Quo vadis GC?

Alles rund um den Grasshopper-Club Zürich
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Charlie Bronson
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Re: Quo vadis GC?

#5341 Beitrag von Charlie Bronson »

Magic-Kappi hat geschrieben: 20.04.21 @ 8:18
Charlie Bronson hat geschrieben: 20.04.21 @ 7:54 Gehaltvolles am Thema vorbeiplappern. Wen interessiert es, ab wievielen Litern Blut ihr nicht mehr hinsehen könnt ?
Keiner schaut mehr Champions League, wegen dem Kommerz, aber hoffnungsfroh in die Zukunft blicken wenn dieser die Leiche seiner grossen Liebe fickt.
Bald wird Fosunioniert, gehaltvolle Diskussionen werden folgen.
Was mich bei dir interessieren würde: Boykottierst du das jetzige GC konsequent? Schaust du die Spiele noch live vor Ort? Verfolgst du die Resultate noch? Irgendwie kommst du ja doch auch nicht los von deiner Liebe. Wie verhältst du dich denn nun konkret?
Das frage ich nicht in provokanter Art, sondern weil es mich wirklich interessierst. Du bist derjenige, der mit Abstand die konsequenteste Haltung zeigt hier im Forum. Etwas, was ich in gewisser Weise bewundere, weil ich es gerne würde, aber zu feige dafür bin.

Ich kann dir versichern, dass ein verpasster Aufstieg der Niederhasen mir weitaus grössere Glücksgefühle bescheren täte, als ein allfälliger Cupsieg.
Ohne die Chinesen wäre GC tot
alte Hasenweisheit

Kubilay Moldovan
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Re: Quo vadis GC?

#5342 Beitrag von Kubilay Moldovan »

Man darf und soll die Entwicklungen in unserem Verein mit Skepsis verfolgen. Doch solange unser Herzensverein den Namen Grasshopper Club Zürich trägt, in blau-weissen Shirts mit dem Heugümper auf der Brust aufläuft, eine beachtliche Anzahl Eigengewächse im Kader hat (die notabene auch regelmässig zum Einsatz kommen und zentrale Rollen im Team übernehmen), Vereinslegenden wie Ricci Cabanas zurückgeholt werden und nicht zuletzt man sportlich auf bestem Weg ist, dorthin zurückzukehren wo man hingehört, ist meines Erachtens Weltuntergangsstimmung einfach nicht angebracht.

JNEB1886
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Re: Quo vadis GC?

#5343 Beitrag von JNEB1886 »

Kubilay Moldovan hat geschrieben: 20.04.21 @ 9:24 Man darf und soll die Entwicklungen in unserem Verein mit Skepsis verfolgen. Doch solange unser Herzensverein den Namen Grasshopper Club Zürich trägt, in blau-weissen Shirts mit dem Heugümper auf der Brust aufläuft, eine beachtliche Anzahl Eigengewächse im Kader hat (die notabene auch regelmässig zum Einsatz kommen und zentrale Rollen im Team übernehmen), Vereinslegenden wie Ricci Cabanas zurückgeholt werden und nicht zuletzt man sportlich auf bestem Weg ist, dorthin zurückzukehren wo man hingehört, ist meines Erachtens Weltuntergangsstimmung einfach nicht angebracht.
Sehe ich auch so! Waren auch schon mehr in der "Scheisse" als jetzt...

Platzwart
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Re: Quo vadis GC?

#5344 Beitrag von Platzwart »

Kubilay Moldovan hat geschrieben: 20.04.21 @ 9:24 (...) nDoch solange unser Herzensverein den Namen Grasshopper Club Zürich trägt, in blau-weissen Shirts mit dem Heugümper auf der Brust aufläuft, eine beachtliche Anzahl Eigengewächse im Kader hat (die notabene auch regelmässig zum Einsatz kommen und zentrale Rollen im Team übernehmen), Vereinslegenden wie Ricci Cabanas zurückgeholt werden und nicht zuletzt man sportlich auf bestem Weg ist, dorthi zurückzukehren wo man hingehört, ist meines Erachtens Weltuntergangsstimmung einfach nicht angebracht.
Ich glaube, Du triffst hier einen sehr entscheidenden Punkt. Für viele Fans ist es wichtig, dass sportlicher Erfolg unter dem Namen "Grasshopper Club Zürich" erreicht wird und die Spieler dabei die "richtigen" GC-Trikots tragen. Weiters sollten sich unter den Spielern einige Identifikationsfiguren befinden, die am besten dem eigenen Nachwuchs entwachsen sind. Solange diese Kernpunkte ihres Fantums erfüllt sind, betrachten diese Art von Fans es als ihre Pflicht, diesen Club loyal zu unterstützen. Für den Unterschied zwischen der "Grasshopper Fussball AG" und dem "Grasshopper Club Zürich" interessieren sie sich nicht. "GC" ist für sie die Profifussballmannschaft der Männer. Dies ist völlig legitim und nicht besser oder schlechter als andere Betrachtungsweisen. Lange Jahre meines Fandaseins war dies ja auch meine Perspektive, mit der ich auf "GC" geblickt habe. Und vielleicht würde ich das noch heute tun, wenn nicht zwei entscheidende Ereignisse stattgefunden hätten. Das erste Ereignis war, dass sich die Fusballsektion vor einigen Jahren, unter dem damaligen Präsidenten Roland Keller, auch für normalsterbliche Mitglieder wie mich geöffnet hat. Ich wurde Mitglied der Fussballsektion des Grasshopper Club Zürich. Ich lernte den Verein hinter dem Namen kennen und lieben. Das zweite entscheidende Ereignis war die

Platzwart
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Re: Quo vadis GC?

#5345 Beitrag von Platzwart »

Ups, hier noch der komplette Beitrag
Kubilay Moldovan hat geschrieben: 20.04.21 @ 9:24 (...) nDoch solange unser Herzensverein den Namen Grasshopper Club Zürich trägt, in blau-weissen Shirts mit dem Heugümper auf der Brust aufläuft, eine beachtliche Anzahl Eigengewächse im Kader hat (die notabene auch regelmässig zum Einsatz kommen und zentrale Rollen im Team übernehmen), Vereinslegenden wie Ricci Cabanas zurückgeholt werden und nicht zuletzt man sportlich auf bestem Weg ist, dorthi zurückzukehren wo man hingehört, ist meines Erachtens Weltuntergangsstimmung einfach nicht angebracht.
Ich glaube, Du triffst hier einen sehr entscheidenden Punkt. Für viele Fans ist es wichtig, dass sportlicher Erfolg unter dem Namen "Grasshopper Club Zürich" erreicht wird und die Spieler dabei die "richtigen" GC-Trikots tragen. Weiters sollten sich unter den Spielern einige Identifikationsfiguren befinden, die am besten dem eigenen Nachwuchs entwachsen sind. Solange diese Kernpunkte ihres Fantums erfüllt sind, betrachten diese Art von Fans es als ihre Pflicht, diesen Club loyal zu unterstützen. Für den Unterschied zwischen der "Grasshopper Fussball AG" und dem "Grasshopper Club Zürich" interessieren sie sich nicht. "GC" ist für sie die Profifussballmannschaft der Männer. Dies ist völlig legitim und nicht besser oder schlechter als andere Betrachtungsweisen. Lange Jahre meines Fandaseins war dies ja auch meine Perspektive, mit der ich auf "GC" geblickt habe. Und vielleicht würde ich das noch heute tun, wenn nicht zwei entscheidende Ereignisse stattgefunden hätten. Das erste Ereignis war, dass sich die Fusballsektion vor einigen Jahren, unter dem damaligen Präsidenten Roland Keller, auch für normalsterbliche Mitglieder wie mich geöffnet hat. Ich wurde Mitglied der Fussballsektion des Grasshopper Club Zürich und lernte den Verein hinter dem Namen kennen und lieben. Das zweite entscheidende Ereignis war die Übernahme der Aktienmehrheit der GFAG durch diese Briefkastenfirma in Hongkong. Ich hatte mich vorher schon mit den Themen Fosun, GestiFute, Mendes etc. beschäftigt. Ich will nicht wiederholen. Ich habe damals meine Meinung und meine Argumente ausführlich in diesem Forum dargelegt. Leider sind nicht nur meine Befürchtungen eingetroffen, sondern es kam noch viel schlimmer...

Trotzdem bin ich auf eine sehr persönliche Art und Weise dankbar für diese Entwicklung. Sie war der Auslöser, dafür dass ich nun endlich vollständig mit dem Profifussball gebrochen habe. Auch wenn dieses Konstrukt aus Niederhasli/Hongkong fünfmal hintereinander die Champions-, Super- , oder was weiss ich für eine Gaggiliga gewänne, man fände mich nicht im Stadion bzw, vor dem Fernseher. Selbst wenn wieder integre Persönlichkeiten die Aktienmehrheit der GFAG übernehmen würden. Dies ist kein rationaler Entschluss, ich empfinde einfach keine Emotionen mehr für diese, in meinen Augen, erbärmliche Scharade der organisierten Kriminalität.

nolens
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Re: Quo vadis GC?

#5346 Beitrag von nolens »

Laut Bickel wäre ein Budget von 13 Mio. möglich gewesen, ohne dass ausländische Investoren den Klub übernommen hätten. Langfristig reicht das nicht, um sich in der Super League halten zu können. Das würde nämlich bedingen, dass man den völlig aufgeblähten Apparat mitsamt Campus beseitigt. Es hätte aber allemal gereicht, den Verein auf Vordermann zu bringen und in drei, vier Jahren gesundet und mit grosser Unterstützung der Gönner und Fans in den Hardturm zu ziehen.
Stand jetzt gibt es für GC zwei Szenarien: Der Verein überlebt dank chinesischen Geldern und spielt künftig vor 1000 bis 2000 Fans oder die Chinesen haben irgendwann keinen Bock mehr und GC wird zum Sparringpartner des FCZ à la GCK Lions beim ZSC.

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Ciri
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Re: Quo vadis GC?

#5347 Beitrag von Ciri »

Ich denke es wird im Rahmen der gemeinen Geldgeilheit in nächster Zeit grössere Umbrüche geben im internationalen Fussball, die über mehrere Wege GC treffen könnten. Nicht unwahrscheinlich, dass der Spielerberater- und Spielerspekulantengilde demnächst ein Riegel geschoben wird. Schlussendlich sind die mit ihrem Treiben mitverantwortlich, dass grössere Vereine vor dem Abgrund stehen, die ihren Status mit dieser Schande retten möchten.

Silas142
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Re: Quo vadis GC?

#5348 Beitrag von Silas142 »

Keine Angst nolens, sollten die Chinesen wider Erwarten, die Übung früher abbrechen, dann werden User Charlie und Leistungsträger gerne ein paar Millionen einschiessen, damit GC wieder komplett in Schweizer Händen ist

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kummerbube
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Re: Quo vadis GC?

#5349 Beitrag von kummerbube »

Silas142 hat geschrieben: 20.04.21 @ 12:15 Keine Angst nolens, sollten die Chinesen wider Erwarten, die Übung früher abbrechen, dann werden User Charlie und Leistungsträger gerne ein paar Millionen einschiessen, damit GC wieder komplett in Schweizer Händen ist
Das heisst also, dass der Geldgeber sein Produkt jederzeit und nach Herzenslust vergewaltigen darf? Dieses neoliberale Gedankengut mag bei einer AG absolut adäquat sein, nur ist ein Traditionsverein wie GC eben etwas mehr als nur eine Gesellschaft im Sinne der Geldvermehrung. :idea:

Aber diese Diskussion ist endlos und wird niemals zu einem Kompromiss führen, zu sehr unterscheiden sich die (Lebens-) Ansichten.
Do stupid things, win stupid prizes.

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Re: Quo vadis GC?

#5350 Beitrag von GC Supporter »

Tolle ansicht und tolle Haltung vom Platzwart. Sind wir ehrlich, wer mit dem was bei GC passiert nicht zufrieden ist MUSS mit dem Prof. Fussball brechen.
Auch ich hätte lieber eine Schweizer ja Zürcher Lösung gesehen.
Aber am Ende des Tages waren auch diese Lösungen die letzten 30 Jahre nicht von dauer, der GC lebte selbst in den besten und erfolgreichsten jahre der Neuzeit auf „pump“. Der Erfolg und der Zulauf der Fans stand in keinem Verhältnis zum Finanziellen aufwand.
Ich frage mich oft, was wäre die Alternative für GC gewesen. Überall wo Menschen sind, geht es heute um Geld, nur die wenigsten wollen sich nicht auf irgendeine Art und weise bereichern. Darum hätte ich mir auch gerne vom Kurven Sprachrohr gewünscht das man mit Afe an einen Tisch sitzt und ihn mal anhört. Dieser hat doch einige deutliche andeutungen gemacht welche er wohl ohne Fakten kaum machen würde (Anzeige). Demnach wären wir in der 5.Liga mit diesen Herren wieder gestartet, wohin wären wir gekommen?
Ich vermute, nie mehr in die NLA.... Schaut man nur schon Spross an auf welche viele ihre Hoffnung setzten bei einem möglichen neustart, bezweifle ich dass dieser noch dabei wäre....
Nun stellt sich also die Frage, lässt man Kriminelle Chinesen oder CHer den Club, trocken in den A.... ficken oder nicht. Fakt ist, beides ist scheisse. Die perfekte Lösung gibt es nicht, ausser wie es Platzwart schön sagte: man bricht mit dem Profifussball....

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