Respektlose Journalisten an den Pranger

Alles rund um den Grasshopper Club Zürich
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Onkel Dagobert
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#151 Beitrag von Onkel Dagobert »

Ehm...ich finde es super, dass ihr euch alle so niveauvoll beim Tagi beschwert etc...
Aber wenn man in einem Lesebrief dauernd von Niveau schreibt, dieser aber voller Fall- Sti(e)l und Rechtschreibefehlern ist, wird doch eine gewisse Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit erkennbar :mrgreen:

Versteht mich nicht falsch: Meine Texte hier im Forum sind auch voller Rechtschreibefehler...Aber wenn man sich schon die Mühe macht, solche Mails zu schreiben...Wo es ums Niveau geht...
Gut: Die meisten Mails sind wirklich klasse...und die fehlerhaften sind schon einige Seiten alt...Aber egal...war mir grade danach...

Duck und - weg!

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stufi
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#152 Beitrag von stufi »

Möngi hat geschrieben:Hier mein Mail an Herrn Walter mit cc Hartmann

Guten Abend Herr Walter

Ich frage mich seit der Morgenlektüre des Tagesanzeigers, was für ein Mensch Sie wohl sind. Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Sie ein geborener Verlierer sind, der irgendwie versucht, seinen ewigwährenden Frust los zu werden.

Da sind Sie also offensichtlich seit Ihrer Kindheit Fan von Rot-Weiss Altstetten (kurz RWA aka FC Zürich) und mussten ein gutes Vierteljahrhundert lang neidvoll über die Gleise linsen, wo die verhassten Grasshoppers eine Fete nach der andern feierten. Und dann landen Sie noch beim Tagesanzeiger, aber zu mehr als der Lokalredaktion, die über Spiessbürgertum und hie und da eine unbewilligte Demo irgendwelcher Hitzköpfe berichten darf, wenn’s hoch kommt mal über einen Sozialhilfeskandal, hat es nicht gereicht. Da staut sich Frust an, keine Frage!

Wissen Sie, auch wenn Ihr Kurzzeitgedächtnis Sie im Stich lässt, spätestens seit der 2. Hälfte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts bis 2003 galt in Zürich die Zeitrechnung der Hoppers. Erinnern Sie sich? Nein, ich weiss, Ihr Kurzzeitgedächtnis.

Nehmen Sie zur Kenntnis: bevor RWA nur annähernd eine ähnliche Palette an Erfolgen vorzuweisen hat, muss leider noch manches Ries Papier Ihr Geschreibsel klaglos aufnehmen.

Sie schreiben, dass der Hardturm einen einsamen Tod sterbe. Das kann nicht sein, schon allein wegen der vielen wehmütigen Gedanken, an dieses grandiose Stadion, in dem der Grasshopper-Club Schweizer Fussballgeschichte geschrieben hat. Keiner stirbt einsam, an den seine Freunde denken. Insofern dürften Sie dereinst schon wieder auf der Verliererseite stehen und selber erfahren, was es bedeutet, einen einsamen Tod zu sterben (möge dieser Tag für Sie noch fern sein!), denn ich kann mir nicht vorstellen, dass viele Leute an den dann zu mal pensionierten Lokaljournalisten Niels Walter zurückdenken werden.

Sie dürfen sich nicht wundern, nicht über die Lokalredaktion hinausgekommen zu sein. Denn wenn ich Ihre miserable journalistische Arbeit sehe, wundert mich, dass Sie nicht schon längst beim Käseblatt von Hintertupfigen in der Inserateannahme gelandet sind. Sie sind doch tatsächlich in der Lage, GC einmal als Bonzen- und dann wieder als Nobel-Club zu bezeichnen. Im gleichen Artikel, wohlgemerkt! Ja, was denn nun? Bonzen oder Nobel? Ich gebe Ihnen, zum Zeichen dass ich so einem kleinen Schreiberling gar nicht böse sein kann, gerne Nachhilfe.

Nobel kommt von lat. Nobilitate, was soviel wie Adelstitel bedeutet. Es steht heute für stil-voll, vornehm, eben edel.

Bonze stammt ursprünglich aus dem japanischen und bezeichnete einen buddhistischen Mönch. Heute findet der Begriff Verwendung als Spottwort für hochstehende, auf den eige-nen Vorteil bedachte Funktionäre und entstammt, man glaubt es kaum, der Arbeiterbewe-gung! Merken Sie etwas? Nein? Hätte mich auch gewundert.

Vielleicht hilft Ihnen folgende erweiterte Definition auf die Sprünge: Bonze wird auch für Personen verwendet, welche mit Wertsachen oder Geld protzen. Das müsste Ihnen doch bekannt vorkommen, um all die Krö-susse, die die Plattform RWA missbrauchen, um ihr angekratztes Ego wieder aufzupolieren, alle diese Möchtegerne und Milieugrössen, die damit prahlen, mit wie vielen Millionen sie alleine für den Erfolg verantwortlich sind.

Sehen Sie, und genau das finden Sie bei GC nicht. Ja, der Club scheffelte und scheffelt viele Millionen, soweit können Sie gar nicht zählen. Aber Sie werden in aller Regel nie erfahren, von wem. Eben: der Adel schweigt und geniesst. Und deshalb können Sie uns mit „Nobelclub“ schon mal gar nicht beleidigen, im Gegenteil, es ehrt uns, nobel zu sein.

Aber nennen Sie uns nicht Bonzen-Club! Da müssen Sie sich schon nach Altstetten wenden, eben zu diesem Kreis der Möchtegerne und Milieufuzzis, die zwischen ein paar Cüpli und gefälschten üppigen Blondinen zwischendurch mal fragen, wie das Spiel steht.

Weil GC nobel ist, hat der Club (und er wird das weiter tun, denn „noblesse oblige“!) seinen Anhängern zu stets moderaten Preisen internationale und nationale Fussballleckerbissen geboten, während RWA seine Bonzenfratze so richtig demonstriert mit den Ticketpreisen für das Eröffnungsspiel im neuen Letzi. Wissen Sie, wenn man Stehplatzzuschauern für ein Spiel den Gegenwert von drei GC-Heimspielen ausreisst, dann ist das Abzockerei, wie sie sonst nur in den übelsten Zupfstuben vorkommt. Dass Sie gegen diesen Skandal nicht wettern, ist logisch. Erstens können Sie das nicht von Ihrem journalistischen Handwerk her (sonst wären Sie ja nicht in der Lokalredaktion gelandet) und zweitens müssten Sie dem Schlachthof-Club die Fratze vom Gesicht reissen und sich als Sympathisant hinterfragen.

Fast hätte ich‘s vergessen: demnächst ist bei uns im Dorf eine Papierabfuhr. Blick, NZZ, Migros-, Coop- und Touringzeitung gehen fein säuberlich gebündelt auf ihre ehrenvolle Reise zu einem zweiten, recycleten Leben und werden der Menschheit in irgendeiner Form von Nutzen sein.

Ihr Blatt werde ich dagegen auf einer meiner Herbstwanderungen von Alpen-Plumpsklo zu Alpen-Plumpsklo tragen und verteilen. Denn den Hintern der Bergwanderer, die sich eben erleichtert haben, ist es sicher egal, mit welchem Mist sie abgewischt werden!

Ich entlasse Sie mit einer Widmung, die die Losung der GC-Fans Ausgabe 2007 ist: Unsere Rückkehr wird euer Untergang sein! In diesem Sinne können Sie sich schon mal im Schwimmen über.

Mitleidvoll Ihr

Gefällt mir sehr gut! Noch etwas mehr Sarkasmus. Und ich würde ihn huldigen...

:lol:
"Wichtig!" - ist am Ende auch egal.

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Gunner4
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#153 Beitrag von Gunner4 »

Also habe mal so ein "Spam-Mailer" gebastelt. Dort kann man zwischen 0 und 500 E-Mail gleichzeitig senden, von einem unbekannten Absender mit der gleichen E-Mail an den gleichen Empfänger X-mal :mrgreen:

Würde wohl diesem RWA-Niels Walter gut tun, oder? :lol: Spass bei Seite, der einzige Nachteil wäre, dass es die IP-Adresse mitsendet, so könnte man angeklagt werden. Aber ist dieser Niels überhaupt so gescheit? ... :roll:

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stufi
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#154 Beitrag von stufi »

Onkel Dagobert hat geschrieben:Ehm...ich finde es super, dass ihr euch alle so niveauvoll beim Tagi beschwert etc...
Aber wenn man in einem Lesebrief dauernd von Niveau schreibt, dieser aber voller Fall- Sti(e)l und Rechtschreibefehlern ist, wird doch eine gewisse Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit erkennbar :mrgreen:

Versteht mich nicht falsch: Meine Texte hier im Forum sind auch voller Rechtschreibefehler...Aber wenn man sich schon die Mühe macht, solche Mails zu schreiben...Wo es ums Niveau geht...
Gut: Die meisten Mails sind wirklich klasse...und die fehlerhaften sind schon einige Seiten alt...Aber egal...war mir grade danach...

Duck und - weg!
Ja, Herr Lehrer! Oder doch etwa Eugen?
"Wichtig!" - ist am Ende auch egal.

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Cabri
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#155 Beitrag von Cabri »

Onkel Dagobert hat geschrieben:Ehm...ich finde es super, dass ihr euch alle so niveauvoll beim Tagi beschwert etc...
Aber wenn man in einem Lesebrief dauernd von Niveau schreibt, dieser aber voller Fall- Sti(e)l und Rechtschreibefehlern ist, wird doch eine gewisse Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit erkennbar :mrgreen:

Versteht mich nicht falsch: Meine Texte hier im Forum sind auch voller Rechtschreibefehler...Aber wenn man sich schon die Mühe macht, solche Mails zu schreiben...Wo es ums Niveau geht...
Gut: Die meisten Mails sind wirklich klasse...und die fehlerhaften sind schon einige Seiten alt...Aber egal...war mir grade danach...

Duck und - weg!
Nun, da verwechselst du zwei Sachen. Niels Walters tiefes Niveau bezieht sich auf die Aussagen seines Artikels, auf seine fiesen Bemerkungen und komplexbehafteten Analysen. Rechtschreibefehler sind hingegen menschliche Formfehler und können jedem passieren (Eugen lässt grüssen), ändern aber nichts an der eigentlichen Aussage des Textes.
Schafe, denen kalifornische Wissenschafler beibringen wollten, Unkraut auf Weinbergen zu fressen, entwicklten eine ausgeprägte Vorliebe für Trauben der Rebsorte Chardonnay

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whitey
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#156 Beitrag von whitey »

Sehr geehrter Herr Walter,
Ich habe eine Frage, die ich unbedingt beantwortet haben möchte: Könnten Sie mir bitte erklären wo Sie ihre "Ausbildung" zum Journalisten genossen haben? Der Grund warum ich frage ist ein einfacher. Ich will die Institutionen, die Sie "ausgebildet" haben unbedingt meiden. Das mag jetzt etwas frech klingen, aber bedenken Sie bitte, dass hier meine eventuelle journalistische Laufbahn auf dem Spiel steht. Obwohl, wenn Sie es mit Ihren hundsmiesen Artikeln bis zum Tagi geschafft haben, dann habe ich eigentlich nichts zu befürchten.

Mit freundlichen Grüssen,
POWER für die Seele!

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Blue-White-Hearted
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#157 Beitrag von Blue-White-Hearted »

Habt ihr den heutigen Bericht in der SZ gelesen?

Zur Erklärung - meine Eltern haben ihn abonniert. Jedenfalls habe ich das Gefühl, selten einen solch moderaten Artikel von Ueli Kägi gelesen zu haben... Kann sein, dass TA-Media bereits eine Reaktion zeigt?
GC - my passion

Lieblingswörter 2010: Kuscheljustiz / Gutmensch

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Historiker
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#158 Beitrag von Historiker »

Der Artikel ist nicht mehr zu finden auf der Seite vom Tagi.
Deutet auch auf eine erste Reaktion des Tages Anzeigers hin.

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Möngi
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#159 Beitrag von Möngi »

Ich musste jetzt einfach noch Hartmeier persönlich schreiben. Hier mein Mail von heute Morgen:

Sehr geehrter Herr Hartmeier

Im Anschluss an den unsäglichen Artikel Ihres Mitarbeiters Niels Walter haben Sie und Herr Walter viele Zuschriften zu Recht erboster, ja auch wütender GC-Anhänger erhalten. Auch von mir erhielten Sie die Kopie eines Mails an Herrn Walter.

Es fällt auf, dass der Tagi (und auch die übrigen, v.a. elektronischen Medien der Tamedia-Gruppe) seit dem Wiedereinstieg von Erich Vogel eine wahre Kampagne gegen GC fahren. Das äussert sich darin, dass die Massnahmen zu einem Neuanfang ständig ins negative Licht gezerrt werden, indem Ihre Journalisten (da nenne ich v.a. Th. Schifferle) den Lesern immer noch klar machen wollen, dass sich GC weit hinter der Planung befinde, den Ansprüchen nicht genüge usw.. Dabei sieht jeder, auch der neutrale und objektive, Beobachter, dass etwas am Entstehen ist, das Zukunft hat. Anstatt die in dieser kurzen Zeit hervorragende Arbeit, die wieder eingekehrte Spielkultur zu loben, werden die Negativpunkte mit fetten Lettern herausgestrichen. Ich gebe Ihnen gerne ein Beispiel: anstatt die Mannschaft zu loben, ihre Moral herauszustreichen und auch ihr gutes Spiel, mokiert sich Ihre Sportabteilung genüsslich daran, dass GC gegen YB in der Nachspielzeit noch das 2-3 entgegen nehmen musste. Dabei hätte man objektiverweise herausstreichen müssen, dass sich diese junge Mannschaft in der 2. Halbzeit als grossartige Einheit präsentierte und den selbsternannten Meisterschaftsfavoriten am Rande einer Niederlage hatte.

Wissen Sie, ich verstehe, dass man es auf Ihrer Redaktion immer noch nicht verwunden hat, dass der Tagi am Ende einer von Ihren Journalisten vor Jahren angezettelten Unterstellungskampagne gegen Erich Vogel gerichtlich zurückgepfiffen und zur Zahlung einer Busse verknurrt wurde. Was ich nicht verstehe, ist dass Sie, um es im Fussballjargon zu sagen, heute noch nachschlagen, das verdient die rote Karte. Noch schlimmer ist es, wenn diese Rachezüge auf dem Buckel der Fans austragen, die für ihren Club leben, die dafür Leidenschaft empfinden, denen GC (das mag Sie erstaunen) etwas wie Heimat bedeutet. Dafür kann man kein Verständnis haben.

Wenn Ihre Zeitung heute den Hype um den FCZ mitmacht und sich mehr und mehr zur Hausgazette des Arbeiterclubs entwickelt, wenn die Hofsender des Herrn Canepa TeleZüri und Radio24 in die gleiche Kerbe schlagen, dann vergessen Sie und Ihre Mitarbeiter, dass es GC war, welcher der Stadt Zürich im Verlaufe der letzten 30 Jahre die magischen Europacup-Nächte beschert hat. Und viele der Fans, die sich über den Tagi aufregen, erinnern sich mit Stolz daran und sind tief getroffen, wenn man ihren Lieblingsclub aus reinen Rachegelüsten gegen einen polarisierenden, aber erfolgreichen Erich Vogel in den Schmutz zieht.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Sportredaktion in Zukunft mehr Objektivität. Nutzen Sie die Situation, dass Zürich die einzige Stadt mit zwei ASL-Clubs ist. Und vor allem vermeiden Sie, dass der Tagi sich in ein paar Jahren, wenn der FCZ-Hype vorbei ist, bei GC anbiedern muss. Denn eines kann ich Ihnen versichern: wir kommen wieder, wir haben uns bereits unaufhaltsam auf den Weg gemacht. Und unsere Rückkehr wird für die andern ein Erdbeben sein.

Mit freundlichen Grüssen
http://lukas-lanzrein.eight-a.ch/galler ... lehung.JPG
Da "Möngi" political not correct ist,werdet Ihr mich bald als Fulehund wieder begrüssen dürfen!

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nickunderscore
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#160 Beitrag von nickunderscore »

stufi hat geschrieben:
Möngi hat geschrieben:Hier mein Mail an Herrn Walter mit cc Hartmann

Guten Abend Herr Walter

Ich frage mich seit der Morgenlektüre des Tagesanzeigers, was für ein Mensch Sie wohl sind. Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Sie ein geborener Verlierer sind, der irgendwie versucht, seinen ewigwährenden Frust los zu werden.

Da sind Sie also offensichtlich seit Ihrer Kindheit Fan von Rot-Weiss Altstetten (kurz RWA aka FC Zürich) und mussten ein gutes Vierteljahrhundert lang neidvoll über die Gleise linsen, wo die verhassten Grasshoppers eine Fete nach der andern feierten. Und dann landen Sie noch beim Tagesanzeiger, aber zu mehr als der Lokalredaktion, die über Spiessbürgertum und hie und da eine unbewilligte Demo irgendwelcher Hitzköpfe berichten darf, wenn’s hoch kommt mal über einen Sozialhilfeskandal, hat es nicht gereicht. Da staut sich Frust an, keine Frage!

Wissen Sie, auch wenn Ihr Kurzzeitgedächtnis Sie im Stich lässt, spätestens seit der 2. Hälfte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts bis 2003 galt in Zürich die Zeitrechnung der Hoppers. Erinnern Sie sich? Nein, ich weiss, Ihr Kurzzeitgedächtnis.

Nehmen Sie zur Kenntnis: bevor RWA nur annähernd eine ähnliche Palette an Erfolgen vorzuweisen hat, muss leider noch manches Ries Papier Ihr Geschreibsel klaglos aufnehmen.

Sie schreiben, dass der Hardturm einen einsamen Tod sterbe. Das kann nicht sein, schon allein wegen der vielen wehmütigen Gedanken, an dieses grandiose Stadion, in dem der Grasshopper-Club Schweizer Fussballgeschichte geschrieben hat. Keiner stirbt einsam, an den seine Freunde denken. Insofern dürften Sie dereinst schon wieder auf der Verliererseite stehen und selber erfahren, was es bedeutet, einen einsamen Tod zu sterben (möge dieser Tag für Sie noch fern sein!), denn ich kann mir nicht vorstellen, dass viele Leute an den dann zu mal pensionierten Lokaljournalisten Niels Walter zurückdenken werden.

Sie dürfen sich nicht wundern, nicht über die Lokalredaktion hinausgekommen zu sein. Denn wenn ich Ihre miserable journalistische Arbeit sehe, wundert mich, dass Sie nicht schon längst beim Käseblatt von Hintertupfigen in der Inserateannahme gelandet sind. Sie sind doch tatsächlich in der Lage, GC einmal als Bonzen- und dann wieder als Nobel-Club zu bezeichnen. Im gleichen Artikel, wohlgemerkt! Ja, was denn nun? Bonzen oder Nobel? Ich gebe Ihnen, zum Zeichen dass ich so einem kleinen Schreiberling gar nicht böse sein kann, gerne Nachhilfe.

Nobel kommt von lat. Nobilitate, was soviel wie Adelstitel bedeutet. Es steht heute für stil-voll, vornehm, eben edel.

Bonze stammt ursprünglich aus dem japanischen und bezeichnete einen buddhistischen Mönch. Heute findet der Begriff Verwendung als Spottwort für hochstehende, auf den eige-nen Vorteil bedachte Funktionäre und entstammt, man glaubt es kaum, der Arbeiterbewe-gung! Merken Sie etwas? Nein? Hätte mich auch gewundert.

Vielleicht hilft Ihnen folgende erweiterte Definition auf die Sprünge: Bonze wird auch für Personen verwendet, welche mit Wertsachen oder Geld protzen. Das müsste Ihnen doch bekannt vorkommen, um all die Krö-susse, die die Plattform RWA missbrauchen, um ihr angekratztes Ego wieder aufzupolieren, alle diese Möchtegerne und Milieugrössen, die damit prahlen, mit wie vielen Millionen sie alleine für den Erfolg verantwortlich sind.

Sehen Sie, und genau das finden Sie bei GC nicht. Ja, der Club scheffelte und scheffelt viele Millionen, soweit können Sie gar nicht zählen. Aber Sie werden in aller Regel nie erfahren, von wem. Eben: der Adel schweigt und geniesst. Und deshalb können Sie uns mit „Nobelclub“ schon mal gar nicht beleidigen, im Gegenteil, es ehrt uns, nobel zu sein.

Aber nennen Sie uns nicht Bonzen-Club! Da müssen Sie sich schon nach Altstetten wenden, eben zu diesem Kreis der Möchtegerne und Milieufuzzis, die zwischen ein paar Cüpli und gefälschten üppigen Blondinen zwischendurch mal fragen, wie das Spiel steht.

Weil GC nobel ist, hat der Club (und er wird das weiter tun, denn „noblesse oblige“!) seinen Anhängern zu stets moderaten Preisen internationale und nationale Fussballleckerbissen geboten, während RWA seine Bonzenfratze so richtig demonstriert mit den Ticketpreisen für das Eröffnungsspiel im neuen Letzi. Wissen Sie, wenn man Stehplatzzuschauern für ein Spiel den Gegenwert von drei GC-Heimspielen ausreisst, dann ist das Abzockerei, wie sie sonst nur in den übelsten Zupfstuben vorkommt. Dass Sie gegen diesen Skandal nicht wettern, ist logisch. Erstens können Sie das nicht von Ihrem journalistischen Handwerk her (sonst wären Sie ja nicht in der Lokalredaktion gelandet) und zweitens müssten Sie dem Schlachthof-Club die Fratze vom Gesicht reissen und sich als Sympathisant hinterfragen.

Fast hätte ich‘s vergessen: demnächst ist bei uns im Dorf eine Papierabfuhr. Blick, NZZ, Migros-, Coop- und Touringzeitung gehen fein säuberlich gebündelt auf ihre ehrenvolle Reise zu einem zweiten, recycleten Leben und werden der Menschheit in irgendeiner Form von Nutzen sein.

Ihr Blatt werde ich dagegen auf einer meiner Herbstwanderungen von Alpen-Plumpsklo zu Alpen-Plumpsklo tragen und verteilen. Denn den Hintern der Bergwanderer, die sich eben erleichtert haben, ist es sicher egal, mit welchem Mist sie abgewischt werden!

Ich entlasse Sie mit einer Widmung, die die Losung der GC-Fans Ausgabe 2007 ist: Unsere Rückkehr wird euer Untergang sein! In diesem Sinne können Sie sich schon mal im Schwimmen über.

Mitleidvoll Ihr

Gefällt mir sehr gut! Noch etwas mehr Sarkasmus. Und ich würde ihn huldigen...

:lol:
Beide Daumen hoch! :D
Für ä suberi Stadt - Numä GC Züri

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