Vom 29.7-1.8 wird bei der neuen Börse in Zürich ein Shantytown(engl für barrackensiedlung) errichtet.In selbstgebauten Hütten wächst am Sihlufer
selbstbestimmtes leben,Kultur und politik.Hintergrund der aktion bildet die jüngste Repressionswelle gegen Freiräume und die zunehmende Ausgrenzung und überwachung im öffentlichen raum.
Am Fr. nachmittag haben am sihlufer einige hundert stadtbewohnerInnen mit der errichtung einer barackensiedlung mit hünerhof,aussichtsturm,Konzertbühne,bar usw. begonnen. Shantytown versteht sich als kontrast zur aktuellen stadtentwicklung und zum herausgeputzten "global Zurich".Mit viel lebensfreude ist innert stunden ein neues Wohnquartier entstanden-ein selbstverwalteter begegnungsort,der für alle zugänglich ist.Stadtleben wächst aus der Initiative der bewohnerInnen.Kultur ist nicht Konsum und Kommerz.gemeinsam einen kreativen raum zu schaffen ist das Motto von shantytown.
Shantytown setzt fort,was mit reclaim the Streets begann und ist eine reaktion auf die schliessung verschiedener treffpunkte der zürcher subkultur und das restriktive vorgehen gegen besetzte häuser.Die aus den Quartieren gewachsene kultur wird schrittweise eingeengt.
Die repression gegen die subkultur kann aber nicht isoliert betrachtet werden.ausgrenzende tendenzen nehmen immer mehr zu:Unliebsahme elemente werden aus der stadt gewiesen.mit dem von der Stapo geforderetem und im Entwurf zum kantonalen Polizeigesetz geplanten wegweisungsartikel kann die polizei menschen für mehrere monate aus bestimmten teilen derdes stadtgebiets wegweisen,ohne dass sich diese in irgend einer form strafbar gemacht haben.Wegweisend wäre vielmehr,den öffentlichen raum tatsächlich als solchen zu begreifen.wenn die visuelle stedtverschmutzung durch die hässlichen teddys der cityvereinigung schon erduldet werden muss,sollen auch die stinkenden punks ihren platz im öffentlichen raum haben.
während die Stadt mit marketingaktionen im öffentichen raum ein weltoffenes Zürich propagiert und dessen urbane vielfalt preist,werden fortlaufend freiräume für kreativität verdrängt und günstigen wohnraum vernichtet.stattdessen entstehen büros für investoren und luxuswohnungen für gute steuerzahler.Speziell das an Shantytown angrenzende Langstr.quartier steht mit der neunutzung der kaserne und der überbauung zwischen langstr. und Sihlpost(Neurogate) unter einem enormen aufwertungsdruck.Folge dieser politik ist eine sterile und lebensfeindliche stadt mit schwindenden Freiräumen und nischen.
Shantytown ist der urbane herzschlag von zürich
Shantytown trotzt dem sauberkeitswahn.
shantytown ist unsere loft am fluss!
Ging mir heute mal ein bild machen davon.schon hart was in dieser kurzen zeit alles aufgebaut wurde.
Wer ein lebendiges stück zürcher subkultur erleben will,dem empfehle ich heute abend oder morgen vorbeizuschauen
infos und fotos http://www.raumpflege.org
Shantytown
Shantytown
[GCZ] CiKoN hat geschrieben: Man redet ja immer von intigriation, aber wenn es solche Arschlöcher wie rakitic gibt kann man das vergessen.
Gute Aktion!Shantytown ist der urbane herzschlag von zürich
Shantytown trotzt dem sauberkeitswahn.
shantytown ist unsere loft am fluss!
Guter Text.Die repression gegen die subkultur kann aber nicht isoliert betrachtet werden.ausgrenzende tendenzen nehmen immer mehr zu:Unliebsahme elemente werden aus der stadt gewiesen.mit dem von der Stapo geforderetem und im Entwurf zum kantonalen Polizeigesetz geplanten wegweisungsartikel kann die polizei menschen für mehrere monate aus bestimmten teilen derdes stadtgebiets wegweisen,ohne dass sich diese in irgend einer form strafbar gemacht haben.Wegweisend wäre vielmehr,den öffentlichen raum tatsächlich als solchen zu begreifen.wenn die visuelle stedtverschmutzung durch die hässlichen teddys der cityvereinigung schon erduldet werden muss,sollen auch die stinkenden punks ihren platz im öffentlichen raum haben.
"Und so zogen wir in die Nati A und wir werden wieder Schweizer Meister sein!"
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Waren das auch die Leute welche am Sonntag Abend auf dem Paradeplatz Fussball gespielt hatten?
"Sein erstes Spiel bestritt der Grasshopper-Club Zürich im Oktober 1886.
Die Medien verurteilten das Spiel als sinnloses Unterfangen, einem schmutzigen Lederball nachzurennen, anstatt die Freizeit nutzbringender zu verwenden."
Die Medien verurteilten das Spiel als sinnloses Unterfangen, einem schmutzigen Lederball nachzurennen, anstatt die Freizeit nutzbringender zu verwenden."