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Eren
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FC Basel

#1 Beitrag von Eren »

Unruhe beim FC Basel
Und in London greift Granit Xhaka erneut zu seinem Handy

Beim FCB sollte 2023 alles anders werden. Doch innerhalb weniger Tage hat der Club nicht nur seine Mitglieder verärgert, sondern auch

Tilman Pauls
Publiziert heute um 07:00 Uhr

Seit knapp anderthalb Jahren ist Präsident David Degen prägend für die Entwicklung des FC Basel. Der 39-Jährige und sein Team müssen die finanzielle Situation des Clubs irgendwie lösen.
Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Es ist kein gelungener Abend für den FC Basel: Im ersten Heimspiel des Jahres verliert der FCB gegen den FC Luzern, das 2:3 fällt kurz vor Schluss. Dabei wäre ein Erfolg für die Basler doch so wichtig gewesen, um sich aus dem Mittelfeld der Liga wieder ein Stück nach oben zu hangeln. Und das war ja noch nicht alles.
Vor der Pause halten die Fans der Muttenzerkurve ein Spruchband in die Höhe: «D Zit isch koo, dr Verein als Basis z verstoo» – ein klarer Hinweis in Richtung der Clubführung um Präsident ­David Degen, die zuletzt mit den Mitgliedern auf Konfrontationskurs gegangen ist. Es ist eines von mehreren Themen, die den Club derzeit beschäftigen.

Kapitel 1: Der prominente Kritiker aus London


Es ist nicht das erste Mal, dass Granit Xhaka sich nach einem Spiel des FC Basel zu Wort meldet: In der letzten Saison ist die Niederlage gegen den FCZ der Anlass, dass der Captain des Schweizer Nationalteams in London zum Handy greift. «Und dann wollt ihr, dass wir Ex-Spieler zurückkommen? Mit dieser Politik? NIEMALS!!!», schreibt Xhaka auf seinem Instagram-Account. Mit drei Ausrufezeichen.

Ziemlich genau ein Jahr später sind es nach dem 2:3 der Basler gegen Luzern ähnliche Worte, die Xhaka wählt: «Schämen müsst ihr euch, was mit dem Verein passiert ist!!! Unglaublich!!!!». Wieder diese Ausrufezeichen. Und wieder nach einem Spiel des FCB, in dem sein Bruder Taulant 90 Minuten auf der Bank sitzt und man sich zumindest fragen kann: Hätte einer wie Taulant Xhaka dem Basler Spiel nicht gut getan?
Doch so ist es auch dieses Mal wieder dessen prominenter Bruder, der mit seinem Kommentar für noch mehr Unruhe rund um seinen ehemaligen Club sorgt.

Kapitel 2: Der Kampf um jeden Franken
Nach Jahren der Misswirtschaft unter dem ehemaligen Präsidenten Bernhard Burgener (im Hintergrund, links) müssen David Degen und sein Team diese Entwicklung nun stoppen. Die finanzielle Situation wirkt sich aber längst auch auf die sportliche Situation des FCB aus.
Nach Jahren der Misswirtschaft unter dem ehemaligen Präsidenten Bernhard Burgener (im Hintergrund, links) müssen David Degen und sein Team diese Entwicklung nun stoppen. Die finanzielle Situation wirkt sich aber längst auch auf die sportliche Situation des FCB aus.
Foto: Georgios Kefalas (Keystone)

Können Sie sich noch an die Zeiten erinnern, als der FC Basel unter Präsident Bernhard Heusler Jahr für Jahr Gewinne verkündete? Und dass er irgendwann so viel Geld auf der Seite hatte, flüssige Reserven in Höhe von 60 Millionen Franken, dass man sich fast sicher war, dass dieser Club nie mehr in finanzielle Nöte geraten würde? Nun, diese Zeiten sind vorbei.

In den knapp vier Jahren unter Präsident Bernhard Burgener wurden die Reserven immer kleiner, ehe sie nach dem Geschäftsjahr 2021 fast komplett aufgebraucht waren. Und genau vor diesem Problem steht die aktuelle Clubführung: Nach Jahren der falschen Entscheidungen muss der Trend gestoppt werden. Nur ist das gar nicht so einfach, wenn man mit einem strukturellen Defizit von rund 20 Millionen Franken ins neue Jahr startet.
Darum drehen Degen und sein Team an allen erdenklichen Schrauben: an den Spielerlöhnen, an den Ausgaben auf der Geschäftsstelle, an Partnerschaften, an der Stadionmiete – und zuletzt sogar am Vertrauensverhältnis zu den eigenen Mitgliedern.

Kapitel 3: Der Konfrontationskurs der Eigentümer

Die Fans des FCB haben in den letzten Jahren mehrere neue Wörter kennen gelernt. Einige werden nach der Burgener-Ära nie mehr vergessen, was eine «superprovisorische Verfügung» oder eine «Drag-Along-Klausel» ist. Unter der neuen Führung wird die Tradition nun aber offenbar fortgesetzt. Der neueste Eintrag im Lexikon lautet: «Kapitalschnitt».

David Degen, Dan Holzmann sowie das Ehepaar Andreas und Ursula Rey halten 75 Prozent der für den Profibereich zuständigen FC Basel 1893 AG, während 25 Prozent dem Verein FC Basel 1893 gehören. In der letzten Woche überraschten die vier Grossaktionäre die rund 8000 Vereinsmitglieder nun mit ihrem Plan: Der Verein sollte ein Viertel des Verlusts von 1,2 Millionen Franken für das Geschäftsjahr 2022 decken. Im Zuge einer Kapitalherabsetzung in Form eines – Achtung! – Kapitalschnitts.

Der Antrieb für dieses Vorgehen war aber wohl weniger das Geld, sondern vielmehr die Tatsache, dass die Grossaktionäre auf diese Art relativ günstig an 15 Prozent der Vereinsaktien gekommen wären, sofern die Mitglieder das Geld für die Kapitalerhöhung nicht hätten auftreiben können. Der Plan hielt nur drei Tage, dann ruderte die Clubführung nach teils heftigen Protesten zurück. Die Besitzer werden den Verlust decken.
Doch das Vorgehen dürfte Spuren hinterlassen. Denn die Frage bleibt: Weiss die Führung spätestens jetzt um die Bedeutung der Basis – oder empfindet sie die Mitglieder eher als Störfaktor?

Kapitel 4: Viel Talent, aber ein wackliges Gerüst

David Degen hat früh angekündigt, wie sich der FCB unter seiner Führung ändern wird. «Unter meiner Leitung werden die erfahrenen Spielern sicher weniger sein als die jungen», sagte er im Juni 2021, schob aber gleich hinterher: «Es braucht weiter ein gutes Gerüst, und da gehören Spieler dazu, die Erfahrung haben.»

Degen hat Wort gehalten: Der Fokus, der natürlich auch dem finanziellen Druck geschuldet ist, richtet sich auf entwicklungsfähige Spieler, die bei ihren Clubs nicht weiterkamen, den Schritt in eine grosse Liga aber via FCB schaffen sollen. Zum Beispiel Andy Diouf, 19, Teil von Frankreichs U-20. Riccardo Calafiori, 20, der schon mit Italiens A-Nationalteam trainiert hat. Oder Hugo Novoa, 20, Spieler der spanischen U-21.

Nur die Sache mit dem «Gerüst» hat sich bislang nicht so bewahrheitet, wie viele Basler Fans sich das wohl ausgemalt haben. Neben den Talenten gibt es kaum Spieler im Segment zwischen 25 und 30 Jahren. Und für die Routiniers scheint es schwierig, sich gegen die vielversprechenden Jungen zu behaupten. Sogar Captain Fabian Frei hat seinen Status als Immer-und-überall-Spieler zuletzt verloren.
Nun sieht es immerhin so aus, als habe der Captain den Weckruf verstanden. Frei ist fit und motiviert aus dem Urlaub zurückgekehrt, um seinen Stammplatz wieder zu erringen. Aber der 34-Jährige sagt auch, was viele denken: «Nur mit jungen Spielern funktioniert es nicht.»


Kapitel 5: Alex Frei spürt den Druck

Man muss Alex Frei nicht erklären, was Druck bedeutet. Als Stürmer hat er den Druck der Aussenwelt ja schon zu spüren bekommen, wenn er mal zwei Halbzeiten hintereinander kein Tor geschossen hat. Und trotzdem ist es jetzt ein anderer Druck, den er als Trainer des FC Basel spürt.

Er muss seinem Team zu mehr Effizienz und Konstanz verhelfen, das Kader durch drei Wettbewerbe führen, Talente entwickeln, Routiniers bei Laune halten, auf den zweiten Tabellenplatz klettern und – ach ja! – das Ganze am besten mit attraktivem Fussball, damit wieder mehr Menschen ins Stadion finden: In der aktuellen Saison kommen im Schnitt über 4000 Menschen weniger als in der letzten Meistersaison 2016/17.

Es ist eine gewaltige Aufgabe bei seiner ersten Trainerstation in der Super League. Eine, bei der es immer wieder Rückschläge gab. Doch das neue Jahr hält eine Besserung für Frei bereit: Während der 43-Jährige den Club zuletzt fast im Alleingang in der Öffentlichkeit repräsentieren musste, weil die Eigentümer sich im Hintergrund hielten, hat er nun Unterstützung: Sportdirektor Heiko Vogel.


Kapitel 6: Nach dem Kaltstart beginnt die Arbeit für Heiko Vogel

Seinen zweiten Start beim FCB hatte sich Heiko Vogel sicher anders vorgestellt. Erst verpasste er seine eigene Vorstellung als Sportdirektor, weil er am Münchner Flughafen auf einer vereisten Startbahn feststeckte. Und dann wurde der Deutsche auch noch krank und konnte erst verspätet ins Trainingslager nach Marbella reisen.
Mittlerweile ist Vogel angekommen, etwas mehr als zehn Jahre nach seiner Entlassung als Cheftrainer. Und auch wenn viel Zeit vergangen ist, haben sich gewisse Dinge nicht geändert: Vogel kann noch immer fundiert und unterhaltsam auf den Fussball blicken und darüber reden. Und auch seine Emotionen hat der 47-Jährige nicht verloren: Schon im ersten Spiel lieferte er sich ein Wortduell mit St. Gallens Trainer Peter Zeidler.

Vogel ist nach Basel gekommen, um zwischen David Degen und Alex Frei zu agieren. Er soll Ansprechpartner sein, Erfahrungen weitergeben, er soll die sportlichen Entscheide gegen aussen kommunizieren, beobachten, beraten, loben, kritisieren und als Teil der Transferkommission auch Sportchef-Aufgaben übernehmen. Klingt nach einer umfassenden und zentralen Aufgabe, die Vogel in dieser Form zum ersten Mal ausübt.
Doch über allem schwebt die Frage, wie viel Einfluss er unter «Chief Football Officer» David Degen wirklich hat.


Kapitel 7: Der «Fall Szalai» sorgt für Unruhe

Es hat so harmonisch begonnen. Bei seiner Präsentation erzählte Adam Szalai im letzten Februar noch, wie der Transfer zum FCB während der Zugfahrt von Mainz nach Heidelberg passierte, obwohl die Telefonverbindung immer wieder abbrach. In seinem ersten Spiel schoss Szalai dann sein erstes Tor und einige Fans dachten wohl: Er ist die Lösung aller Sturm-Probleme.

Inzwischen telefonieren der 35-Jährige und der Club allerdings nicht mehr so oft miteinander und wenn – so stellt man sich das als Aussenstehender vor –, dann nur über Anwälte. Denn im Oktober wurde Szalai vom Training des Clubs ausgeschlossen. Der Ungar klagte sich zurück auf den Rasen und nun suchen beide Seiten nach einer Lösung für die vertrackte Situation.

Wer die grössere Schuld trägt, ist unmöglich zu sagen, solange man die Details nicht kennt. Es ist aber auch so, dass sich der «Fall Szalai» in eine Reihe von Trennungen eingliedert, die von Misstönen begleitet waren. Schon Eray Cömert, Raoul Petretta, Pajtim Kasami und Heinz Lindner beklagten sich zuletzt öffentlich über das Verhalten des FC Basel ihnen gegenüber.

:lol: :lol: :mrgreen:

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yoda
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Re: FC Basel

#2 Beitrag von yoda »

Der Granit ist mal ein Ehemaliger! OK, ist befangen, wegen Brudder, doch der ist noch mit Herzblut dabei. Ob bei uns auch jemand auf Insta der Führung die Meinung geigt?
yoda: Forums- und allgemeine Legende, Ikone, Veteran, ohne Hautfaltencreme

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Eren
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Re: FC Basel

#3 Beitrag von Eren »

yoda hat geschrieben: 29.01.23 @ 19:58 Der Granit ist mal ein Ehemaliger! OK, ist befangen, wegen Brudder, doch der ist noch mit Herzblut dabei. Ob bei uns auch jemand auf Insta der Führung die Meinung geigt?
unsere ehemaligen können halt kaum englisch.. und beim chinesisch haperts erst recht :oops:
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Peter Silie
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Re: FC Basel

#4 Beitrag von Peter Silie »

yoda hat geschrieben: 29.01.23 @ 19:58 Der Granit ist mal ein Ehemaliger! OK, ist befangen, wegen Brudder, doch der ist noch mit Herzblut dabei. Ob bei uns auch jemand auf Insta der Führung die Meinung geigt?
Du sehnst dich nach so einem Spacko ? Come on !

Nicht mal Afe gefällt das. Lieber wäre mir mal ein ehrliches Interview a la Fabian Frei.
Für GC immer anestah, egal wo's für eus anegaht !

Tribal Chief
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Re: FC Basel

#5 Beitrag von Tribal Chief »

Peter Silie hat geschrieben: 29.01.23 @ 23:15
yoda hat geschrieben: 29.01.23 @ 19:58 Der Granit ist mal ein Ehemaliger! OK, ist befangen, wegen Brudder, doch der ist noch mit Herzblut dabei. Ob bei uns auch jemand auf Insta der Führung die Meinung geigt?
Du sehnst dich nach so einem Spacko ? Come on !

Nicht mal Afe gefällt das. Lieber wäre mir mal ein ehrliches Interview a la Fabian Frei.
Der dümmliche Granit ist aber auch nur deshalb so angesäuert, weil sein ebenfalls dümmlicher Bruder beim Speuzi keine Rolle mehr spielt. 😃
Der Klingelnde !!!!!!!!!!!

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pippo36
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Re: FC Basel

#6 Beitrag von pippo36 »

Ist hier ein Frei Alexander anwesend?
In guten wie in schlechten Zeiten - Die Farben der Kurve als Sinnbild für Treue und Stolz
Alex Miamorsch hat geschrieben:User pippo36 hat einmal mehr als einziger den Kopf eingeschalten!

Anerkennung und Dank!

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Eren
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Re: FC Basel

#7 Beitrag von Eren »

https://www.tagesanzeiger.ch/alex-frei- ... 5551139870

hahahaha.. degen hatte doch den vogel als "sportdirektor" geholt um frei "zu unterstützen" :lol:
wäre frei nicht so ein riesenarschloch würde ich fast sowas wie mitleid haben, so wie die ihn verarscht haben . aber eben
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bocca
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Re: FC Basel

#8 Beitrag von bocca »

Alex Frei kann ja bei seinem "Herzensklub" in Winterthur nachfragen. :lol:

Sergio+
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Re: FC Basel

#9 Beitrag von Sergio+ »


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Alarich
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Re: FC Basel

#10 Beitrag von Alarich »

Der FC Basel zieht ins Conference-League-Viertelfinale ein. Der einzige Schweizer Fussballklub, der sich international immer wieder durchbeisst. Das muss man auch sportlich anerkennen. Während in der gleichen Saison der FC Mordor in EIndhoven randaliert, 5-0 untergeht und dann weinend zu den Journalisten-Freunden rennt, sie sollen doch gegen die Stadt Eindhoven schreiben.
Das Moderatoren-Team, das es seit Jahren nicht schafft, den Strichertroll vom Forum fernzuhalten, fängt jetzt an echte Hoppers vom Forum auszusperren.

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