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Subbacultcha
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#131 Beitrag von Subbacultcha »

Godfather hat geschrieben:Teil 1 der Staffel 6 - 12 Episoden
Teil 2 der Staffel 6 - 9 Episoden

Staffel 6 hatte also 21 Episoden anstatt 13. Weil es eine Sendepause zwischend den beiden Teilen gab, reden einige Leute von Staffel 7, die es aber nicht gibt.
Hab ich mir gedacht.
Danke

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Godfather
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#132 Beitrag von Godfather »

Wer hat das Ende eigentlich schon gesehen? Oder sollte man fragen, wer hat es noch nicht gesehen? Hier noch die NZZ zum Thema (ohne Spoilers).

Buddenbrooks in New Jersey

Amerika trauert um die «Sopranos»

Seit 1999 gehören «Die Sopranos» in den USA zum nationalen Inventar. Nach 8 Jahren, 86 Folgen und reichlichem Blutvergiessen ist die bisher wohl berühmteste Serie der Fernsehgeschichte am Sonntag zu Ende gegangen. Es ist der Abschied von einer Ära.


Zwei Tage bevor der Mafiaboss Tony Soprano das letzte Mal die Auffahrt zu seinem New-Jersey-Bungalow nahm, wurde in Brooklyn das Oberhaupt einer Genueser Gangsterfamilie tot in seinem Bett aufgefunden - laut «New York Times» ein «geschlagener alter Mann» im gestreiften Pyjama, dessen Karriere sich wie das Drehbuch zu den «Sopranos» liest. «Er war der Letzte einer aussterbenden Brut», liess sein Anwalt nach vierzig Jahren krimineller Aktivitäten verlauten. Ein exzentrischer Mafiaboss alter Schule, von den Manschettenknöpfen bis zu den passenden Socken stets penibel in Szene gesetzt.

Als «Mann alter Schule» wird man Tony Soprano kaum bezeichnen wollen, sein signifikantes Outfit ist der über dem mächtigen Bauch halb geöffnete Bademantel. Der Dress-Code in den «Sopranos» hat sich deutlich an der italo- amerikanischen Freizeitkleidung der Suburbs orientiert: Goldkettchen, viel zu gross gemusterte Hemden, breites Revers und nach hinten geöltes Haar. Diese Typen sind selbst im wirklichen Leben auf den ersten Blick zu erkennen; sie treten auch ausserhalb von New Jersey stets im Quartett und mit den rudernden Gesten von «fucking Paulie» auf. Doch Tony Soprano (für dessen Darstellung James Gandolfini am Schluss pro Folge eine Million Dollar kassierte) steht ebenfalls für den Untergang seiner Art. «Ich kam am Ende», sagt der Mafiaboss in einer Folge. «Der beste Part ist vorbei.»

Blut und Selbstironie

Es gilt inzwischen als ausgemacht, dass der in der Serie inszenierte Niedergang der Cosa Nostra das Fernsehen insgesamt verändert hat; die «Sopranos» haben nicht nur die Hemmschwelle gegenüber Sex und Gewalt im Abendprogramm gesenkt, sondern zugleich auch den bei solchen Serienproduktionen üblichen Intelligenzquotienten deutlich erhöht. Die Serie wurde an Shakespeare und Dickens gemessen; Kultregisseure wie Peter Bogdanovich haben Regie geführt. Sie käme der «Great American Novel» heutzutage am nächsten, meinte Norman Mailer; sicher ist, dass jedes aktuelle Ereignis seine sinister-heitere Brechung fand. Denn der Serien-Schreiber David Chase hat dem Genre etwas hinzugefügt, was es im amerikanischen Serien-Leben bis dato so gut wie nicht gab: eine abgründige und zugleich (selbst)ironische Ambivalenz.

Mit ihr wurde ein Genre infiziert das gleichfalls mit den vorletzten Stadien des Verfalls zu kämpfen hat: der Godfather-Mythos, in dem weisse Gamaschen und Brudermord, Erbfolge und Ehrenkodex, Marienkult und Prostitution einen streng geregelten Kosmos ausmachten. Der Patriarch im Frotteemantel dagegen leidet an Panikattacken. Tony nimmt Prozac und macht Therapie. Und das auch noch bei einer Frau.

Mamma Medea

Schon in der Eingangsszene der ersten Folge sitzt Tony Soprano bei seiner Psychoanalytikerin und blickt voller Misstrauen zwischen den Schenkeln einer nackten Frauenstatue empor. Diese Einstellung signalisiert in nuce die veränderte Blickrichtung eines Genres, das stets von der Unangefochtenheit des virilen Blicks, der pompösen Selbststilisierung und der männlichen Linie des Blutvergiessens gelebt hat. Die Wirklichkeit sieht mehr wie New Jersey aus. Elternbeirat, Altersheim, Eheprobleme, Grillpartys und Prostatakrebs, dazwischen Geschäfte und «Abfallbeseitigung».

Die opernhafte Grandezza der kriminellen Grossfamilie ist hier nur noch Anlass für finstere Scherze, nicht umsonst hat einer der tragenden Charaktere - zum Scheitern verurteilte - Ambitionen in Hollywood. Auch die «Geschäfte» lassen tragische Grösse vermissen; in einer Folge mordet man für eine Lastwagenladung Provolone-Käse. Das Einzige, was hier archaische Dimensionen erhielt, war der Hass zwischen Mutter und Sohn. Ein Konflikt, der - samt Therapie - das heimliche Gravitationszentrum dieser Serie ausmachte: die psychodynamische Unterwanderung der patriarchalischen Familienmoral durch den feminisierten American Way of Life, der auch in so brachial-sentimentalen Typen wie Tony die frühesten Traumata mobilisiert. Die eigentlich starken Figuren in dieser psychologisch verminten Familiensaga waren Tonys Mutter und seine Frau Carmela.

Der Niedergang der Cosa Nostra lässt sich deshalb nicht zuletzt daran ermessen, dass Tonys pubertierender Sohn A. J. sein soziales Gewissen entdeckt und darüber hinaus - statt andre zu killen - einen Selbstmordversuch unternimmt. Dass Tochter Meadow darüber hinaus vom Studium der Medizin auf die Jurisprudenz umstieg, gab der halb feministischen Stossrichtung dann so richtig Schwung. Tony sagt es einmal auf seine Weise: «Cunnilingus und Psychoanalyse - die sind der Untergang.» Wir trauern um ihre Opfer.

Andrea Köhler

NZZ Online

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whitey
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#133 Beitrag von whitey »

Zuletzt geändert von whitey am 27.06.07 @ 23:59, insgesamt 1-mal geändert.
POWER für die Seele!

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secondstep
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#134 Beitrag von secondstep »

SOLO SIMPSONS
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enorm
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#135 Beitrag von enorm »

- Lost: Ich warte sehnsüchtigst auf die 4 Staffel :D:D:D *TIPP*

- Heroes (noch nicht angelaufen in der Schweiz) Habe die erste Staffel gesehen :D Ich finde sie geil
CURVASUDMILANO hat geschrieben:Typisch GC, teilweise malen sie sogar Banner nach….

dialimou
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#136 Beitrag von dialimou »

enorm hat geschrieben:- Lost: Ich warte sehnsüchtigst auf die 4 Staffel :D:D:D *TIPP*
Leider noch sehr lange.
Dirty Erich hat geschrieben:Wir waren schon immer nüchtern, kalt, abweisend, ein bisschen arrogant. So sind die Zürcher. Und so bin ich. Man kann sich nicht verleugnen.

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enorm
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#137 Beitrag von enorm »

Habe die 3. Staffel gesehen. In der Schweiz beginnt die glaube ich in ein paar Monaten. Die 4. in Amerika weiss ich noch nicht.. Januar?
CURVASUDMILANO hat geschrieben:Typisch GC, teilweise malen sie sogar Banner nach….

dialimou
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#138 Beitrag von dialimou »

enorm hat geschrieben:Habe die 3. Staffel gesehen. In der Schweiz beginnt die glaube ich in ein paar Monaten. Die 4. in Amerika weiss ich noch nicht.. Januar?
Auf SFzwei im Herbst die Dritte. In Amerika die Vierte Jahresbeginn 2008.
Dirty Erich hat geschrieben:Wir waren schon immer nüchtern, kalt, abweisend, ein bisschen arrogant. So sind die Zürcher. Und so bin ich. Man kann sich nicht verleugnen.

Eckizh12
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#139 Beitrag von Eckizh12 »

Godfather hat geschrieben:Amerika trauert um die «Sopranos»
...und ich mit. Echt schade um diese Serie. Sie ist Hammer. Einfach zu geile Selbstironie.

Toni...du bleibst in meinem Regal!

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drpepper
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Re: Lieblingsserie

#140 Beitrag von drpepper »

Riccifan hat geschrieben:Mich würde es Wunder nehmen, was ihr so für Fernseh Serien am liebsten schaut?

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