Weil ich das hier immer und immer wieder lese (und es natürlich gerade Hochkonjunktur hat, so wie Mäse sich leider aktuell entwickelt hat) - es war eigentlich doch ein wenig anders mit dem Nunez-Vergraulen bei GC.Lurker hat geschrieben: ↑05.09.26 @ 0:08 Es war ein völlig überflüssiger Machtkampf auf den sich Mäse einliess. Es hat ihn wahrscheinlich ein wenig gewurmt, dass er hinter Nunez als Titelheld wahrgenommen wurde. Einen Spieler wie Nunez musst du nehmen wie er ist. Er garantiert viel mehr Tore, als er hintenherum verhindern könnte.
Ja - er hatte wiederholt Differenzen mit Koller wegen Streitigkeiten um Defensivaufgaben. Doch die beiden haben übers Ganze gesehen gut miteinander funktioniert und ein (letztes) schönes GC-Kapitel zusammen geschrieben.
Wer Nunez wirklich vergrault hat war Alain Geiger. Ich mag mich lebhaft an die Machtkämpfe erinnern - als der Hardturm kollektiv "Nunez, Nunez" schrie und der Trainer (Geiger) irgendwann resignierte und ihn einwechselte. Die beiden konnten überhaupt nicht miteinander. Kurz nach Geigers Abgang ging auch Nunez (der damals eine Gehaltsreduktion nicht akzeptieren wollte und dessen Gefühlslage gegenüber GC nach der Geiger-Zeit bereits nachhaltig geschädigt war).
Geiger als Trainer hat damals in meinen Augen sehr viel zerstört. Auch das Verbrechen Mihai Tararache gegen Tariq Chihab zu tauschen (und dabei noch draufzuzahlen) ging auf seine Kappe bzw. Initiative. Ein Wechsel übrigens, der viel zum sportlichen Aufschwung des fcz und dem Niedergang des GCZ beitrug. Tararache war ein sehr unterschätzter Spieler.
Quelle die meine Erinnerung (aus Sicht Nunez) stützt:
https://www.tagesanzeiger.ch/richard-nu ... 2831225227
Auszug daraus:
"Er habe keine Probleme mit Koller gehabt, sagt er nun. Es kracht kurz damals, die beiden sprechen sich aus, «ab diesem Moment habe ich meine Einstellung geändert», sagt Nuñez, er habe sich wohlgefühlt unter Koller, er sei einer der besten Trainer seiner Karriere. «Derjenige, mit dem ich grosse Differenzen hatte, war Geiger.»
Geiger übernimmt die Grasshoppers im Dezember 2003. Nuñez sagt, er sei nie in der Lage gewesen, die Verbindung zu ihm herzustellen, die ein technisch versierter Spieler wie er brauche. Nie ist er weniger produktiv als in den Monaten unter Geiger, wobei auch das noch produktiv ist. Er schiesst in 25 Spielen 12 Tore."
Koller aktuell ist unter aller Würde. Aber damals war er nicht Vater des endgültigen Niedergangs und auch nicht Schuldiger am Abgang des GCschen Fussballgottes.