La repression
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© SonntagsZeitung; 05.10.2008; Ausgabe-Nr. 40; Seite 5
Neue Lösungen für ein brennendes Problem
Repression gegen Fans, die Feuerwerk abbrennen, ist gescheitert – nur der Fussballverband bleibt stur
Zürich Der Schweizerische Fussballverband (SFV) proklamiert seit Jahren eine Politik der Nulltoleranz für Fans mit Feuerwerk – doch fast wöchentlich brennen die Fackeln in Schweizer Stadien. Zuletzt am Mittwoch im Zürcher Letzigrund und letzten Sonntag im Basler St.-Jakob-Park. Nun werden erste Stimmen laut, die die bisherige Politik infrage stellen. «Jedem ist klar, dass es so nicht weitergeht», sagt Christian Kern, CEO von Basel United, Betreiberin des St.-Jakob-Parks. Mit anderen Worten: Die Repression ist gescheitert, neue Lösungen sind gefragt.
Wien macht vor, wie es gehen könnte
In Österreich hat man eine Übereinkunft gefunden, die sowohl die fanatischeren Fans wie auch die Sicherheitsleute befriedigt: Dort dürfen Fangruppen in Fussballstadien in Gegenwart der Feuerwehr kontrolliert sogenannte Pyros zünden. Voraussetzung ist einzig eine Bewilligung der Austragungsstadt (siehe Kasten). Die Antragsteller werden namentlich erfasst, die Pyros vom Sicherheitsdienst kontrolliert. «So werden an etwa zehn Spielen pro Saison bewilligte Pyros in Stadien gezündet», sagt Peter Klinglmüller, Sprecher des österreichischen Fussballbundes (ÖFB).
Eine Lösung auch für die Schweiz? Peter Landolt, Sicherheitschef im Zürcher Letzigrund: «Das Problem ist, dass man gegen das Sprengstoffgesetz verstösst, wenn man mit den Fans Lösungen für einen weniger gefährlichen Umgang mit Pyros erörtert.»
Doch Gesetze lassen sich ändern. Matthias Remund, Direktor des Bundesamts für Sport (Baspo), sagt: «Ich bin skeptisch. Aber als Ultima Ratio lieber geordnet und sicher als ungeordnet, unsicher und gefährlich. Man muss alles prüfen, was zur Sicherheit in Stadien führt.» Offensichtlich sei, dass man das Pyroproblem bis heute – trotz grosser Bemühungen der Klubs und der Super League – nicht im Griff habe.
Christian Kern vom Basler St.-Jakob-Park sagt: «Man muss alles prüfen. Der Ansatz zu liberalisieren, ist interessant.»
Swiss Football League wartet auf ein Präventionskonzept
Doch der Schweizerische Fussballverband bleibt hart: «Wir müssen die Täter noch härter bestrafen», sagt Präsident Ralph Zloczower. Immerhin räumt die Swiss Football League (SFL) ein, dass sich etwas ändern muss. Sprecher Roger Müller: «Es ist richtig, dass Repression allein nicht funktioniert. Deshalb hat die SFL den Präsidenten der Fankommission, Jörg Häfeli von der Hochschule für Soziale Arbeit in Luzern, mit der Ausarbeitung eines Präventionskonzeptes beauftragt. Sein Bericht wird uns vor Ende des Jahres vorliegen.» Jean François Tanda, Benjamin StygeR
SonderFall Österreich
In Österreich brennen an zehn Fussballspielen pro Saison Pyros vor dem Spiel und in der Pause. Und die Feuerwehr überwacht das. Laut den Sicherheitsrichtlinien des österreichischen Fussballverbands dürfen Fans Pyros zünden, wenn sie eine Bewilligung des Bürgermeisters haben und namentlich bekannt sind; die Pyros werden kontrolliert. Laut ÖFB hat die Praxis der Pyrotoleranz dazu geführt, dass die Anzahl unerwünschter, also unbewilligter Zündungen spürbar zurückgegangen ist.
Neue Lösungen für ein brennendes Problem
Repression gegen Fans, die Feuerwerk abbrennen, ist gescheitert – nur der Fussballverband bleibt stur
Zürich Der Schweizerische Fussballverband (SFV) proklamiert seit Jahren eine Politik der Nulltoleranz für Fans mit Feuerwerk – doch fast wöchentlich brennen die Fackeln in Schweizer Stadien. Zuletzt am Mittwoch im Zürcher Letzigrund und letzten Sonntag im Basler St.-Jakob-Park. Nun werden erste Stimmen laut, die die bisherige Politik infrage stellen. «Jedem ist klar, dass es so nicht weitergeht», sagt Christian Kern, CEO von Basel United, Betreiberin des St.-Jakob-Parks. Mit anderen Worten: Die Repression ist gescheitert, neue Lösungen sind gefragt.
Wien macht vor, wie es gehen könnte
In Österreich hat man eine Übereinkunft gefunden, die sowohl die fanatischeren Fans wie auch die Sicherheitsleute befriedigt: Dort dürfen Fangruppen in Fussballstadien in Gegenwart der Feuerwehr kontrolliert sogenannte Pyros zünden. Voraussetzung ist einzig eine Bewilligung der Austragungsstadt (siehe Kasten). Die Antragsteller werden namentlich erfasst, die Pyros vom Sicherheitsdienst kontrolliert. «So werden an etwa zehn Spielen pro Saison bewilligte Pyros in Stadien gezündet», sagt Peter Klinglmüller, Sprecher des österreichischen Fussballbundes (ÖFB).
Eine Lösung auch für die Schweiz? Peter Landolt, Sicherheitschef im Zürcher Letzigrund: «Das Problem ist, dass man gegen das Sprengstoffgesetz verstösst, wenn man mit den Fans Lösungen für einen weniger gefährlichen Umgang mit Pyros erörtert.»
Doch Gesetze lassen sich ändern. Matthias Remund, Direktor des Bundesamts für Sport (Baspo), sagt: «Ich bin skeptisch. Aber als Ultima Ratio lieber geordnet und sicher als ungeordnet, unsicher und gefährlich. Man muss alles prüfen, was zur Sicherheit in Stadien führt.» Offensichtlich sei, dass man das Pyroproblem bis heute – trotz grosser Bemühungen der Klubs und der Super League – nicht im Griff habe.
Christian Kern vom Basler St.-Jakob-Park sagt: «Man muss alles prüfen. Der Ansatz zu liberalisieren, ist interessant.»
Swiss Football League wartet auf ein Präventionskonzept
Doch der Schweizerische Fussballverband bleibt hart: «Wir müssen die Täter noch härter bestrafen», sagt Präsident Ralph Zloczower. Immerhin räumt die Swiss Football League (SFL) ein, dass sich etwas ändern muss. Sprecher Roger Müller: «Es ist richtig, dass Repression allein nicht funktioniert. Deshalb hat die SFL den Präsidenten der Fankommission, Jörg Häfeli von der Hochschule für Soziale Arbeit in Luzern, mit der Ausarbeitung eines Präventionskonzeptes beauftragt. Sein Bericht wird uns vor Ende des Jahres vorliegen.» Jean François Tanda, Benjamin StygeR
SonderFall Österreich
In Österreich brennen an zehn Fussballspielen pro Saison Pyros vor dem Spiel und in der Pause. Und die Feuerwehr überwacht das. Laut den Sicherheitsrichtlinien des österreichischen Fussballverbands dürfen Fans Pyros zünden, wenn sie eine Bewilligung des Bürgermeisters haben und namentlich bekannt sind; die Pyros werden kontrolliert. Laut ÖFB hat die Praxis der Pyrotoleranz dazu geführt, dass die Anzahl unerwünschter, also unbewilligter Zündungen spürbar zurückgegangen ist.
- Frank the Tank
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http://www.blick.ch/news/sda?newsid=20081013brz007
FUSSBALL - Der italienische Verband hat auf die Ausschreitungen der Tifosi in Sofia reagiert. In Zukunft sollen keine Fans mehr zu Auswärtsspielen der Azzurri reisen.
Verbandspräsident Giancarlo Abete erklärte, dass keine Tickets mehr für Partien in der Fremde angefordert werden. Der Auftritt eines Teils der Tifosi am Samstag in Bulgarien (1:1) war eine Schande gewesen.
Schon am Nachmittag hatten rund 100 der politisch rechts stehenden Ultras in einer Bar gegen die mit der Linken sympathisierenden Fans von CSKA Sofia eine Schlägerei angezettelt.
Im Stadion fiel diese Gruppe Italiener dann erneut skandalös aus dem Rahmen. Sie rief faschistische Parolen («Duce, Duce!»), hielt entsprechende Transparente hoch und reckte den rechten Arm zum Römischen Gruss in die Höhe.
FUSSBALL - Der italienische Verband hat auf die Ausschreitungen der Tifosi in Sofia reagiert. In Zukunft sollen keine Fans mehr zu Auswärtsspielen der Azzurri reisen.
Verbandspräsident Giancarlo Abete erklärte, dass keine Tickets mehr für Partien in der Fremde angefordert werden. Der Auftritt eines Teils der Tifosi am Samstag in Bulgarien (1:1) war eine Schande gewesen.
Schon am Nachmittag hatten rund 100 der politisch rechts stehenden Ultras in einer Bar gegen die mit der Linken sympathisierenden Fans von CSKA Sofia eine Schlägerei angezettelt.
Im Stadion fiel diese Gruppe Italiener dann erneut skandalös aus dem Rahmen. Sie rief faschistische Parolen («Duce, Duce!»), hielt entsprechende Transparente hoch und reckte den rechten Arm zum Römischen Gruss in die Höhe.
Frank the Tank \\ 27.09.2007 - 27.09.2011 \\ För emmer oine vu öi.
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http://www.youtube.com/watch?v=befswvDZ ... re=relatedFrank the Tank hat geschrieben:gegen die mit der Linken sympathisierenden Fans von CSKA Sofia eine Schlägerei angezettelt.
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