1angryman hat geschrieben: ↑12.02.26 @ 12:19
Seh ich auch so. Dass das bei Luzern ‘williger’ aussah, war natürlich auch taktisch bedingt. Daraus lässt sich daher nicht viel ableiten. Die Tor 3 und 4 sind Zufallstore für Luzern. Das Spiel kann auch anders ausgehen. Damit soll nicht gesagt sein, dass Luzern unverdient gewonnen hätte oder dass die Leistung von GC gut war, aber relativieren muss man die ‘Analysen’ hier drin schon.
xG-Werte übrigens 1.83 zu 2.03 für GC, wobei der Penalty das zugunsten von GC etwas verfälscht.
Wer gestern Abend FCZ vs FCW gesehen hat, kann nicht ernsthaft behaupten, dass die beiden Teams besser sind als GC. FCZ halt mit einem gewissen Polster. Das ist aber auch das einzige, was für sie spricht.
Meiner Ansicht nach werden xG-Werte sehr überschätzt.
Ludovic Magnin ist/war ein Trainer, der sich stark auf diese Kennzahl beruft.
Während seiner Zeit beim FC Basel verwies er regelmässig auf gute xG-Werte, wurde letztlich aber dennoch entlassen, da sich diese statistische Überlegenheit nicht in genügend Punkte oder nachhaltigen sportlichen Erfolg übersetzen liess.
In diesem Zusammenhang bleibt auch festzuhalten, dass der Tabellenletzte FC Winterthur für mich mit Abstand die schwächste Mannschaft der Liga ist.
Der Trainerwechsel von Uli Forte zu Patrick Rahmen hat bei ihnen aus meiner Sicht keinerlei positive oder nachhaltige Wirkung gezeigt.
Der FCZ hingegen hat immer wieder Spiele, in denen er defensiv sehr diszipliniert, kompakt und taktisch clever agiert und dadurch auch mit weniger Ballbesitz oder spielerischer Dominanz zu Resultaten kommt.
Von den Kräfteverhältnissen her ist GC aus meiner Sicht deutlich besser aufgestellt als der FC Winterthur und insgesamt etwa auf Augenhöhe mit dem FCZ.
Auch Servette und der FC Luzern verfügen meiner Meinung nach nicht zwingend über einen qualitativ besseren Kader als GC.
Die Probleme bei GC liegen daher weniger im personellen Bereich als vielmehr auf taktischer Ebene.
Während sich andere Trainer – wie bspw. Mario Frick oder Mauro Lustrinelli – flexibel auf unser 3-4-3 einstellen können, fehlt es bei GC an taktischen Anpassungen und alternativen Lösungsansätzen.
Statt situativ auf Gegner und Spielverlauf zu reagieren, wird weitgehend unabhängig vom Gegner dasselbe Spielkonzept abgespult.