sry, aber der interessantere artikel ist über dem fettgeschriebenen. Jakupovic an die EM? was hat der Blick denn geschrieben?Fabu hat geschrieben:Weitere Themen im BLICK:
– Zoff beim FCB – auch der Goalie spielt mit
– Die kritische Kolumne von Kubi
– YB-Andermatt sieht keine Grenzen mehr
– Der FCZ ist nur noch ein Meister im Jammern
– EM-Aufgebot für Jakupovic!
– Luzern und Basel jagen Gjasula
– Der neue Xamax-Trainer Clausen ist schon heiss
1. dann können wir ihn wohl vergessen!
2. verdammt luzern!! Was für ein Mittelfeld: Chiumiento, Renggli, Seoane, Ferreira, evtl Gjasula!!! Und im Sturm sind sie auch nicht schlecht (tschouga, lustrinelli + Goal Zibung).....
Presse Thread
- Snagglepuss
- Beiträge: 1735
- Registriert: 24.06.05 @ 15:49
- Wohnort: Exil
Jakupovic könnte falls es sich dumm trifft während der EM sein militär-WK haben und da ja das militär auch an der EM für Sicherheit sorgt könnte es möglich sein dass er dann einer dieser Soldaten wäre...GCZforever hat geschrieben:sry, aber der interessantere artikel ist über dem fettgeschriebenen. Jakupovic an die EM? was hat der Blick denn geschrieben?Fabu hat geschrieben:Weitere Themen im BLICK:
– Zoff beim FCB – auch der Goalie spielt mit
– Die kritische Kolumne von Kubi
– YB-Andermatt sieht keine Grenzen mehr
– Der FCZ ist nur noch ein Meister im Jammern
– EM-Aufgebot für Jakupovic!
– Luzern und Basel jagen Gjasula
– Der neue Xamax-Trainer Clausen ist schon heiss
1. dann können wir ihn wohl vergessen!
2. verdammt luzern!! Was für ein Mittelfeld: Chiumiento, Renggli, Seoane, Ferreira, evtl Gjasula!!! Und im Sturm sind sie auch nicht schlecht (tschouga, lustrinelli + Goal Zibung).....
aber wäre hätte und und und glaube kaum dass das zu treffen wird
- didelfodon
- Beiträge: 462
- Registriert: 04.06.07 @ 13:22
Ja, hab ich auch gesehen. Es war kein schlechter Artikel, man erfuhr vieles über seine bisherige Karriere und seinen Charakter. So ist es ihm momentan noch wichtiger, selbst ein Tor zu schiessen, als dass die Mannschaft gewinnt (gibt er selbst zu...). Das persönliche komme vor dem kollektiven. An dem müsse man noch arbeiten, dann werde er ein sehr guter Spieler...didelfodon hat geschrieben:im heutigen tagi hat es einen längeren artikel zu boba und gc
geht darum, dass boba noch kein kompletter spieler ist, jedoch auf gutem wege...ebenso gc...
habe leider keine zeit den einzuscannen oder abzutippen...
Ich hoffe ganz einfach, wir müssen ihn im Sommer nicht bereits abgeben...
- Sigi Gretasson 2004
- Beiträge: 1459
- Registriert: 23.07.04 @ 14:12
- Wohnort: Thurgovia
- Kontaktdaten:
in der thurgauerzeitung von heute hat's auch so nen bericht...
vogel erwähnt, dass boba noch kein kompleter spieler ist, und man beabsichtige ihn so lang als möglich bei gc zu lassen - aber auch hier gäbe es eine schmerzgrenze - bisher seien aber noch keine anfragen eingegangen.
ziel sei es ihn in 2-3 jahren zu verkaufen - dass er sich -mit gc- weiterentwickeln kann.
vogel erwähnt, dass boba noch kein kompleter spieler ist, und man beabsichtige ihn so lang als möglich bei gc zu lassen - aber auch hier gäbe es eine schmerzgrenze - bisher seien aber noch keine anfragen eingegangen.
ziel sei es ihn in 2-3 jahren zu verkaufen - dass er sich -mit gc- weiterentwickeln kann.
so let your soul glow!
hab ich auch gelesen. Er fand, das "Eigentor" von Benito gegen Aarau sei sein Tor gewesen. Find ich einerseits toll, der junge hat ehrgeiz. Aber andererseits muss man zuerst an das kollektiv denken. Dennoch, heute Abend schiesst er den FCB ab. Hoffe er bleibt solange wie möglich bei uns!DCDA hat geschrieben:Ja, hab ich auch gesehen. Es war kein schlechter Artikel, man erfuhr vieles über seine bisherige Karriere und seinen Charakter. So ist es ihm momentan noch wichtiger, selbst ein Tor zu schiessen, als dass die Mannschaft gewinnt (gibt er selbst zu...). Das persönliche komme vor dem kollektiven. An dem müsse man noch arbeiten, dann werde er ein sehr guter Spieler...didelfodon hat geschrieben:im heutigen tagi hat es einen längeren artikel zu boba und gc
geht darum, dass boba noch kein kompletter spieler ist, jedoch auf gutem wege...ebenso gc...
habe leider keine zeit den einzuscannen oder abzutippen...
Ich hoffe ganz einfach, wir müssen ihn im Sommer nicht bereits abgeben...
EEEHHHHH BOBAADIIILLAAAAAAAA
Ob wir ihn wirklich noch 3 Jahre halten kann, wenn er laufend Tore schiesst, wage ich zu bezweifeln. Man sollte aber zumindest solange auf den Vertrag bestehen, bis dasAusland ein paar Milliönchen locker macht. Das meint Vogel wohl auch mit der "Schmerzensgrenze". Wann ein solches Angebot kommt, kann man wohl nur schlecht abschätzen, denke jedoch, dass er in spätestens 2 Jahren weg ist, wenn nicht früher.
- Sigi Gretasson 2004
- Beiträge: 1459
- Registriert: 23.07.04 @ 14:12
- Wohnort: Thurgovia
- Kontaktdaten:
scho glääär...
ich meine, das sind die sprüche die sie immer bringen - und auch müssen - denn der preis muss auch hochgetrieben werden. trotzdem ist's schön zu sehen, dass mal wieder ein spieler in unseren reihen ist, der und ein paar satte millionen einbringen wird - wenn dann noch viel bleibt, gehört ja nicht dem klub.
ich meine, das sind die sprüche die sie immer bringen - und auch müssen - denn der preis muss auch hochgetrieben werden. trotzdem ist's schön zu sehen, dass mal wieder ein spieler in unseren reihen ist, der und ein paar satte millionen einbringen wird - wenn dann noch viel bleibt, gehört ja nicht dem klub.
so let your soul glow!
Bobadilla, mit Ehrgeiz und Flausen
Er ist 20 und bester Torschütze.
Er ist talentiert, aber längst nicht ausgereift. Darum ist Raul Bobadilla ein Sinnbild für das GC, das heute in Basel spielt.
Von Thomas Schifferle, Niederhasli
Die einen liessen bei der Aussprache wie im Spanischen üblich die beiden L weg und sagten: Bobadiia. Hanspeter Latour ging den umgekehrten Weg und betonte die L: Bobadilllla. Für Aufklärung sorgte Raul Bobadilla selbst: Wo der Argentinier herkommt, heisst das Bobadischa. Latour ist das egal. Der Trainer von GC sagt der Einfachheit halber am liebsten Raul. Und vor allem: «Ich bin froh, dass er da ist.» Als Raul Bobadilla im vergangenen Sommer nach Zürich kam, war der Lack ab bei GC. Wo es zu den Champions-League Zeiten einen Türkyilmaz, Moldovan und Subiat gab und in den Jahren der letzten Meistertitel, 2001 und 2003, einen Chapuisat und Nuñez, da konnte sich GC als Transfer für den Sturm gerade noch einen 20-Jährigen aus der bescheidenen Chal lenge League leisten. Was die offensive Kraft des runderneuerten Rekordmeisters betraf, hatte selbst Latour «ein Frage zeichen » zu setzen. Denn die Alternativen zu Bobadilla hiessen Demba Touré und David Blumer.
Familie, Fussball, Fleisch
Inzwischen kennt die ganze Liga Bobadilla. Diesen bulligen jungen Mann mit kräftigem Oberkörper und breiten Oberarmen, mit Schusskraft in den Beinen, mit diesem unbändigen Willen, einen Treffer zu schiessen. 17 sind es diese Saison schon, 5 davon im Cup – wobei er, ganz der Stürmer, anders rechnet und Ivan Benitos Eigentor kürzlich in Aarau auf sein Konto verbuchen will: «Das war mein Tor.» Bobadilla sitzt am Tisch im Campus Café, begleitet von Antonio dos Santos. So unterschiedlich sie sind, von Art und Auftreten, so gut ergänzen sie sich. Auf dem Platz haben sie zusammen über die Hälfte aller GC-Tore erzielt, 22 von 41. Daneben verstehen sie sich so gut, dass der Argentinier den Brasilianer beim Gespräch als Übersetzer wünscht.
«Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der so viel Fleisch essen kann», sagt Dos Santos, der Ruhige und Filigrane des Duos, «immer nur Fleisch, Fleisch, Fleisch.» Das Essen gehört zu den Sachen, die Bobadilla von daheim fehlen, von seinem Argentinien, von Buenos Aires: Die Freunde fehlen ihm, die Streifzüge in der nächtlichen Stadt und die Familie, vor allem sie. Sein Verhältnis zu den Eltern ist so eng, dass er an sie denkt, wenn er nichts zu tun hat oder im Fernsehen nicht gerade Fussball schaut: «Dann frage ich mich: Warum bin ich so allein hier?» Wenigstens stellt sich ihm dieses Problem im Moment nicht. Die Eltern sind zu Besuch da.
Für den kleinen Raul gab es immer nur eines: Fussball, Fussball, Fussball. Als er in die Schule musste, trotzte er: «Ich machte daheim alles kaputt.» In der Schule sass er dösend auf seinem Stuhl und dachte an Fussball, er sei ein «fanático» gewesen. Kein Weg war ihm zu weit, um ins Training zu kommen. Zweieinhalb Stunden musste er zu den Juniorenzeiten bei River Plate für einen Weg in Kauf nehmen.
Der Wink von Vogel
Er war schon in Holland und Frankreich an Turnieren, bevor er Anfang Juni 2006 mit River Plate in Mailand spielte. Da entdeckte ihn Erich Vogel, damals noch Privatier im Fussballgeschäft und weit davon entfernt, als Vizepräsident zu GC zurück zukehren. Es war der Anfang einer Geschichte, die zeigt, wie verschlungen die Wege im Fussball sind. Vogel über zeugte zwei Geschäftsleute zur Investition in Bobadilla und vermittelte ihn nach Basel zu Concordia, wo seine Vertrauens leute Murat Yakin und Walter Grüter als Trainer einstiegen. Einer der Investoren ist Heinz Spross, er sitzt mit Vogel im GC Verwaltungsrat.
Concordia sagte Bobadilla natürlich gar nichts. Dieser Klub war ihm so fremd wie das Leben in der Schweiz. Er wusste nur: «Europa ist besser als Argentinien. Es war meine Chance.» Er schlug sich durch, indem er notfalls mit Händen und Füssen redete, und seine Tore schoss, immerhin 18 in 28 Spielen für Concordia. Spross und Vogel holten ihn danach zu GC, Yakin begleitete ihn zusammen mit Grüter als Trainer und berichtete von einem jungen Stürmer, bei dem ein Blick in die Augen genüge, um den Willen zu erkennen, mit dem er sich in Europa durchsetzen wolle. Bobadilla kann mit Yakins Bild nicht viel anfangen. Er sagt einfach: «Ich habe immer mit ganzem Herzen gekämpft.» Tore machen, um zufrieden zu sein
Heute ist er ein Sinnbild für diese Mannschaft der Grasshoppers: Die Anla gen sind da, aber sie sind nicht ausgeschöpft, der Ehrgeiz ist da, aber die Reife fehlt. Er braucht intensive Führung, wie die ganze Mannschaft. Das Temperament bricht bei ihm durch, wenn ihm etwas nicht passt. Dann schiesst er Bälle weg oder das Leibchen zu Boden. «Er ist schnell auf 100», sagt Latour. So richtig zu frieden ist Bobadilla erst, wenn er sein Tor erzielt hat. Sonst fehlt ihm etwas, auch im Fall eines Sieges. Sagt er selbst. Der Eigen sinn kommt bei ihm gelegentlich vor dem Kollektivgedanken.
Die Statur und die ersten Erfolge sollen nicht vergessen lassen, dass Bobadilla noch immer jung genug ist, Flausen im Kopf zu haben. Zu seinen Spezialitäten gehört es, anderen Gel oder Rasierschaum in die Schuhe zu schmieren. Wenn er davon erzählt, lacht er, wie Lausbuben das so tun. An Latours Schuhe hat er sich nicht herangewagt, er ist ihm gegenüber auch nie ausfällig geworden. Der Trainer stellt mit der Erfahrung des 60-Jährigen fest: «Raul ist noch im Wachstum, in einer Ent wicklungsphase. Man muss ihm einfach sagen, wenn er etwas Falsches macht. Immerhin hört er dann zu.» Im Dezember flog Bobadilla für vier Wochen heim nach Buenos Aires. Dass er den Rückflug verpasste, war einfach Pech. Wichtiger war, dass er dennoch pünktlich zum Trainingsbeginn in Zürich war. Bis 2012 läuft bei GC sein Vertrag. Er träumt den Traum von allen, die ambitioniert sind, von einem Wechsel nach Spanien, England, Italien. Bis es vielleicht einmal so weit ist, gilt ein letztes Wort von Latour: «Alle Beteiligten haben dafür noch viel durchzustehen.»
GC. Mögliche Aufstellung: Jakupovic; Voser, Vallori, Smiljanic, Mikari; Salatic, Renggli; Dos Santos, Cabanas, Rinal do; Bobadilla. – Fraglich: Zarate.
Er ist 20 und bester Torschütze.
Er ist talentiert, aber längst nicht ausgereift. Darum ist Raul Bobadilla ein Sinnbild für das GC, das heute in Basel spielt.
Von Thomas Schifferle, Niederhasli
Die einen liessen bei der Aussprache wie im Spanischen üblich die beiden L weg und sagten: Bobadiia. Hanspeter Latour ging den umgekehrten Weg und betonte die L: Bobadilllla. Für Aufklärung sorgte Raul Bobadilla selbst: Wo der Argentinier herkommt, heisst das Bobadischa. Latour ist das egal. Der Trainer von GC sagt der Einfachheit halber am liebsten Raul. Und vor allem: «Ich bin froh, dass er da ist.» Als Raul Bobadilla im vergangenen Sommer nach Zürich kam, war der Lack ab bei GC. Wo es zu den Champions-League Zeiten einen Türkyilmaz, Moldovan und Subiat gab und in den Jahren der letzten Meistertitel, 2001 und 2003, einen Chapuisat und Nuñez, da konnte sich GC als Transfer für den Sturm gerade noch einen 20-Jährigen aus der bescheidenen Chal lenge League leisten. Was die offensive Kraft des runderneuerten Rekordmeisters betraf, hatte selbst Latour «ein Frage zeichen » zu setzen. Denn die Alternativen zu Bobadilla hiessen Demba Touré und David Blumer.
Familie, Fussball, Fleisch
Inzwischen kennt die ganze Liga Bobadilla. Diesen bulligen jungen Mann mit kräftigem Oberkörper und breiten Oberarmen, mit Schusskraft in den Beinen, mit diesem unbändigen Willen, einen Treffer zu schiessen. 17 sind es diese Saison schon, 5 davon im Cup – wobei er, ganz der Stürmer, anders rechnet und Ivan Benitos Eigentor kürzlich in Aarau auf sein Konto verbuchen will: «Das war mein Tor.» Bobadilla sitzt am Tisch im Campus Café, begleitet von Antonio dos Santos. So unterschiedlich sie sind, von Art und Auftreten, so gut ergänzen sie sich. Auf dem Platz haben sie zusammen über die Hälfte aller GC-Tore erzielt, 22 von 41. Daneben verstehen sie sich so gut, dass der Argentinier den Brasilianer beim Gespräch als Übersetzer wünscht.
«Ich habe noch nie einen Menschen gesehen, der so viel Fleisch essen kann», sagt Dos Santos, der Ruhige und Filigrane des Duos, «immer nur Fleisch, Fleisch, Fleisch.» Das Essen gehört zu den Sachen, die Bobadilla von daheim fehlen, von seinem Argentinien, von Buenos Aires: Die Freunde fehlen ihm, die Streifzüge in der nächtlichen Stadt und die Familie, vor allem sie. Sein Verhältnis zu den Eltern ist so eng, dass er an sie denkt, wenn er nichts zu tun hat oder im Fernsehen nicht gerade Fussball schaut: «Dann frage ich mich: Warum bin ich so allein hier?» Wenigstens stellt sich ihm dieses Problem im Moment nicht. Die Eltern sind zu Besuch da.
Für den kleinen Raul gab es immer nur eines: Fussball, Fussball, Fussball. Als er in die Schule musste, trotzte er: «Ich machte daheim alles kaputt.» In der Schule sass er dösend auf seinem Stuhl und dachte an Fussball, er sei ein «fanático» gewesen. Kein Weg war ihm zu weit, um ins Training zu kommen. Zweieinhalb Stunden musste er zu den Juniorenzeiten bei River Plate für einen Weg in Kauf nehmen.
Der Wink von Vogel
Er war schon in Holland und Frankreich an Turnieren, bevor er Anfang Juni 2006 mit River Plate in Mailand spielte. Da entdeckte ihn Erich Vogel, damals noch Privatier im Fussballgeschäft und weit davon entfernt, als Vizepräsident zu GC zurück zukehren. Es war der Anfang einer Geschichte, die zeigt, wie verschlungen die Wege im Fussball sind. Vogel über zeugte zwei Geschäftsleute zur Investition in Bobadilla und vermittelte ihn nach Basel zu Concordia, wo seine Vertrauens leute Murat Yakin und Walter Grüter als Trainer einstiegen. Einer der Investoren ist Heinz Spross, er sitzt mit Vogel im GC Verwaltungsrat.
Concordia sagte Bobadilla natürlich gar nichts. Dieser Klub war ihm so fremd wie das Leben in der Schweiz. Er wusste nur: «Europa ist besser als Argentinien. Es war meine Chance.» Er schlug sich durch, indem er notfalls mit Händen und Füssen redete, und seine Tore schoss, immerhin 18 in 28 Spielen für Concordia. Spross und Vogel holten ihn danach zu GC, Yakin begleitete ihn zusammen mit Grüter als Trainer und berichtete von einem jungen Stürmer, bei dem ein Blick in die Augen genüge, um den Willen zu erkennen, mit dem er sich in Europa durchsetzen wolle. Bobadilla kann mit Yakins Bild nicht viel anfangen. Er sagt einfach: «Ich habe immer mit ganzem Herzen gekämpft.» Tore machen, um zufrieden zu sein
Heute ist er ein Sinnbild für diese Mannschaft der Grasshoppers: Die Anla gen sind da, aber sie sind nicht ausgeschöpft, der Ehrgeiz ist da, aber die Reife fehlt. Er braucht intensive Führung, wie die ganze Mannschaft. Das Temperament bricht bei ihm durch, wenn ihm etwas nicht passt. Dann schiesst er Bälle weg oder das Leibchen zu Boden. «Er ist schnell auf 100», sagt Latour. So richtig zu frieden ist Bobadilla erst, wenn er sein Tor erzielt hat. Sonst fehlt ihm etwas, auch im Fall eines Sieges. Sagt er selbst. Der Eigen sinn kommt bei ihm gelegentlich vor dem Kollektivgedanken.
Die Statur und die ersten Erfolge sollen nicht vergessen lassen, dass Bobadilla noch immer jung genug ist, Flausen im Kopf zu haben. Zu seinen Spezialitäten gehört es, anderen Gel oder Rasierschaum in die Schuhe zu schmieren. Wenn er davon erzählt, lacht er, wie Lausbuben das so tun. An Latours Schuhe hat er sich nicht herangewagt, er ist ihm gegenüber auch nie ausfällig geworden. Der Trainer stellt mit der Erfahrung des 60-Jährigen fest: «Raul ist noch im Wachstum, in einer Ent wicklungsphase. Man muss ihm einfach sagen, wenn er etwas Falsches macht. Immerhin hört er dann zu.» Im Dezember flog Bobadilla für vier Wochen heim nach Buenos Aires. Dass er den Rückflug verpasste, war einfach Pech. Wichtiger war, dass er dennoch pünktlich zum Trainingsbeginn in Zürich war. Bis 2012 läuft bei GC sein Vertrag. Er träumt den Traum von allen, die ambitioniert sind, von einem Wechsel nach Spanien, England, Italien. Bis es vielleicht einmal so weit ist, gilt ein letztes Wort von Latour: «Alle Beteiligten haben dafür noch viel durchzustehen.»
GC. Mögliche Aufstellung: Jakupovic; Voser, Vallori, Smiljanic, Mikari; Salatic, Renggli; Dos Santos, Cabanas, Rinal do; Bobadilla. – Fraglich: Zarate.