Köln verzichtet auf Wortbrecher Tico
VON MAX KERN UND STEPHAN ROTH
03.07.2007 | 23:52:51
ZÜRICH – Teilerfolg für den FC Zürich: Der Nigerianer Tico (25), der bei zwei Klubs Arbeitsverträge unterschrieben hat, wird nie für den 1. FC Köln auflaufen! Nur: Lassen ihn die Deutschen jetzt sperren – damit er nicht für den «Z» spielen kann?
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«Spieler, die ihr Wort brechen, wollen wir nicht bei uns haben», sagte ein saurer Christoph Daum gestern. Der Köln-Trainer: «Mit diesem Fall werden sich jetzt die Sportgerichte auseinandersetzen.»
Daum tobte gestern: «Erst durch das Probetraining bei uns wurde Tico zum Nationalspieler. Aber auch die Rolle des FC Zürich finde ich sehr bedenklich.»
Onyekachi Okonkwo, genannt Tico, hatte am 21. Juni bei Köln laut Sportchef Michael Meier ein «unwiderrufliches Angebot» an den 1. FC gegeben. Meier: «Durch dieses Schriftstück mit seiner Unterschrift bestand ein Vertragsverhältnis, damit ist unsere Rechtsposition klar.»
Tico lief letzte Woche bereits im Köln-Dress auf. Die Deutschen gaben die Verpflichtung des Nigerianers bekannt. Fredy Bickel, Sportchef des FCZ, meinte zu BLICK gelassen: «Wir haben mit Köln nichts zu besprechen. Der FC Zürich hat alles richtig gemacht – und ich gehe davon aus, dass der Spieler die Wahrheit sagt.»
Der Spieler unterzeichnete vorgestern auch noch einen Vertrag beim Schweizer Meister. Bis 2011. Schwacher Trost für Köln: Die Orlando Pirates, Ticos Besitzer in Johannesburg, haben zugesichert, die 240´000 Euro Ablöse an Köln zurückzuzahlen.
Quelle:
http://www.blick.ch/sport/fussball/artikel66240