Presse Thread
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Walti/Sigi
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Re: Presse Thread
Das fragen sich alle, nur die Entscheidungsträger/innen scheinbar nicht.
Jetzt lassen wir es eben heute knallen!!!
Jetzt lassen wir es eben heute knallen!!!
Re: Presse Thread
Heute lassen es die GC-Fans schweizweit knallen.Walti/Sigi hat geschrieben: ↑01.08.25 @ 17:09 Das fragen sich alle, nur die Entscheidungsträger/innen scheinbar nicht.
Jetzt lassen wir es eben heute knallen!!!
- Magic-Kappi
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Re: Presse Thread
Allein schon, dass keiner der Genannten an seinem Heimatort investierte (mit Ausnahme von Ratcliffes spätem Einsteigen in Manchester) führt dazu, dass sich deine Vergleiche von allein in Luft auflösen. Vergleichen kann man grundsätzlich alles, aber viele Vergleiche sind unsinnig.Sergio+ hat geschrieben: ↑01.08.25 @ 15:34Ach komm. Hans was Heiri. Das ist doch nur gemäss Sprichwort: Auf der anderen Seite des Zauns ist das Gras grüner.Magic-Kappi hat geschrieben: ↑01.08.25 @ 9:41 https://goldkueste24.ch/articles/331508 ... r-ursprung
Nach GC erkundigt
Pikant: Im Winter 2023/2024 soll sich Louis-Dreyfus für einen Einstieg beim Schweizer Meister Grasshoppers interessiert haben. Es wird kolportiert, dass ein konkretes Interesse bestanden haben soll und sich Louis-Dreyfus via eines Mittelmanns über die Optionen erkundigt habe. Weil bei GC die Verhandlungen mit den amerikanischen Investoren aus Los Angeles bereits zu einem unterschriftsreifen Vertrag geführt hatten, verfolgte man die «Option Louis-Dreyfus» nicht weiter.
Sollte das auch nur im Ansatz stimmen, dann bin ich aber wahnsinnig froh, dass wir nicht Teil dieses kommerzialen Fussballs geworden sind und weiterhin unter den kalifornischen Heilsbringern ganz bescheiden ehrlichen Fussball aus den unteren Regalen schauen können
Ich habe gerade noch weitere Infos bekommen. Demnach stimme es zu 100%; Louis-Dreyfus sei bereit gewesen, dann habe jemand aus dem Zentralvorstand gegen Louis-Dreyfus Stimmung gemacht und sich stark gemacht haben für die LA-Lösung. Man stelle sich vor, man hätte eine Zürcher Lösung gehabt und man hätte sich für ein ausländisches Konstrukt entschieden. Da reichten dann Heugabeln und Fackeln nicht mehr![]()
Beispiel 1: John Textor. Der war bei Crystal Palace und bei Olympique Lyon beteiligt. Er wollte Crystal Palace abstossen und Olympique retten. Zuerst die Episode mit dem Zwangsabstieg. Dann doch nicht Zwangsabstieg. Dass hier der französische Club Vorrang hat, ist wohl dem Umstand geschuldet, dass einfach schon zu viele in der Premier League engagiert sind und man dort einfach Unsummen investieren müsste, um an die Honigtöpfe (Europa-Cups) zu kommen.
Beispiel 2: Jim Retcliffe. Spielzeug Lausanne, Spielzeug Nizza, neues Spielzeug ManU. Bei ManU muss man ganz anders reinbuttern. Wenn die wieder mal auf einen europäischen Platz kommen, wer hat dann Vorrang? ManU oder Nizza? Muss dann der eine Verein auf die Teilnahme verzichten oder darf er einfach in der Conference League statt der Euro League antreten? Und Lausanne? Spitzenverein? Ligakrösus? Das Geld wäre doch da... vermeintlich. Nun kann man ggf. um die Regularien in England zu umgehen, einen Spieler für Nizza kaufen und dann einfach an ManU ausleihen. Schöne Konstrukt-Welt...
Beispiel 3: Ahmet Schaefer (auch ein Schweizer, ZH-Goldküste / CSC). Clermont in Frankreich, Vendyssel FF in Dänemark und Austria Lustenau in Österreich. Vendyssel FF wurde für eine symbolischen Fanken abgestossen. Lustenau war schon in der obersten Liga klamm und stieg später ab. Clerment stieg zwar auf, konnte sich halten, stieg dann aber in die Ligue 2 und gleich in die Ligue 3 ab. Seit einiger Zeit werkelt er beim FC Biel. Die haben ja nach dem Cupfinal einige wichtige Verträge verlängert und top Spieler geholt, oder? Hüstel, hüstel.
Also wären wir bei Kyril Louis-Dreyfus. Wie gut das aufgeht mit einem SL- und Premier League Verein, sah man ja bei Wolverhampton und den Chinesen (mit portugiesischem Spielerberater). Und dass sollte nun auf einmal viel besser sein? Der wird viel Kohle brauchen müssen, um den Verein in der PL halten zu können. Zudem gilt es in England auf das Financal Fairplay zu achten. Da würde ein belgischer Verein viel mehr Sinn machen, als ein Schweizer Verein.
E. Vogel sagte in einem Interview, man müsste mind. 50 Mio. in GC pumpen. Könnte aufgehen. Man hätte theoretisch eine funktionierende, erfahrene Achse und einige Talente. Doch dazu müsste fast jeder Transfer einschlagen. Holt man Spieler wie zuletzt, einfach nur teurer, dann ist das Treten an Ort und Stelle.
Wäre Louis-Dreyfus unser Besitzer und kurz danach auf die Insel zu Sunderland abgehauen, dann würdest du hier wohl etwas von Red & Gold schreiben und wie viel besser es gewesen wäre mit den reichen Amerikanern und der Möglichkeit, Bayern-Talente auszuleihen...
kummerbube hat geschrieben: ↑23.06.23 @ 16:53
Wenn man die fetten Eicheln im schönen Blumengärtli liegen lässt kommen früher oder später die Wildsauen vorbei.![]()
Re: Presse Thread
Sehr guter Bericht in der NZZ über Scheiblehner.
- kummerbube
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Re: Presse Thread
Der neue GC-Coach Gerald Scheiblehner ist kein typischer Fussballtrainer – er kämpfte sich von weit unten nach oben
Scheiblehner sagt, er brauche seinen Job nicht, um sich wohlzufühlen. Und der Österreicher will sich nicht so wichtig nehmen. Das könnte den Grasshoppers zupasskommen.
Stephan Ramming
02.08.2025, 05.30 Uhr 4 min
Hören
Mag es, wenn die Trainerarbeit auch Spass macht: Gerald Scheiblehner, der 48-jährige GC-Coach aus Österreich.
Mag es, wenn die Trainerarbeit auch Spass macht: Gerald Scheiblehner, der 48-jährige GC-Coach aus Österreich.
Christian Merz / Keystone
Gerald Scheiblehner nimmt Platz. Der neue GC-Trainer hat den Weg von Niederhasli zur Geschäftsstelle im Zentrum Zürichs auf sich genommen für den Ausblick auf das zweite Meisterschaftsspiel in Basel. Vor dem Gespräch über sich und seine Sicht auf GC hat er den fünf anwesenden Journalisten Auskunft gegeben über den Stand der Dinge vor dem Auswärtsspiel gegen den Meister. Wie schon bei seiner Vorstellung haben Zwischentöne darauf hingedeutet, dass er vielleicht «ein etwas anderer Trainer» sein könnte, wie Scheiblehner später sagen wird.
«Das sind so Floskeln», leitete Scheiblehner etwa die Antwort auf die Frage ein, wie er den Ausfall des Captains Amir Abrashi zu kompensieren gedenke. Das Fehlen des Leitwolfs lasse sich «nur als Mannschaft auffangen», sagt er.
Zum neuen Leihspieler vom FC Bayern München, Lovro Zvonarek, fällt ihm zuerst ein, dass er Zvonarek nicht möge, weil der in der letzten Saison für Sturm Graz im Cup-Achtelfinal ein Gegentor gegen Scheiblehners damaligen Klub erzielt habe. Erst danach lobt er das grosse Potenzial des kroatischen U-21-Internationalen. Ist das Schmäh aus Österreich oder gar Ironie?
Scheiblehner lehnt sich im Sofa zurück, und bald schon wird klar, dass der 48-Jährige mit einer gewissen Distanz auf sich und den Fussballbetrieb schaut. Aber Ironie hat natürlich auch für Scheiblehner keinen Platz in einem Geschäft, in dem es nichts Unironischeres gibt als die Macht der Resultate und Tabellenplätze. Im Auftaktspiel gegen Luzern hatte GC eine 2:3-Heimniederlage erlitten.
Mit altväterischen Regeln konnte er nichts anfangen
Scheiblehner sagt: «Ich brauche den Job Fussballtrainer nicht, um mich wohlzufühlen. Ich habe meine Familie und meine Freunde, das zählt. In der Öffentlichkeit zu stehen, ist Teil des Jobs, den ich gerne wahrnehme. Aber ich brauche das nicht für mein Befinden als Mensch.» Das klingt zuerst einmal menschlich und vernünftig.
Aber es könnte auch zu dem Missverständnis verleiten, dass Scheiblehner die Hingabe für den Trainerberuf abgeht. Das wäre eine Unterstellung, der alle widersprechen, die mit ihm zu tun hatten in den letzten Jahren. «Enorm fleissig, sehr akribisch, menschlich herausragend», sagt etwa Christoph Peschek, Geschäftsführer im FC Blau-Weiss Linz, wo Scheiblehner zuletzt gearbeitet hat. «Scheiblehner hat das Team und die Spieler in jeder Saison besser gemacht.»
2023 stieg Blau-Weiss Linz in die höchste österreichische Liga auf.
You Tube
Vielleicht muss man aber noch weiter zurückgehen in Scheiblehners Fussball-Biografie, um zu verstehen, wie er Distanz zum Geschäft aufgebaut und bis jetzt zu einer Stärke gemacht hat. Er war als junger Fussballer nach der Matura mittendrin in diesem Business, bevor er ausstieg und einen Umweg machte, der ihn nun auf den Trainerposten in Niederhasli geführt hat.
Ausflugstipp für Freiburg
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«Ich war ein sehr guter Spieler, vielleicht fehlte mir ein wenig Tempo», sagt er über sich als 19-Jährigen. Austria Wien war der Verein, bei dem er vor dreissig Jahren auf dem Sprung zum Profi war. Die Zeiten waren andere, die Regeln im Team altväterisch. Die gestandenen Spieler sprachen nicht mit den Jungen. Wer sich durchsetzen wollte, musste ein Spiessrutenlaufen über sich ergehen lassen. Das behagte Scheiblehner nicht.
Als Beispiel erzählt er von der Ankunft in der Türkei für ein Trainingslager. Als die Mannschaft für den Transfer ins Hotel im Bus sass, mussten die drei Jüngsten aussteigen, auf das Gepäck warten, beim Verladen helfen, sie kamen erst weit nach Mitternacht ins Bett. So könne man nicht Leistung bringen, sagt Scheiblehner. Er habe sich gewehrt und ergänzt, einzig der Nationalspieler und spätere Bundesliga-Trainer Peter Stöger (unterdessen bei Rapid Wien) habe ein Ohr für die Jungen gehabt.
Ist es das wert, Profi zu werden? Nein, Scheiblehner spielte im Amateurbereich und arbeitete für die Gesundheitskasse. Er fing an, Kinder und Jugendliche zu trainieren. Nach der Aktivzeit bei Vereinen wie Vöcklabruck, Wels, Donau Linz oder Wallern machte er die Trainerscheine. Die Arbeit mit Teams habe ihn schon immer interessiert, sagt er.
Gesprächig: Gerald Scheiblehner im Podcast.
Austausch mit dem Premier-League-Trainer Oliver Glasner
Nach den Stationen im Amateurbereich unterschrieb er vor vier Jahren im FC Blau-Weiss Linz in der zweithöchsten Liga. In der zweiten Saison stieg der Verein auf. Eine Überraschung, Blau-Weiss ist in Linz neben dem Lask der kleine Klub mit dem kleinen Budget, der als Nachfolger des SK Vöest und des SK Austria Tabak 1997 gegründet worden ist. Knapp 6000 Zuschauer haben im neuen Kleinstadion auf dem Dach eines Möbellagers Platz. Als Scheiblehner in der ersten Saison nach dem Aufstieg den Ligaerhalt ohne Zittern erreicht, bekommt er viel Anerkennung für seine Arbeit.
Scheiblehner pflegte Austausch mit dem früheren Lask-Trainer Oliver Glasner (heute in der Premier League bei Crystal Palace), dessen «Klarheit, was er auf dem Platz sehen wollte» Scheiblehner beeindruckte. Er führte seine Zusammenarbeit mit dem Soziologen Werner Zöchling fort, der auch Stöger und Glasner in Fragen des Teambuilding berät. Er analysierte nächtelang Spiele, um taktische Feinheiten zu entschlüsseln und für seine Arbeit fruchtbar zu machen.
«Ich habe keinen Namen als ehemaliger Profi oder Nationalspieler, mir wurde nichts geschenkt», sagt Scheiblehner, «Schritt für Schritt» habe er genommen – der nächste war: «der Schritt ins Ausland». Vor einem Jahr gab es Gespräche mit Austria Wien, Rapid Wien zeigte Interesse, auch bei Sturm Graz war er einmal ein Thema.
Im letzten November gab es eine erste Anfrage von Harald Gärtner, dem Europa-Chef der GC-Besitzer vom Los Angeles FC. Nach einem zweiten Versuch im Januar war es dann im Juni, zwei Tage vor Trainingsbeginn in Linz, so weit: Der GC-Sportchef Alain Sutter rief an, nachdem Scheiblehner nach ersten Gesprächen mit Sutter lange nichts mehr gehört hatte.
Er wolle «aus wenig viel machen», hatte Sutter über seine Pläne gesagt. Genau das Gleiche hat Scheiblehner in Linz gemacht. Lässt sich das in Zürich wiederholen? «Davon bin ich überzeugt», sagt Scheiblehner und grinst. Er könne sich anpassen und habe immer mit den vorhandenen Ressourcen gearbeitet. Die Mannschaft ziehe mit, die neuen Ideen würden angenommen.
Vor vier Wochen hat er angefangen, in drei bis sechs Monaten werde man auch auf dem Platz das neue GC erkennen. So viel Zeit nimmt er in Anspruch. Was dabei herauskommt? «Wird man sehen», sagt er.
Scheiblehner sagt, er brauche seinen Job nicht, um sich wohlzufühlen. Und der Österreicher will sich nicht so wichtig nehmen. Das könnte den Grasshoppers zupasskommen.
Stephan Ramming
02.08.2025, 05.30 Uhr 4 min
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Mag es, wenn die Trainerarbeit auch Spass macht: Gerald Scheiblehner, der 48-jährige GC-Coach aus Österreich.
Mag es, wenn die Trainerarbeit auch Spass macht: Gerald Scheiblehner, der 48-jährige GC-Coach aus Österreich.
Christian Merz / Keystone
Gerald Scheiblehner nimmt Platz. Der neue GC-Trainer hat den Weg von Niederhasli zur Geschäftsstelle im Zentrum Zürichs auf sich genommen für den Ausblick auf das zweite Meisterschaftsspiel in Basel. Vor dem Gespräch über sich und seine Sicht auf GC hat er den fünf anwesenden Journalisten Auskunft gegeben über den Stand der Dinge vor dem Auswärtsspiel gegen den Meister. Wie schon bei seiner Vorstellung haben Zwischentöne darauf hingedeutet, dass er vielleicht «ein etwas anderer Trainer» sein könnte, wie Scheiblehner später sagen wird.
«Das sind so Floskeln», leitete Scheiblehner etwa die Antwort auf die Frage ein, wie er den Ausfall des Captains Amir Abrashi zu kompensieren gedenke. Das Fehlen des Leitwolfs lasse sich «nur als Mannschaft auffangen», sagt er.
Zum neuen Leihspieler vom FC Bayern München, Lovro Zvonarek, fällt ihm zuerst ein, dass er Zvonarek nicht möge, weil der in der letzten Saison für Sturm Graz im Cup-Achtelfinal ein Gegentor gegen Scheiblehners damaligen Klub erzielt habe. Erst danach lobt er das grosse Potenzial des kroatischen U-21-Internationalen. Ist das Schmäh aus Österreich oder gar Ironie?
Scheiblehner lehnt sich im Sofa zurück, und bald schon wird klar, dass der 48-Jährige mit einer gewissen Distanz auf sich und den Fussballbetrieb schaut. Aber Ironie hat natürlich auch für Scheiblehner keinen Platz in einem Geschäft, in dem es nichts Unironischeres gibt als die Macht der Resultate und Tabellenplätze. Im Auftaktspiel gegen Luzern hatte GC eine 2:3-Heimniederlage erlitten.
Mit altväterischen Regeln konnte er nichts anfangen
Scheiblehner sagt: «Ich brauche den Job Fussballtrainer nicht, um mich wohlzufühlen. Ich habe meine Familie und meine Freunde, das zählt. In der Öffentlichkeit zu stehen, ist Teil des Jobs, den ich gerne wahrnehme. Aber ich brauche das nicht für mein Befinden als Mensch.» Das klingt zuerst einmal menschlich und vernünftig.
Aber es könnte auch zu dem Missverständnis verleiten, dass Scheiblehner die Hingabe für den Trainerberuf abgeht. Das wäre eine Unterstellung, der alle widersprechen, die mit ihm zu tun hatten in den letzten Jahren. «Enorm fleissig, sehr akribisch, menschlich herausragend», sagt etwa Christoph Peschek, Geschäftsführer im FC Blau-Weiss Linz, wo Scheiblehner zuletzt gearbeitet hat. «Scheiblehner hat das Team und die Spieler in jeder Saison besser gemacht.»
2023 stieg Blau-Weiss Linz in die höchste österreichische Liga auf.
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Vielleicht muss man aber noch weiter zurückgehen in Scheiblehners Fussball-Biografie, um zu verstehen, wie er Distanz zum Geschäft aufgebaut und bis jetzt zu einer Stärke gemacht hat. Er war als junger Fussballer nach der Matura mittendrin in diesem Business, bevor er ausstieg und einen Umweg machte, der ihn nun auf den Trainerposten in Niederhasli geführt hat.
Ausflugstipp für Freiburg
Fribourg City Card: Ihr Ticket für ganz viel Familienspass in Freiburg
Karte hier kaufen!
«Ich war ein sehr guter Spieler, vielleicht fehlte mir ein wenig Tempo», sagt er über sich als 19-Jährigen. Austria Wien war der Verein, bei dem er vor dreissig Jahren auf dem Sprung zum Profi war. Die Zeiten waren andere, die Regeln im Team altväterisch. Die gestandenen Spieler sprachen nicht mit den Jungen. Wer sich durchsetzen wollte, musste ein Spiessrutenlaufen über sich ergehen lassen. Das behagte Scheiblehner nicht.
Als Beispiel erzählt er von der Ankunft in der Türkei für ein Trainingslager. Als die Mannschaft für den Transfer ins Hotel im Bus sass, mussten die drei Jüngsten aussteigen, auf das Gepäck warten, beim Verladen helfen, sie kamen erst weit nach Mitternacht ins Bett. So könne man nicht Leistung bringen, sagt Scheiblehner. Er habe sich gewehrt und ergänzt, einzig der Nationalspieler und spätere Bundesliga-Trainer Peter Stöger (unterdessen bei Rapid Wien) habe ein Ohr für die Jungen gehabt.
Ist es das wert, Profi zu werden? Nein, Scheiblehner spielte im Amateurbereich und arbeitete für die Gesundheitskasse. Er fing an, Kinder und Jugendliche zu trainieren. Nach der Aktivzeit bei Vereinen wie Vöcklabruck, Wels, Donau Linz oder Wallern machte er die Trainerscheine. Die Arbeit mit Teams habe ihn schon immer interessiert, sagt er.
Gesprächig: Gerald Scheiblehner im Podcast.
Austausch mit dem Premier-League-Trainer Oliver Glasner
Nach den Stationen im Amateurbereich unterschrieb er vor vier Jahren im FC Blau-Weiss Linz in der zweithöchsten Liga. In der zweiten Saison stieg der Verein auf. Eine Überraschung, Blau-Weiss ist in Linz neben dem Lask der kleine Klub mit dem kleinen Budget, der als Nachfolger des SK Vöest und des SK Austria Tabak 1997 gegründet worden ist. Knapp 6000 Zuschauer haben im neuen Kleinstadion auf dem Dach eines Möbellagers Platz. Als Scheiblehner in der ersten Saison nach dem Aufstieg den Ligaerhalt ohne Zittern erreicht, bekommt er viel Anerkennung für seine Arbeit.
Scheiblehner pflegte Austausch mit dem früheren Lask-Trainer Oliver Glasner (heute in der Premier League bei Crystal Palace), dessen «Klarheit, was er auf dem Platz sehen wollte» Scheiblehner beeindruckte. Er führte seine Zusammenarbeit mit dem Soziologen Werner Zöchling fort, der auch Stöger und Glasner in Fragen des Teambuilding berät. Er analysierte nächtelang Spiele, um taktische Feinheiten zu entschlüsseln und für seine Arbeit fruchtbar zu machen.
«Ich habe keinen Namen als ehemaliger Profi oder Nationalspieler, mir wurde nichts geschenkt», sagt Scheiblehner, «Schritt für Schritt» habe er genommen – der nächste war: «der Schritt ins Ausland». Vor einem Jahr gab es Gespräche mit Austria Wien, Rapid Wien zeigte Interesse, auch bei Sturm Graz war er einmal ein Thema.
Im letzten November gab es eine erste Anfrage von Harald Gärtner, dem Europa-Chef der GC-Besitzer vom Los Angeles FC. Nach einem zweiten Versuch im Januar war es dann im Juni, zwei Tage vor Trainingsbeginn in Linz, so weit: Der GC-Sportchef Alain Sutter rief an, nachdem Scheiblehner nach ersten Gesprächen mit Sutter lange nichts mehr gehört hatte.
Er wolle «aus wenig viel machen», hatte Sutter über seine Pläne gesagt. Genau das Gleiche hat Scheiblehner in Linz gemacht. Lässt sich das in Zürich wiederholen? «Davon bin ich überzeugt», sagt Scheiblehner und grinst. Er könne sich anpassen und habe immer mit den vorhandenen Ressourcen gearbeitet. Die Mannschaft ziehe mit, die neuen Ideen würden angenommen.
Vor vier Wochen hat er angefangen, in drei bis sechs Monaten werde man auch auf dem Platz das neue GC erkennen. So viel Zeit nimmt er in Anspruch. Was dabei herauskommt? «Wird man sehen», sagt er.
- Beckford 2
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- Registriert: 15.03.24 @ 18:02
Re: Presse Thread
sehr schön dass nun endlich bewiesen ist, dass Zürcher Investoren Interesse hatten. Dreyfuss würde sicher nicht unsere Geschichte verleugnen und die zwei Sterne verbieten. Das können nur Clowns aus Amerika.
Dieses Konstrukt muss SOFORT weg, noch bevor das Transferfenster schliesst
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Re: Presse Thread
Leider aber hat Dreyfuss mittlerweile ein interessanteres Spielzeug und wird sich GC nicht mehr antun.Beckford 2 hat geschrieben: ↑02.08.25 @ 8:15 sehr schön dass nun endlich bewiesen ist, dass Zürcher Investoren Interesse hatten. Dreyfuss würde sicher nicht unsere Geschichte verleugnen und die zwei Sterne verbieten. Das können nur Clowns aus Amerika.
Dieses Konstrukt muss SOFORT weg, noch bevor das Transferfenster schliesst![]()
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CiriSchultz85
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- Registriert: 20.04.24 @ 12:17
Re: Presse Thread
Dass unsere Mannschaft nominell so schwach besetzt ist wie wohl noch selten und die Abwehr momentan in Qualität und Breite selbst für Super League-Verhältnisse eine Tragödie darstellt, wurde ja schon zur Genüge diskutiert und etwas tiefere Ambitionen, eine anspruchslosere Erwartungshaltung vorausgesetzt - aber ganz im ernst:
Als Trainer, der nun auch schon ein paar Wochen hier ist, Vorbereitung und einige Testspiele bestritt, erzählt der Mann "in drei bis sechs Monaten werde man das neue GC erkennen."
Echt jetzt? Das heisst quasi, wir können die ganze Vorrunde einfach knicken und uns auf eine tolle Rückrunde freuen, wenn wir bereits 10 Punkte Rückstand haben..
Als Trainer, der nun auch schon ein paar Wochen hier ist, Vorbereitung und einige Testspiele bestritt, erzählt der Mann "in drei bis sechs Monaten werde man das neue GC erkennen."
Echt jetzt? Das heisst quasi, wir können die ganze Vorrunde einfach knicken und uns auf eine tolle Rückrunde freuen, wenn wir bereits 10 Punkte Rückstand haben..
Re: Presse Thread
Seit Jahren bei GC- und täglich grüsst das Murmeltier….
Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, sollte man den Kopf nicht hängen lassen...