NLA 20/21

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Maho
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Re: NLA 20/21

#41 Beitrag von Maho »

Ciao Vaduz.
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yoda
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Re: NLA 20/21

#42 Beitrag von yoda »

Heute ist Barrage. Sion wird - einmal mehr - den Kopf in einer Barrage aus der Schlinge ziehen.
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Simmel
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Re: NLA 20/21

#43 Beitrag von Simmel »

Nächste Saison geht es wieder ins Wallis und nicht mehr ins Berner Oberland
Magic-Kappi hat geschrieben:Auf der einen Seite stehen die Einschätzungen der Scouts von Hoffenheim, Schalke, Wolfsburg, PSG, ein paar englischen Vereinen und dem Doumbia-Fanclub. Demgegenüber tritt das vereinigte Fachwissen von ein paar Forumsspasten an.

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Fuessballer Moldovan
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Re: NLA 20/21

#44 Beitrag von Fuessballer Moldovan »

Scheint eine ziemlich deutliche Angelegenheit zu werden - gut, dass wir nicht in die Barrage mussten... :?

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yoda
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Re: NLA 20/21

#45 Beitrag von yoda »

In der Barrage hätte uns dieser wiedererstarkte Air France vor unlösbare Probleme gestellt, bei der Abwehr, die wir zuletzt hatten. Meine Güte, ich stelle mir vor, wir wären in der Barrage gelandet. Und Sion hat nicht mal auf Kunstrasen trainiert :roll:
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Simmel
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Re: NLA 20/21

#46 Beitrag von Simmel »

Sion bleibt definitiv in der SL
Magic-Kappi hat geschrieben:Auf der einen Seite stehen die Einschätzungen der Scouts von Hoffenheim, Schalke, Wolfsburg, PSG, ein paar englischen Vereinen und dem Doumbia-Fanclub. Demgegenüber tritt das vereinigte Fachwissen von ein paar Forumsspasten an.

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yoda
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Re: NLA 20/21

#47 Beitrag von yoda »

Yep. Dann Fendant und Raclette am Fusse der Burg. Auch ok. Die Constantins sind immer eine Reise wert.
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Simmel
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Re: NLA 20/21

#48 Beitrag von Simmel »

Falls jemand ein Tagi Abo hat:

Der Bericht im Tagi Fussballclubs fehlen 81 Mio - Wohin ist das Geld verschwunden.

Gerne mal hier reinkopieren. Sehr interessante Daten und Fakten in diesem Bericht
Magic-Kappi hat geschrieben:Auf der einen Seite stehen die Einschätzungen der Scouts von Hoffenheim, Schalke, Wolfsburg, PSG, ein paar englischen Vereinen und dem Doumbia-Fanclub. Demgegenüber tritt das vereinigte Fachwissen von ein paar Forumsspasten an.

its coming home
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Re: NLA 20/21

#49 Beitrag von its coming home »

Wie viel Geld haben die Clubs der Super League während der Pandemie verloren?

Über 81 Millionen Franken. Auf diese Zahl kommen Bettina Baer und Timo Helbling im Bericht des Prüfungs- und Beratungsunternehmens Deloitte, welcher dieser Zeitung exklusiv vorliegt. Und dabei haben die ehemalige Nationalspielerin und der Ex-Eishockey-Profi in ihrem neuen Job aus Vergleichsgründen sogar nur die Umsatzeinbussen von sieben der zehn Vereine der höchsten Schweizer Liga berechnet.

Sie haben dazu die Bilanzen und Erfolgsrechnungen aus dem Pandemiejahr 2020 mit jenen von 2019 analysiert. Und waren einigermassen erschüttert. «Mir war bekannt, dass die Führung eines Fussballclubs risikobehaftet ist», sagt Baer dazu, «aber als ich die Bilanzen angeschaut habe, musste ich schon leer schlucken.»

Um über 80 Millionen Franken sind die Einnahmen der Clubs der Super League 2020 im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Helbling und Baer haben bewusst die Transfereinnahmen der Clubs beiseitegelassen. «Transfererlöse sind sehr volatil und für die nachhaltige Wertschöpfung nur begrenzt aussagekräftig», erklärt Baer ihren Entscheid. «Wir wollten ein unverfälschtes Bild davon, wie die Clubs wirtschaften.»

In die Rechnung eingeflossen sind Zuschauereinnahmen, Werbung, Catering, TV- und Vermarktungsgelder inklusive Europacup-Prämien.

Wer ist in dieser Rechnung der grösste Verlierer?

Nach absoluten Zahlen der FC Basel. Er hat 2020 23 Millionen Franken weniger Umsatz gemacht als ein Jahr zuvor. Dicht dahinter kommen aber bereits die Young Boys mit Einbussen von 22,3 Millionen.

Prozentual sticht der FC Zürich mit einem Minus von über 65 Prozent heraus. Bei den Zürchern fällt allerdings vor allem der Wegfall der Einnahmen aus der Europa League ins Gewicht.

Trotzdem ist bemerkenswert, dass der FCZ von den untersuchten Vereinen den kleinsten Umsatz gemacht hat. Er liegt also noch hinter Lugano, Luzern und St. Gallen.

Warum hat die Pandemie die Schweizer Clubs besonders hart getroffen?

Weil sie so stark von ihren Zuschauern abhängig sind wie kaum eine andere europäische Liga. Nur in Schottland sind die Vereine noch mehr auf die Einnahmen an Spieltagen angewiesen.

Der europäische Verband Uefa hat berechnet, dass ein Club der Super League ohne Pandemie im Schnitt 29 Prozent seiner Einnahmen durch Zuschauer erwirtschaftet. Bei einem Club wie dem FC St. Gallen steigt dieser Wert bis auf 40 Prozent.

Es überrascht darum nicht, dass während der Pandemie knapp die Hälfte der Einkommenseinbussen durch die fehlenden Ticketverkäufe verursacht wurden. Und das, obwohl viele Vereine von der Treue ihrer Anhänger profitierten. Die meisten Besitzer von Jahres- oder Saisonkarten verzichteten auf eine Rückerstattung, obwohl sie keine Spiele besuchen konnten.

Wie krank sind die Clubs der Super League?

«Krank ist kein gutes Wort», findet Baer. Aber sie sagt auch: «Die Pandemie hat jene Vereine sehr hart getroffen, die schon zuvor in einer schwierigen finanziellen Lage waren.»

Vor allem der Blick auf das Eigenkapital war für die Master-Absolventin Baer gewöhnungsbedürftig. Die Studie bemerkt: «Bereits vor der Krise waren viele Teams überschuldet. So wiesen bereits 2019 acht von zehn Clubs ein negatives Eigenkapital aus.»

Baer begutachtet sonst Firmen in der Privatwirtschaft und ist sich einen anderen Umgang mit Überschuldung gewohnt. Nach ihrer Analyse des Schweizer Clubfussballs stellt sie darum etwas überrascht fest:«Wir haben Bilanzen angeschaut, mit denen Firmen im normalen Wirtschaftsleben längst Konkurs angemeldet hätten. Aber Fussballclubs überleben und wenden drohende Konkurssituationen dank der Unterstützung von clubnahen Geldgebern ab.»

Warum haben alle Vereine die Lizenz für die kommende Saison erhalten?

Die einfache Antwort lautet: Weil immer einer bereitsteht, der am Ende des Jahres die Löcher gestopft hat.

Das etwas kompliziertere Wort heisst: Rangrücktritt. Es bedeutet, dass ein Kreditgeber zur Vermeidung eines Konkurses auf sein Geld verzichtet, bis alle anderen Gläubiger erhalten haben, was ihnen zusteht.

Eigentlich ist das eine Notmassnahme, um einen drohenden Konkurs trotz Überschuldung abzuwenden. «Aber in der Schweiz ist das bei mehreren Clubs der Normalzustand», sagt Marc Juillerat, Chief Legal Officer bei der Swiss Football League.

Für die Liga ist dieses Vorgehen allerdings kein Problem, sagt Juillerat. Sie prüft nicht langfristige Geschäftsmodelle: «Für uns lautet die Frage: Wird ein Club die kommende Saison zu Ende spielen?» Legt er plausibel dar, dass ihm das Geld in den kommenden zwölf Monaten nicht ausgehen wird, gibt ihm die Liga die Lizenz.

Ist es also schlicht egal, wie viel eigenes Geld ein Club erwirtschaftet, solange jemand das Minus deckt?

«Ich würde nicht sagen, dass es egal ist», findet die Analystin Baer. Erstens sei die Schuldenlast durch die Pandemie noch grösser geworden. Zweitens sei das Geld bei potenziellen Sponsoren knapper: «Und ich würde nicht davon ausgehen, dass einfach immer jemand da ist, der die Löcher stopft.»

Können Fussballclubs in der Schweiz überhaupt nachhaltig wirtschaften?

Das war schon vor der Pandemie äusserst schwierig. Eigentlich war es jeweils nur der Meister, der dank seiner Europacup-Teilnahme Gewinne einspielen konnte. Gleich dahinter begannen die Probleme.

Trotzdem glaubt Baer daran, dass es möglich sein müsste, vernünftig zu wirtschaften. Sie würde auf kleinere Kader und den eigenen Nachwuchs setzen, um die Kosten in den Griff zu bekommen. Aber sie gibt auch zu: «Nachhaltig und gleichzeitig vorne mitspielen – das könnte schwierig werden.»

Wo geben die Clubs das ganze Geld aus?

Das meiste, was die Vereine erwirtschaften, reichen sie gleich an ihre Angestellten weiter. 70 Prozent der Einnahmen eines Schweizer Clubs fliessen im Schnitt in die ausbezahlten Löhne. Das hat die Uefa errechnet. Ein europäischer Spitzenwert. Bei deutschen Bundesligisten liegt er bei bloss 54 Prozent.

Und es gibt laut Uefa tatsächlich einen Schweizer Club, der mehr an Löhnen ausbezahlt, als er gesamthaft einnimmt. Die Vermutung liegt nahe, dass es sich dabei um den FC Sion handelt.

Warum werden die Löhne dann nicht gesenkt?

Während der Pandemie haben viele Clubs genau das getan. Sie haben ihre Lohnsummen gedrückt. Darunter auch jene mit den höchsten Salären, der FC Basel und die Young Boys.

In diesem Sommer werden es vor allem ältere Spieler mit auslaufenden Verträgen schwer haben, einen Club zu finden, der ihren bisherigen Lohn bezahlt. Luca Zuffi ist so ein Beispiel, der mit 31 Jahren in Basel keinen neuen Vertrag mehr erhält.

Aber es gibt auch Gründe, warum das Sparpotenzial nicht endlos ist. Einerseits fällt auf, dass in der Schweiz nur 59 Prozent der ausbezahlten Löhne an die Fussballer in einem Club gehen. Das ist im Vergleich zum Ausland sehr wenig. In Spaniens Primera División fliessen knapp 90 Prozent der Löhne an die Fussballer.

Es sind also nicht unbedingt übertrieben hohe Spielersaläre, die die Lohnsumme in der Schweiz in die Höhe treiben. Vielmehr dürften die hohen Lebenshaltungskosten hierzulande dazu führen, dass Clubmitarbeiter neben dem Rasen – etwa in der Verwaltung oder im Stadionbetrieb – besser verdienen als vergleichbare Angestellte im Ausland.

Und dann verweist Juillerat auf einen weiteren Punkt: «Es gibt Clubs, die sich einen Abstieg aus der Super League eigentlich nicht leisten können.» Weil sie dann weniger interessant für Sponsoren werden, weil die TV- und die Matcheinnahmen sinken. Ihr gesamtes Geschäftsmodell würde mit einem Abstieg auf einen Schlag in sich zusammenfallen.

Wer unter einem derartigen Existenzdruck steht, der ist verständlicherweise eher bereit, in der Hoffnung auf den Ligaerhalt noch einen Franken mehr für einen Spieler auszugeben.

Wie steht es auf dem Transfermarkt?

Schon im letzten Sommer wurde ein massiver Einbruch prognostiziert. Der ist auch tatsächlich eingetreten. Rund 2,5 Milliarden Franken wurden im Sommer 2020 auf dem europäischen Markt weniger umgesetzt als 2019. Das ist ein massiver Rückgang von 42 Prozent.

Interessanterweise waren die Vereine der Super League davon nicht betroffen. Im Gegenteil: Als eine von ganz wenigen europäischen Ligen verbuchte die Super League sogar mehr Transfereinnahmen als im Vorjahr.

Rund 77 Millionen Franken haben die Schweizer Clubs eingenommen. Wobei alleine 36 Millionen nach Basel flossen. Aber auch YB, Luzern oder Zürich tätigten Transfers, die mithalfen, die Pandemie zu überstehen.

Ob die Schweizer Clubs in diesem Sommer noch einmal ihre Löcher mit Spielerverkäufen stopfen können? Die Vorzeichen deuten nicht darauf hin: International wird damit gerechnet, dass noch einmal weniger für Transfers ausgegeben wird. Es wäre ein kleines Wunder, wenn die Schweiz erneut nichts davon spüren würde.

Sind ausländische Investoren die Rettung?
Die Entscheidungen über Lausanne-Sport werden nur noch bedingt in Lausanne gefällt: Sportchef Souleymane Cissé und CEO Bob Ratcliffe betreten den Raum.

Für Baer kann Geld aus dem Ausland zumindest ein Teil der Lösung sein: «Die Clubs müssen sich überlegen, ob zum Beispiel eine Kooperation mit einem ausländischen Club sinnvoll sein könnte.»

Sie verweist aber auch auf mögliche Konflikte, die sich bei der Suche nach Investoren ergeben können: «Weil die Schweizer Clubs so sehr von den Zuschauern abhängig sind, haben diese auch eine gewisse Macht. Das kann zu einem Spannungsfeld zwischen internationalen Investoren und lokal verankerten Fans kommen.»

Zu sehen exemplarisch in Basel, wo Bernhard Burgeners Ära deswegen nach vier Jahren abrupt endete, weil er gegen den Widerstand der organisierten Anhänger Londoner Vermögensverwalter an Bord holen wollte.

Vor- und Nachteile eines Besitzers mit internationalem Fokus sind in Lausanne zu beobachten. Trotz Pandemie weist der Club 2020 einen Gewinn von fast einer Million Franken aus, weil er unter dem nichtssagenden Punkt «weitere Einnahmen» 9,1 Millionen Franken verbuchen kann. Es ist davon auszugehen, dass der Chemiegigant Ineos als Clubbesitzer für diesen Geldsegen verantwortlich ist.

Zudem wird die Mannschaft mit spannenden Talenten gefüttert. Allerdings sind diese sofort wieder beim Partnerteam Nizza, wenn sie ein gewisses Niveau erreichen. Offen bleibt vorerst, ob sich ein Club so in die Herzen seiner Stadt spielen kann. Oder ob er ein Fremdkörper bleibt.

Wird nach der Sommerpause alles wieder gut?

Zumindest können die Clubs damit rechnen, dass sie ab der vierten Runde der neuen Saison ihre Stadien und damit ihre Kassen wieder füllen dürfen. So es die epidemiologische Lage zulässt.

Trotzdem werden die Folgen der Pandemie noch lange spürbar sein. Schon nur wegen der Kredite, die die Clubs aufgenommen haben, um über die Runden zu kommen. Die werden sie in den nächsten Jahren zurückzahlen müssen.

Für Bettina Baer wäre die aktuelle Krise darum auch der richtige Moment, um den Schweizer Profifussball noch einmal komplett neu zu denken: «Zum Beispiel, ob Liga und Spielmodus interessanter gestaltet werden sollten, um wieder stärker in den Fokus der Bevölkerung zu kommen.»

Das allerdings ist eher unwahrscheinlich. Ligareformen haben die Schweizer Spitzenclubs zuletzt mehrfach abgelehnt.

Und wenn es nach Ligavertreter Marc Juillerat geht, dann ist die Lage zwar ernst, aber nicht verzweifelt: «Die Luft ist zwar dünn, aber die Clubs sind mit enormem Engagement unterwegs.»

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Der Nachtfuchs
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Re: NLA 20/21

#50 Beitrag von Der Nachtfuchs »

its coming home hat geschrieben: 01.06.21 @ 13:27

Prozentual sticht der FC Zürich mit einem Minus von über 65 Prozent heraus. Bei den Zürchern fällt allerdings vor allem der Wegfall der Einnahmen aus der Europa League ins Gewicht.

Trotzdem ist bemerkenswert, dass der FCZ von den untersuchten Vereinen den kleinsten Umsatz gemacht hat. Er liegt also noch hinter Lugano, Luzern und St. Gallen.



Weiter so Cillo :mrgreen:
In der länge der Schritte musst du nicht erfolgreich sein, sondern in der Richtung der Schritte. Das ist das Entscheidene.

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