Red Sox hat geschrieben:GC lässt Ben Khalifa für 7mio Euro ziehen.
ja isch guet.
Sie stufen ihn lediglich so ein, heisst noch lange nicht, dass sie ihn für diesen betrag auch gleich ziehen lassen würden.
Magic-Kappi hat geschrieben: ↑02.02.24 @ 15:17
Ein ganz spezieller Dank gilt insbesondere Mod "der fliegende Holländer" . Möge seine unendliche Güte uns immer begleiten!
Red Sox hat geschrieben:He has been likened to current Arsenal schemer Samir Nasri and has also attracted the attention of European giants Barcelona and Juventus.
The 17-year-old is currently on the books of Grasshoppers and is rated in the 7million Euros (£6.4m) bracket by his club.
Reports have claimed that Arsenal boss Arsene Wenger is looking to steal a march on any rivals for his signature by making an immediate bid for Ben Khalifa.
The Tunisian-born attacker has not been contacted about a move, but acknowledged his desire to play in a major competition in the future.
Ben Khalifa told reporters: "I have seen the rumours, but now I prefer to stay focused on my club, although my dream is to play in a big league."
Weil Magnin mindestens 1 Mio. Gehalt kosten würde und wir ja, wie du evtl. mitbekommen hast, nicht so ganz sorgenfrei sein können, was die Finanzen angeht...
Lion King hat geschrieben:Und weil wir auf junge setzten wollen
Ja aber trotzdem brauchen die Jungen ältere, erfahrene Spieler die sie unterstützen und ihnen Tipps gehen. Spieler à la Smilianic etc. braucht es halt schon.
Zudem wäre Magnin ein echter Kämpfer und würde viel Elan und Kampfgeist ins Team bringen.
Aber eben das Geld
Mehr Fahnen in die Kurve!!
- Nur im Hardturm isch de GCZ det wonich en gern het -
Der Magnin würde keinen "marktkonformen" Vertrag erhalten. Wir haben schon Ricci. Möchte wissen wieviel er von seinem Rentenvertrag über CHF 700'000 pro Jahr ans Bein gestrichen hat bei den Lohnkürzungen. Aber das wäre ja ein Ansatz. Könnten Magnin nur CHF 250'000 anbieten pro Jahr, dafür noch eine Stelle bei der CS bis 2025.
yoda: Forumslegende und Chefarchivar / Verliehenes Label: Mensch mit internationaler Geschichte
Lichtblick für die Grasshoppers
GC hat für diese Saison die drängendsten Finanzprobleme gelöst
Die Grasshoppers atmen auf – sie können das in dieser Saison zusätzlich aufgetretene Defizit von 4,5 Millionen Franken decken. Aber die Sorgen bleiben.
Von Flurin Clalüna
Der Grasshopper-Club hat die Gefahr eines Kollapses vorerst abgewendet. Die Finanzierung der laufenden Saison ist gesichert, saniert ist der Klub deshalb aber noch nicht. Kurz vor dem Ablauf des Ultimatums am nächsten Montag erhält die Swiss Football League Briefpost der Grasshoppers. Die Unterlagen enthalten unter anderem Bankgarantien, die gewährleisten, dass GC die zusätzliche Überschuldung in der Höhe von 4,5 Millionen Franken decken kann. Insgesamt beträgt das Defizit für diese Saison rund 10 Millionen Franken.
«Ich ziehe den Hut»
Schon länger war klar, dass der GC-Verwaltungsrat und Financier Heinz Spross für 2 Millionen Franken des zusätzlichen Defizits bürgen wird. Nun ist es dem CEO Urs Linsi gelungen, auch die restlichen 2,5 Millionen abzusichern – «mit Bankgarantien, Forderungsverzichten von dem Klub nahestehenden Personen sowie Salärreduktionen und Sparmassnahmen», wie es im Communiqué heisst. Linsi sagt: «Ich ziehe den Hut vor den Spielern. Sie haben sehr viel Goodwill gezeigt.» Alle Fussballer und die Trainer hätten neue «marktübliche» Verträge unterzeichnet. In welchem Umfang die Löhne reduziert wurden, wollte Linsi nicht kommentieren. Ebenso wenig, ob neben den Salärreduktionen auch andere Anpassungen vorgenommen wurden wie Vertragsdauer oder festgeschriebene Ablösen.
Vor allem die gut dotierten Verträge mit den Routiniers Ricardo Cabanas und Boris Smiljanic waren schwierig neu zu verhandeln. Smiljanic verdiente bisher rund 800 000 Franken pro Jahr, Cabanas etwas weniger. Danach klafft in der Gehaltsliste ein grosses Loch. Die nächstbesten Verdiener sind deutlich von diesen Lohnbezügen entfernt. Sowohl Smiljanic als auch Cabanas verfügen zudem über Anschlussverträge bei GC nach ihrer Zeit als Fussballer.
Der Klub hofft, die Bankgarantien über die 4,5 Millionen Franken nicht einlösen zu müssen. Aber dafür müssen die Grasshoppers diesen Winter vermutlich Spieler verkaufen, um einen Transfergewinn zu erwirtschaften. Es ist ein offenes Geheimnis, welche Spieler vor allem Geld in die leere Kasse spülen würden: Vallori, Lulic, Zarate und Salatic. Zudem laufen bei GC die Telefondrähte heiss, seitdem die Nachwuchsspieler Ben Khalifa und Seferovic U-17-Weltmeister geworden sind.
GC ist in einem Dilemma gefangen. Einerseits wollen die Grasshoppers auf die eigene Jugendarbeit setzen. Anderseits sind die Ablösesummen in Millionenhöhe für Ben Khalifa und Seferovic verführerisch hoch. Es ist deshalb vorstellbar, dass die zwei Stürmer doch bald transferiert werden, der Verein sich aber vom neuen Arbeitgeber der Spieler zusichern lässt, dass die beiden 17-Jährigen ausgeliehen werden und noch zwei Jahre bei GC bleiben. So erzählt man es sich im Umfeld des Klubs. Für Linsi ist das «kein Thema».
«Nicht weinerlich sein»
Die Grasshoppers haben wieder etwas Luft geschöpft. Aber die Sorgen bleiben. Das Drama mit Hiobsbotschaften, Hilferufen und Untergangsszenarien ist noch nicht ausgestanden. Der Grasshopper-Club jammerte und bettelte in aller Öffentlichkeit. Das ist für das Selbstverständnis des Rekordmeisters so untypisch, dass ein Kenner des Klubs sagt: «Bei GC darf man nicht klagen und so weinerlich sein wie der Präsident Roger Berbig. Wer es trotzdem tut, bekommt gleich noch einmal auf den Deckel.» Machtkämpfe haben bei den Grasshoppers Tradition. Aber um Macht geht es schon lange nicht mehr.
Die Einflüsterer und Einflussreichen sind zwar noch da, sie sitzen in den Sponsorenvereinigungen und treffen sich zum Mittagessen im Restaurant Heugümper beim Paradeplatz in Zürich. Das Netzwerk des GC greift immer noch engmaschig in die Wirtschaft, aber seit mehreren Jahren bleibt nicht mehr so viel Geld darin hängen wie erhofft. Der Donnerstag-Club bezahlt pro Jahr 1,1 Millionen Franken. Dieser Betrag ist offenbar seit vielen Jahren gleich geblieben, und deshalb war der Einfluss der Gönner früher grösser als heute. Der Business-Club schiesst rund 300 000 Franken ein, der Griffith-Club 250 000. Diese Zahlen werden nicht bestätigt, aber klar ist, dass viele Geldgeber Einfluss haben und nehmen wollen.
Aber keiner will am Ende die Überreste einer Schweizer Fussball-Institution zusammenwischen, sollte es zum Äussersten kommen. In Gönnerkreisen kursiert folgendes Bonmot: Solange die «drei G» bei den Grasshoppers das Sagen hätten, werde kein weiteres Geld fliessen. Die «drei G» seien «der Goalie, der Gärtner und der Gangster» – der Präsident und ehemalige Torhüter Roger Berbig, der Gartenbauunternehmer Heinz Spross sowie der abgetretene Sportchef Erich Vogel. Das ist ein Seitenhieb gegen Vogel, der in diesen Kreisen einen schlechten Ruf geniesst.
Man kann dem Präsidenten Berbig und dem Financier Heinz Spross vieles vorwerfen: Berbig habe als vielbeschäftigter Chirurg nicht genug Zeit, sich um den Klub zu kümmern, und wisse nicht recht, was vor sich gehe. Personen, die Spross nahestehen, sagen, er sei «der beste Charakter», den sie je im Fussball kennengelernt hätten, aber er sei auch gutgläubig und lasse sich zu leicht über den Tisch ziehen. Aber sowohl Spross als auch Berbig sind noch da. Spross hat schon mehrere Millionen Franken in GC investiert, auch jetzt deckt er wieder die Mehrheit des 10-Millionen-Franken-Defizits. Berbigs Ruf als Präsident mag angeschlagen sein, aber seine Integrität steht ausser Zweifel. Zudem klebt der Präsident nicht an seinem Stuhl.
Die Rolle von Dörig
Der GC-Zentralvorstand (ZV), das Dach aller Sportsektionen, übt nun wieder mehr Einfluss auf die Fussballabteilung aus. Der ZV erzwang die Einsetzung des CEO Linsi. Es ist in diesem Zusammenhang auch die Rede von der «schrittweisen Entmachtung» Berbigs und Spross'. Linsi wird aus Kreisen des Zentralvorstands bezahlt. Präsident des ZV ist der Jurist Andres Iten, aber als «graue Eminenz» im Hintergrund gilt nach wie vor der im April als ZV-Präsident zurückgetretene Rolf Dörig. Der Verwaltungsratspräsident der Swiss Life nimmt immer noch Einsitz im GC-ZV. Er verfügt über die Kontakte in die finanzstarken Kreise und öffnet GC Türen; unter anderem war es auch der ZV, der Druck auf Berbig und Spross ausübte, den umstrittenen Sportchef Vogel fallenzulassen. Der Zentralvorstand ist im Besitz der Aktienmehrheit; er bestimmt, wer bei GC das Sagen hat.
Der ZV hat angeregt, «sauberen Tisch» zu machen, um künftigen Geldgebern Perspektiven zu eröffnen. Dazu gehört die Auflösung der sogenannten Spieler-Pools. Künftige Transfers wurden von Investoren vorfinanziert. Man kann sich das wie bei einem Börsen-Fonds vorstellen – einige Spieler-Werte steigen, andere sinken. GC war mit 50 Prozent am Transfererlös beteiligt.
Erich Vogel war die treibende Kraft hinter den Pools; Berbig und Spross stimmten zu. Beim Amtsantritt im Sommer 2007 hatte Vogel gehofft, Spross als «Hausbank» zu gewinnen. Spross hätte dem Verein Liquidität zur Verfügung stellen sollen – so wie es sein Onkel Werner Spross in den neunziger Jahren getan hatte. Heinz Spross aber konnte oder wollte dies nicht garantieren. Vogel suchte nach anderen Lösungen.
Er brauchte Geld, um zu arbeiten, und sah keinen anderen Ausweg, als im Not-Konstrukt der Vorfinanzierung Zuflucht zu nehmen. Aus den Pools 1 und 2 flossen insgesamt 12 Millionen Franken in die GC-Kasse. Ein Pool 3 hätte eingeführt werden sollen. Dann legte der ZV sein Veto ein. Mit den Pools werde GC ausgehöhlt, so die Befürchtung.
Nun geht es darum, die Investoren der Pools davon zu überzeugen, dass sie auf ihr Geld verzichten, damit GC wieder in den Besitz seiner Spieler kommt. Auch in Zukunft haben die Grasshoppers vor, ein 15-, 16-Millionen-Franken-Budget zu stemmen. GC nimmt aber nur rund 9,5 Millionen Franken ein. Das strukturelle Defizit von 5, 6 Millionen Franken sollen künftig 10 Geldgeber decken, die je 500 000 Franken pro Saison einschiessen. Ob das gelingt, ist die grosse Zukunftsfrage der Grasshoppers. Ende Februar müssen sie die Lizenz für die Saison 2010/11 beantragen.
Die Kosten des Rückzugs
Schon einmal hat man bei GC zusammengerechnet, was es kosten würde, den Verein einschlummern zu lassen und in der 1. Liga neu zu beginnen – im Minimum 5 Millionen Franken. Doch die Selbstaufgabe soll nicht in erster Linie aus finanziellen Gründen vermieden werden. Sie würde das Versagen einer Elite dokumentieren, für die die Grasshoppers immer noch stehen.