. Sekos Debüt kommt also ziemlich überraschend, Trainer Contini entscheidet sich für ihn, warum, das weiss Seko bis heute nicht. Auch das gehört zu seinem Leben in diesem fremden Club.

Ähnlich geht es bei GC Hayao Kawabe, Sekos Landsmann, sein Englisch ist ein wenig besser, geht aber auch nicht über die Grundkenntnisse der Fussballbegriffe hinaus. Seko ist froh um Kawabe, und so ist es auch umgekehrt. «Ich dachte, dass es schwierig wird», sagt Seko, «Hayao hat es mir einfacher gemacht». In der japanischen J-League waren sie Gegenspieler, die sich kaum kannten, viermal standen sie sich gegenüber. Seko spielte bei Cerezo Osaka, Kawabe bei Sanfrecce Hiroshima. Kawabe ist etwas älter als Seko, darum liefen sie sich auch in den Junioren-Nationalteams nie über den Weg.


Als Seko erstmals von GC hört, kontaktiert er Kawabe, der schon seit dem Sommer in Zürich lebt. Der Mittelfeldspieler sagt ihm: «Wenn du gut spielst, gibt es keine Probleme.» Kawabe gehört zu jenen neuen Spielern, die schnell überzeugten, das muss etwas heissen, nicht alle aus dem aktuellen Kader werden in grosser Erinnerung bleiben. Im Winter verpflichteten die Wolverhampton Wanderers Kawabe und liehen ihn gleich wieder an die Grasshoppers aus.

Seit Seko da ist, sind die zwei Freunde geworden und meist gemeinsam unterwegs, bei Spielen, im Training, aber auch privat. Seko erzählt vom Zürcher Grossmünster, sie waren auch gemeinsam am Vierwaldstättersee und auf dem Pilatus. Der Verteidiger hat sein ganzes Leben in Osaka verbracht, in dieser Stadt mit fast drei Millionen Einwohnern, er ist nahe des Zentrums aufgewachsen. Zum viel kleineren Zürich sehe er keine grossen Unterschiede, sagt er.

Schwierig zu trennen: Als Hayao Kawabe gegen Servette ein Tor schiesst, ist Ayumu Seko der erste Gratulant.
Schwierig zu trennen: Als Hayao Kawabe gegen Servette ein Tor schiesst, ist Ayumu Seko der erste Gratulant.
Foto: Andy Müller (Freshfocus)
Kawabe ist der ruhigere der beiden Spieler, Seko gilt als weniger zurückhaltend, einmal trug er seine Haare pink. Das habe nur im Licht so ausgesehen, sagt er und lacht, eigentlich wollte er etwas Gräulichbraunes, «Milk Tea» heisst der Trend in Asien. Aber das sei in seiner Jugend gewesen, er sei sonst nicht besonders extrovertiert, sagt Seko. Diesen Eindruck macht er im Gespräch auch nicht.

Im Winter holten die Grasshoppers sechs Spieler, den erst 18-jährigen Chinesen Boyan Jia liehen sie gleich wieder aus, beim kroatischen Zweitligaverein NK Dubrava spielte er noch nie. Und auch sonst ist das Ergebnis dieser Transferperiode kurz vor Saisonende ernüchternd. Der Portugiese Bruno Jordão kommt in seinen letzten vier Super-League-Spielen auf total 38 Minuten Einsatzzeit. Sein Landsmann Tomás Ribeiro absolvierte vier Spiele und verpasste zehn verletzt. Li Lei spielte fünfmal, in den letzten vier Partien kam er nicht mehr zum Einsatz. Die Statistik des Südkoreaners Sang-bin Jeong ist nicht besser.

Der sechste Zuzug ist Seko. Und verglichen mit den anderen Neuankömmlingen ist er schon ein Glücksgriff mit seinen Zahlen. Am Donnerstag trifft GC auf St. Gallen, am Sonntag in Bern auf die Young Boys, es droht noch immer die Barrage. Seko wird wohl wieder von Anfang an dabei sein. Wenn er jetzt noch mit den Kollegen spricht, kann die Saison für die Grasshoppers doch noch ein versöhnliches Ende nehmen.
GC-Züri! Euer Hass ist Unser STOLZ!

Payerne München
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Re: Presse Thread

#28414 Beitrag von Payerne München »

Gerettet, einfach nur gerettet

Der prominente Aufsteiger jubelt: Er bleibt in der Super League. Trotzdem ist die Saison eine Enttäuschung. Und: Das Projekt GC dürfte ein Flickwerk bleiben.

Marcel Rohner
Publiziert heute um 09:41 Uhr

er (Keystone)

Als sich dieser Abend langsam dem Ende neigt, spricht Giorgio Contini von Erleichterung. Von Stolz und Genugtuung. Es sind einige Minuten vergangen seit dem Schlusspfiff, in der Kabine feiern die Spieler, und der Trainer ist gelöst. Wenn die Fragerunde vorbei ist, geht er nach Hause und trinkt ein Bier.

Continis GC hat St. Gallen geschlagen, 3:2 heisst es am Ende. Es ist ein Spiel, das zur Saison der Grasshoppers passt. Es ist turbulent, es hat schöne Momente und weniger schöne. Das ist jetzt aber unwichtig. Denn: GC ist gerettet. GC ist nicht im Mittelfeld. Schon gar nicht hat es Chancen aufs europäische Geschäft. GC ist einfach nur gerettet.

Man muss das so klar benennen, weil sich die Grasshoppers vor allem zu Beginn der Rückrunde von Woche zu Woche selbst demontierten. Acht Spiele in Folge gewannen sie nicht, die Barrage kam immer näher. Erst bei einem noch ausstehenden Spiel hat GC die Gewissheit, diese Extrarunde nicht gehen zu müssen, weil es eine um 12 Tore bessere Tordifferenz hat als Luzern.

Es deutete während Monaten nichts darauf hin, dass GC zu den Teams gehören würde, die lange zittern müssen. Dieses GC machte in der Hinrunde sogar Spass. Der Aufsteiger schoss einmal vier und einmal fünf Tore gegen St. Gallen, er lieferte ein Spektakel gegen den FCZ, er erkämpfte sich wacker Punkte gegen den FCB und YB.
Morandi löste die Probleme von Contini

Im Dezember lagen die Grasshoppers auf Rang 5 der Tabelle. Das war verlockend und veranlasste die Führung um Geschäftsführer Shqiprim Berisha und Sportchef Seyi Olofinjana, auf dem Transfermarkt Experimente durchzuführen – mit geringem Erfolg. Von den Neuen überzeugte nur Ayumu Seko. Der Weggang von Toti Gomes konnte nie kompensiert werden.

Dass mit Petar Pusic ein wichtiger Offensiver bis zum Saisonende ausfallen sollte, war nicht absehbar. Die darauf folgende Baisse zeigte aber, dass das Kader auf einigen Positionen zu breit und auf anderen zu schmal besetzt war. Erst Giotto Morandi löste dieses Problem, als er von seiner Kreuzbandverletzung zurückkehrte. Mit ihm in der Startformation verlor GC nur noch einmal.

Die Führung hat aber auch ein Lob verdient, weil sie nichts überstürzte und Contini in dieser schlechten Phase zwischen Februar und April nicht fortschickte. Es gab Gerüchte, der Trainer soll angezählt gewesen sein. Am Ende aber ist es auch ihm zu verdanken, dass es nun nicht zur Barrage kommt. Contini blieb entspannt, er sagt, das Schlimmste wäre gewesen, wenn er noch in Panik verfallen wäre.

er (Keystone)

Contini mag den offensiven Fussball, er lässt schnell umschalten, wenn seine Spieler den Ball erobern. Noch rechtzeitig erkannte er, dass ihm dafür ein Element fehlt, jenes, das Pusic in der Hinrunde ins Spiel brachte, Unberechenbarkeit, gepaart mit viel Tempo. Contini stellte um, Verteidigung war nun die beste Verteidigung. Das GC des Frühlings stand tief, machte die Räume enger, nach einer Serie mit acht Spielen ohne Sieg kam eine mit acht Spielen mit nur einer Niederlage. Sie rettete den Aufsteiger.
«Ein Schatten aus vergangenen Tagen»

Das Wort Aufsteiger begleitete GC nun eine Saison lang, das wird bald nicht mehr so sein, weil ein Nachfolger kommt. Ohnehin war GC nie ein normaler Aufsteiger. Dafür ist die Marke GC zu gross und der Club finanziell zu gut abgesichert. Und so ist dieser siebte oder achte Rang, den es geben wird, dann eben doch eine Enttäuschung.

Präsident Sky Sun sagte einmal, er wolle innerhalb von fünf Jahren an der Spitze der Super League sein, so gesehen ist diese Saison ein verlorenes Jahr, weil GC kaum weiter ist als im vergangenen Sommer. Die Partnerschaft mit den Wolverhampton Wanderers bringt vereinzelt aufregende Spieler wie Gomes oder Bendeguz Bolla nach Zürich, aber auch solche, die in der Super League nie Fuss fassen.

Bolla gehört zu den Spielern, die GC wohl verlassen werden. Hayao Kawabe könnte bleiben. Bruno Jordão wird nicht gebraucht, auch der Leihvertrag mit Léo Bonatini läuft aus. Und sonst? Der Campus in Niederhasli wird auch in diesem Sommer zum Umschlagplatz werden. Insgesamt elf (Leih-)Verträge enden, darunter auch jene von Allan Arigoni und Ermir Lenjani, dem besten Vorbereiter des Teams.

Diese lebhaften Transfersommer gehören zum Projekt, in dem GC jetzt nun einmal ist. Es sorgt in der Liga für Argwohn und etwas Spott. «Die Seele nach China verkauft, gesteuert aus England und Spiele vor leeren Rängen: Ihr seid nur noch ein Schatten aus längst vergangenen Tagen», steht am Donnerstag auf Transparenten der St. Galler Fans. Solches müssen sich die Verantwortlichen bei GC gefallen lassen.

Auch die eigenen Anhänger stehen dem Projekt nicht nur wohlwollend gegenüber, sie wollen mehr Klarheit. Der Zuschauerschnitt ist nach wie vor bescheiden. Im Heimspiel gegen Sion ist in der GC-Kurve zu lesen: «Transparenz. Oder müssen wir es auf Chinesisch übersetzen?» Am Donnerstag legte Sun Blumen vor die Kurve, um mit ihr eines verstorbenen Fans zu gedenken. Es ist eine schöne Geste und zumindest eine kleine Annäherung.

https://www.tagesanzeiger.ch/gerettet-e ... 8791784095

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bocca
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Re: Presse Thread

#28415 Beitrag von bocca »

Die rote B Zeitschrift vermeldet:

"Ja zu Aufstockung und Playoffs.
Die Revolution im Schweizer Fussball ist Tatsache: Neu gibt es zwölf statt zehn Super-Ligisten, die Europacup-Plätze werden künftig in Playoffs vergeben. Auch das heissdiskutierte Duell der beiden Erstplatzierten um den Meistertitel wurde angenommen.Mehr folgt in Kürze!"

Milan
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Re: Presse Thread

#28416 Beitrag von Milan »

bocca hat geschrieben: 20.05.22 @ 11:55 Die rote B Zeitschrift vermeldet:

"Ja zu Aufstockung und Playoffs.
Die Revolution im Schweizer Fussball ist Tatsache: Neu gibt es zwölf statt zehn Super-Ligisten, die Europacup-Plätze werden künftig in Playoffs vergeben. Auch das heissdiskutierte Duell der beiden Erstplatzierten um den Meistertitel wurde angenommen.Mehr folgt in Kürze!"
Nimt mich ja wunder wie das nun weiter geht bzw. was die Fanszenen da unternehmen. Das letzte Wort dürfte noch nicht gesprochen sein.

Sergio+
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Re: Presse Thread

#28417 Beitrag von Sergio+ »

bocca hat geschrieben: 20.05.22 @ 11:55 Die rote B Zeitschrift vermeldet:

"Ja zu Aufstockung und Playoffs.
Die Revolution im Schweizer Fussball ist Tatsache: Neu gibt es zwölf statt zehn Super-Ligisten, die Europacup-Plätze werden künftig in Playoffs vergeben. Auch das heissdiskutierte Duell der beiden Erstplatzierten um den Meistertitel wurde angenommen."
https://www.pilatustoday.ch/sport/fussb ... -146575616

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Re: Presse Thread

#28418 Beitrag von JNEB1886 »

https://www.tagesanzeiger.ch/fuerchterl ... 6912772346 Kann jemand dieses Artikel posten? Danke

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Ronny89
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Re: Presse Thread

#28419 Beitrag von Ronny89 »

Fürchterliche Spiele und Ausraster – doch GC rappelt sich auf
Zum Abschluss einer turbulenten Rückrunde verlieren die Grasshoppers bei den Young Boys 0:3 – das passt zum Saisonverlauf. Ein Rückblick.

Marcel Rohner
Marcel Rohner
Publiziert heute um 09:29 Uhr

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Eines der Highlights der GC-Saison: Der aus der Ukraine gekommene Brayan Riascos wird nach seinem Traumtor in Basel bejubelt.
Eines der Highlights der GC-Saison: Der aus der Ukraine gekommene Brayan Riascos wird nach seinem Traumtor in Basel bejubelt.
Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)
Zum Ende wird es noch einmal versöhnlich. Der grosse Held des Aufstiegs, Goalie Mateo Matic, darf erstmals in dieser Saison für die Grasshoppers spielen. Es ist der Abschied des einstigen GC-Juniors, sein Vertrag läuft aus. Trainer Giorgio Contini verzichtet auf Stammgoalie André Moreira, weil es für die Zürcher gegen YB um nichts mehr geht.


GC verliert die Partie 0:3, die Tore erzielen Fassnacht, Kanga und Monteiro. Matic ist zweimal chancenlos und macht einmal eine unglückliche Figur, vorne vergeben seine Kollegen Ayumu Seko und Francis Momoh beste Chancen. Die Niederlage hat für die Grasshoppers keine Folgen, sie beenden die Saison auf Rang 8, und das nur dank der besseren Tordifferenz im Vergleich mit Luzern. Vor allem die Rückrunde war ein ständiges Auf und Ab. Zeit, auf denkwürdige Spiele zurückzuschauen.

19. Dezember 2021: Das Schlussfurioso in Basel
In der Rückrunde muss GC ohne sie auskommen: Petar Pusic und Toti Gomes beim 2:2 in Basel.
In der Rückrunde muss GC ohne sie auskommen: Petar Pusic und Toti Gomes beim 2:2 in Basel.
Foto: Urs Lindt (Freshfocus)
Die Grasshoppers kämpfen wieder einmal wacker, Petar Pusic schiesst sein erstes Tor, die Mannschaft liegt auf Rang 6. Der Barrageplatz? Schöne elf Punkte weg. Die Welt ist gerade ganz in Ordnung beim Aufsteiger, auch wenn es gegen Basel eigentlich ein Sieg sein müsste, erst kurz vor Schluss kommt das Heimteam zum Ausgleich. Trotzdem ist die Hoffnung diese: Vielleicht, ja vielleicht winkt sogar ein Platz unter den besten vier?

30. Januar 2022: Nur ein Ausrutscher?
Ärger in Sitten: Allan Arigoni, André Moreira und Noah Loosli nach dem Gegentor zum 0:2.
Ärger in Sitten: Allan Arigoni, André Moreira und Noah Loosli nach dem Gegentor zum 0:2.
Foto: Urs Lindt (Freshfocus)
Die Grasshoppers holen im Winter Spieler aus Portugal (natürlich), aber auch aus China, Japan und Südkorea. Sie haben mit ihnen ein gutes Gefühl. Und Spiele gegen Sion waren bisher lohnenswert. Dieses aber ist es nicht. In völligem Unwissen darüber, was noch alles folgen wird, schreibt diese Zeitung vom «schlechtesten Auftritt seit dem Aufstieg». Sie hätte es noch mehrmals schreiben können. 0:2 verliert GC zum Auftakt der Rückrunde, das zweite Tor ist ein Eigentor Noah Looslis. Sind die Grasshoppers vielleicht doch nicht so gut? Wiegen der Weggang von Toti Gomes und der Ausfall von Petar Pusic zu schwer? Oder ist es nur ein Ausrutscher?

12. Februar 2022: Momoh, der Turner
Kurzzeitig Hoffnungsträger: Francis Momoh nach seinen zwei Toren zum Sieg gegen Lausanne.
Kurzzeitig Hoffnungsträger: Francis Momoh nach seinen zwei Toren zum Sieg gegen Lausanne.
Foto: Pascal Müller (Freshfocus)
Nach Letzterem siehts zuerst tatsächlich erst einmal aus. GC verliert zwar gegen den FCZ, gewinnt dann aber erstmals in der Rückrunde. Die grosse Figur heisst Francis Momoh, der Nigerianer macht in Lausanne beim 2:0 seine ersten beiden Tore in der Super League und einen schönen Salto. Und bei GC freut man sich: Hat man neben Kaly Sène nun einen zweiten Stürmer, der viele Tore schiessen kann?

20. Februar 2022: Schmid, der Goldjunge
Zeigen Charakter: Assistgeber Schmid und Torschütze Bolla nach dem 2:2 gegen YB.
Zeigen Charakter: Assistgeber Schmid und Torschütze Bolla nach dem 2:2 gegen YB.
Foto: Benjamin Soland («Blick»/Freshfocus)
Nein. Momoh wird bis Saisonende noch zweimal treffen, GC bis Mitte April nicht mehr gewinnen. Charakter hat dieses GC aber, das muss man ihm bei aller Kritik lassen. Gegen die Young Boys droht eine Niederlage, dann hat Dominik Schmid seinen grossen Auftritt. Er lässt zwei Gegner aus und hat dann noch die Ruhe, in der Mitte Bendeguz Bolla zu finden, der in letzter Minute das 2:2 macht. Ekstase im Letzigrund, zumindest bei den ungefähr 6000, die da sind.

13. März 2022: Abrashi, der Kinski
Nicht mehr zu halten: Amir Abrashi schimpft nach der Niederlage in Luzern mit dem Schiedsrichter.
Nicht mehr zu halten: Amir Abrashi schimpft nach der Niederlage in Luzern mit dem Schiedsrichter.
Foto: Martin Meienberger (Freshfocus)
Aber eben, die Siege bleiben aus, für eine lange Serie gar komplett. Der März entpuppt sich als besonders erfolglos. Ein Monat voller Niederlagen, sinnbildlich dafür der Captain: Beim 0:2 in St. Gallen wird Amir Abrashi noch vor der Pause ausgewechselt, beim fürchterlichen 0:1 bei Luzern spielt er durch, benimmt sich danach aber wie Klaus Kinski am Filmset von «Fitzcarraldo».

2. April 2022: Bolla, der Zulieferer
Enttäuschung im romantischen Schneefall: Bendeguz Bolla verschuldet gegen den FCZ den Ausgleich.
Enttäuschung im romantischen Schneefall: Bendeguz Bolla verschuldet gegen den FCZ den Ausgleich.
Foto: Claudio Thoma (Freshfocus)
Kaum zu glauben: Dieses Spiel ist in der Retrospektive die grosse Wende. Die Grasshoppers holen einen Punkt im Derby, wobei sie sich sogar in der Situation befinden, nachher sagen zu müssen, zwei Punkte verloren zu haben. Giotto Morandi kehrt in die Startformation zurück und trifft, Bendeguz Bolla macht alles zunichte und legt Fidan Aliti nach einem Corner den Ball zum 1:1 hin. Schon eine Woche zuvor machte Bolla dasselbe beim 2:4 in Basel für Adam Szalai.


16. April 2022: Die grosse Erlösung
Penaltykiller? Fünf von zwölf auf André Moreira geschossene Penaltys gehen nicht rein, jener von Kastriot Imeri fliegt daneben.
Penaltykiller? Fünf von zwölf auf André Moreira geschossene Penaltys gehen nicht rein, jener von Kastriot Imeri fliegt daneben.
Foto: Pascal Müller (Freshfocus)
Und dann ist es so weit: GC gewinnt. So knapp wie nur möglich und durch ein Penaltytor von Léo Bonatini, es ist der erste Sieg seit der Momoh-Doublette in Lausanne, dazwischen liegen acht Partien. Die Grasshoppers zittern, weil sie den elften von insgesamt zwölf Penaltys verschulden (nur Lausanne wird Ende Saison auf mehr kommen). Kastriot Imeri aber verschiesst. Dank dem Erfolg und dem folgenden Sieg, wieder gegen Lausanne, ist die Barrage bei noch fünf ausstehenden Spielen wieder acht Punkte entfernt. GC sonnt sich, und Luzern ist chancenlos.

8. Mai 2022: Überlebt die Antilope?
Noch einmal Abstiegsangst: Die Japaner Hayao Kawabe und Ayumu Seko nach der Niederlage gegen Sion.
Noch einmal Abstiegsangst: Die Japaner Hayao Kawabe und Ayumu Seko nach der Niederlage gegen Sion.
Foto: Marc Schumacher (Freshfocus)
Vermeintlich. Denn dieses GC wäre nicht das GC dieser Saison, wenn es sich nicht wieder selbst Steine in den Weg legen würde. Gegen Sion gibt es eine von zwei Niederlagen der letzten neun Partien, «eine Partie, die keinen Sieger verdient, dafür zwei Verlierer», schreibt diese Zeitung. Weil es aber davon nur einen geben kann, ist das an diesem Abend GC – und schon ist der Rekordmeister wieder die Antilope, die den Atem eines sich schnell nähernden Gepards im Nacken spürt. Luzern liegt nur noch drei Punkte zurück.

19. Mai 2022: Morandi, der Retter
Ein wichtiges Tor für den Ligaerhalt: Giotto Morandi trifft zum 2:0 gegen St. Gallen.
Ein wichtiges Tor für den Ligaerhalt: Giotto Morandi trifft zum 2:0 gegen St. Gallen.
Foto: Andy Müller (Freshfocus)
Am Ende ist es wieder an Giotto Morandi, dem Mann mit dem Vornamen eines italienischen Malers, der einmal den perfekten Kreis zeichnete. Der Tessiner schultert die Antilope und sprintet dem Geparden doch noch davon. Gegen St. Gallen überragt er, schiesst ein Tor, GC gewinnt 3:2 und ist gerettet. Aber auch hier: Will GC eigentlich gar nicht in dieser Liga bleiben? Wieder ein Penalty für den Gegner, das 2:3 für St. Gallen fällt in Minute 86. Noch ein letztes Mal zittern. Dann ist aber auch gut.
GC-Züri! Euer Hass ist Unser STOLZ!

Sergio+
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Re: Presse Thread

#28420 Beitrag von Sergio+ »

Abrashi, der Kinski :lol:

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