Zeit für etwas Ehrlichkeit
- long_beach
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Zeit für etwas Ehrlichkeit
Dem geschätzten User Bronson wurde unlängst eine berechtigte Frage gestellt. Sinngemäss wurde er gebeten zu benennen, unter welchen Bedingungen er denn wieder ein zufriedener GC-Fan sein könnte.
Rasch bemerkte ich, dass dies eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage ist, daher habe ich mir selbst diese auch gestellt.
Möchte ich Owner/Investoren aus dem Reich der Mitte, in dem man bei einer Handlung, die dem grossen Führer nicht gefällt, schonmal schnurstracks mit einer doppelläufigen Flugabwehrkanone ZU-23 erschossen werden kann?
Oder Owner/Investoren aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in welches einst hungernde Europäer einwanderten, um dann nach einiger Zeit eine Art Schwur zu leisten: Wir wollen sein ein Volk von einige Bildungsfernen?
Oder vielleicht die Zürcher-Lösung? Milliardenschwere, halbseidene Berufssöhne? Verbindungs-Altherren mit Schmiss-Narbe im Gesicht? Neoliberales Gesindel, frisch gehirngewaschen von der HSG?
Nein, das alles möchte ich definitiv nicht. Und es erinnert mich einmal mehr daran, dass ich als kleines Kind GC-Fan wurde, ohne von oben gesagtem auch nur im Entferntesten je gehört zu haben.
Persönlich könnte ich wohl dann wieder zufrieden sein, wenn man hier ähnlich arbeiten würde wie in Thun. Bescheiden, gewissenhaft, ehrlich, langfristig und damit, der Beweis wird gerade erbracht, dass das möglich ist, erfolgreich. Gerne auch mit einem Mäzen, der sich nicht in den Vordergrund stellen, sondern am liebsten unsichtbar bleiben will; der investiert, weil er einfach Freude an GC, an Zürich, an Fussball hat.
Rasch bemerkte ich, dass dies eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage ist, daher habe ich mir selbst diese auch gestellt.
Möchte ich Owner/Investoren aus dem Reich der Mitte, in dem man bei einer Handlung, die dem grossen Führer nicht gefällt, schonmal schnurstracks mit einer doppelläufigen Flugabwehrkanone ZU-23 erschossen werden kann?
Oder Owner/Investoren aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in welches einst hungernde Europäer einwanderten, um dann nach einiger Zeit eine Art Schwur zu leisten: Wir wollen sein ein Volk von einige Bildungsfernen?
Oder vielleicht die Zürcher-Lösung? Milliardenschwere, halbseidene Berufssöhne? Verbindungs-Altherren mit Schmiss-Narbe im Gesicht? Neoliberales Gesindel, frisch gehirngewaschen von der HSG?
Nein, das alles möchte ich definitiv nicht. Und es erinnert mich einmal mehr daran, dass ich als kleines Kind GC-Fan wurde, ohne von oben gesagtem auch nur im Entferntesten je gehört zu haben.
Persönlich könnte ich wohl dann wieder zufrieden sein, wenn man hier ähnlich arbeiten würde wie in Thun. Bescheiden, gewissenhaft, ehrlich, langfristig und damit, der Beweis wird gerade erbracht, dass das möglich ist, erfolgreich. Gerne auch mit einem Mäzen, der sich nicht in den Vordergrund stellen, sondern am liebsten unsichtbar bleiben will; der investiert, weil er einfach Freude an GC, an Zürich, an Fussball hat.
"Die Idioten könnten ha Schälli holen, der hat doch sowieso noch einen Vertrag und steht mit grosser Wahrscheinlichkeit noch unter Vertrag."
GC Supporter, Philosoph aus Solothurn
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- EsgittnureinVerein
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Re: Zeit für etwas Ehrlichkeit
Schon lange nicht mehr so etwas profundes von dir gelesen, Chapeau! 
E LIEBI WO EWIG WÄHRT
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Payerne München
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Re: Zeit für etwas Ehrlichkeit
Mäzen ja, Investoren nie wieder!
Re: Zeit für etwas Ehrlichkeit
Wer hätte zu vergangenen Zeiten damit rechnen können, dass wir einst stolzen GC Fans des einst grossen, erfolgreichen, arroganten, reichen Clubs aus der geilsten Stadt der Schweiz, im Jahr 2026 ohne Stadion dastehen, ohne Identität, ohne Erfolg, ohne Geld und selbstreflektierend, neidisch und wehmütig zu Thun hinaufschauen und uns solche Zustände erträumen würden?long_beach hat geschrieben: ↑30.01.26 @ 15:32 Dem geschätzten User Bronson wurde unlängst eine berechtigte Frage gestellt. Sinngemäss wurde er gebeten zu benennen, unter welchen Bedingungen er denn wieder ein zufriedener GC-Fan sein könnte.
Rasch bemerkte ich, dass dies eine gar nicht so einfach zu beantwortende Frage ist, daher habe ich mir selbst diese auch gestellt.
Möchte ich Owner/Investoren aus dem Reich der Mitte, in dem man bei einer Handlung, die dem grossen Führer nicht gefällt, schonmal schnurstracks mit einer doppelläufigen Flugabwehrkanone ZU-23 erschossen werden kann?
Oder Owner/Investoren aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in welches einst hungernde Europäer einwanderten, um dann nach einiger Zeit eine Art Schwur zu leisten: Wir wollen sein ein Volk von einige Bildungsfernen?
Oder vielleicht die Zürcher-Lösung? Milliardenschwere, halbseidene Berufssöhne? Verbindungs-Altherren mit Schmiss-Narbe im Gesicht? Neoliberales Gesindel, frisch gehirngewaschen von der HSG?
Nein, das alles möchte ich definitiv nicht. Und es erinnert mich einmal mehr daran, dass ich als kleines Kind GC-Fan wurde, ohne von oben gesagtem auch nur im Entferntesten je gehört zu haben.
Persönlich könnte ich wohl dann wieder zufrieden sein, wenn man hier ähnlich arbeiten würde wie in Thun. Bescheiden, gewissenhaft, ehrlich, langfristig und damit, der Beweis wird gerade erbracht, dass das möglich ist, erfolgreich. Gerne auch mit einem Mäzen, der sich nicht in den Vordergrund stellen, sondern am liebsten unsichtbar bleiben will; der investiert, weil er einfach Freude an GC, an Zürich, an Fussball hat.
Ich bin en Hopper, falls mi bide Rasse wotsch nänne… 
- Ciri Sforza
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Re: Zeit für etwas Ehrlichkeit
Ich versuche mich kurz und knapp zu halten, dass wären meine Bedingungen:
In Schweizerischer Hand, am Besten lokal verankert.
Nicht am Hungertuch nagend. Jugend und Ausbildung gerne, aber es muss Kohle da sein für 5-6 gestandene Profis. Am Besten im Hardturm, dass ist ja wohl klar. Aber ich will vor allem nicht diese fucking Demutsschiene fahren. Ich will wieder arrogant sein, man soll uns wieder fürchten und es soll jedes Mal unangenehm sein wenn der Gegner GC heisst. Ich will langfristig erfolgreich sein und den dritten Stern. Taugenichtse im Team, Staff, VR oder auf den Rängen* sollen rigoros aussortiert werden und Fans in die Gestaltung der neuen Kultur einbezogen werden, wo möglich.
*Ok, auf 20 Gute mag es auch einen Tubel geben, aber es soll sich ihm Rahmen halten. Sprich die Leute sollen halt wieder mit Herz und Seele dabei sein und nicht weil es grad hip ist oder gratis Billette gibt, etc. Auch wenn sich Leute negativ auffällig verhalten sollen sie angezählt werden.
In Schweizerischer Hand, am Besten lokal verankert.
Nicht am Hungertuch nagend. Jugend und Ausbildung gerne, aber es muss Kohle da sein für 5-6 gestandene Profis. Am Besten im Hardturm, dass ist ja wohl klar. Aber ich will vor allem nicht diese fucking Demutsschiene fahren. Ich will wieder arrogant sein, man soll uns wieder fürchten und es soll jedes Mal unangenehm sein wenn der Gegner GC heisst. Ich will langfristig erfolgreich sein und den dritten Stern. Taugenichtse im Team, Staff, VR oder auf den Rängen* sollen rigoros aussortiert werden und Fans in die Gestaltung der neuen Kultur einbezogen werden, wo möglich.
*Ok, auf 20 Gute mag es auch einen Tubel geben, aber es soll sich ihm Rahmen halten. Sprich die Leute sollen halt wieder mit Herz und Seele dabei sein und nicht weil es grad hip ist oder gratis Billette gibt, etc. Auch wenn sich Leute negativ auffällig verhalten sollen sie angezählt werden.
Re: Zeit für etwas Ehrlichkeit
Ich bin völlig deiner Meinung und stelle mir vor, dass auch du das „echte“ GC erlebt hast Mitte/Ende Neunziger. Dieses Gefühl will ich wieder.Ciri Sforza hat geschrieben: ↑30.01.26 @ 17:04 Ich versuche mich kurz und knapp zu halten, dass wären meine Bedingungen:
In Schweizerischer Hand, am Besten lokal verankert.
Nicht am Hungertuch nagend. Jugend und Ausbildung gerne, aber es muss Kohle da sein für 5-6 gestandene Profis. Am Besten im Hardturm, dass ist ja wohl klar. Aber ich will vor allem nicht diese fucking Demutsschiene fahren. Ich will wieder arrogant sein, man soll uns wieder fürchten und es soll jedes Mal unangenehm sein wenn der Gegner GC heisst. Ich will langfristig erfolgreich sein und den dritten Stern. Taugenichtse im Team, Staff, VR oder auf den Rängen* sollen rigoros aussortiert werden und Fans in die Gestaltung der neuen Kultur einbezogen werden, wo möglich.
*Ok, auf 20 Gute mag es auch einen Tubel geben, aber es soll sich ihm Rahmen halten. Sprich die Leute sollen halt wieder mit Herz und Seele dabei sein und nicht weil es grad hip ist oder gratis Billette gibt, etc. Auch wenn sich Leute negativ auffällig verhalten sollen sie angezählt werden.
Als der GCZ 1909 zwischenzeitlich aus dem Verband austrat, änderte der FCZ die Klub- und Trikotfarben von rot-weiss auf blau-weiss, was traditionell die Farben der Hoppers waren.
NUME GC ISCH ZÜRI!
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- Ungeziefer1886
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Re: Zeit für etwas Ehrlichkeit
Am besten kommen als erstes die Besitzer. Dann kann man sich für den 3 Stern im Hardturm vorbereiten.
- Magic-Kappi
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Re: Zeit für etwas Ehrlichkeit
Gehört zu Ehrlichkeit auch, dass man nicht gegen neoliberalistische Sch* wettern sollte, wenn man gleichzeitig ein Statussymbol eben dieses Neoliberalismus' als Karre über den Asphalt rollen lässt?
Frage für einen Freund.
Beim Verkauf unseres Herzensvereins an das Konstruktgeschwür LAFC wurde eine klare Grenze überschritten. Ein solches Verhalten ist für uns inakzeptabel!
- kummerbube
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Re: Zeit für etwas Ehrlichkeit
Die Marke Smart ist ein Joint-Venture von Mercedes und dem chinesischen Hersteller Geely.Magic-Kappi hat geschrieben: ↑30.01.26 @ 18:26 Gehört zu Ehrlichkeit auch, dass man nicht gegen neoliberalistische Sch* wettern sollte, wenn man gleichzeitig ein Statussymbol eben dieses Neoliberalismus' als Karre über den Asphalt rollen lässt?Frage für einen Freund.
Einsicht, ein guter Anfang mein Lieber.