ZSC- Geht es aufwärts?
ZSC- Geht es aufwärts?
Ich eröffne hiermit einen Thread.
Wieso gewinnt der ZSC keine Spiele mehr? Was machen die Falsch?
Was muss getan werden um diese Talsohle zu überqueren?
Ich frage mich immer wieder, weshalb man mit der plusminus derselben Mannschaft in die neue Saison gestiegen ist. Wieso verpflichtete man keinen Ersatz für Streit, Robitaille?
Die Niederlage gegen die SCL Tigers im heimischen Hallenstadion ist eine riese Blamage.
Nur konstruktive Antworten Bitte!
Wieso gewinnt der ZSC keine Spiele mehr? Was machen die Falsch?
Was muss getan werden um diese Talsohle zu überqueren?
Ich frage mich immer wieder, weshalb man mit der plusminus derselben Mannschaft in die neue Saison gestiegen ist. Wieso verpflichtete man keinen Ersatz für Streit, Robitaille?
Die Niederlage gegen die SCL Tigers im heimischen Hallenstadion ist eine riese Blamage.
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Zuletzt geändert von Gotthard am 25.10.06 @ 18:18, insgesamt 1-mal geändert.
Glaubed nöd an Geister- dr GCZ wird Schwiizermeister!
http://www.bierjunge.ch/files/userbars/gczueri_6.jpg
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Re: ZSC- Gründe für die Krise!
Ich würde mal das Pulver tauschen. Über das was sie drüber pissen ist wahrscheinlich das Doping und das was sie einnehmen WaschmittelBlau-Weiss mein Leben hat geschrieben:Was machen die Falsch?
Blau-Weiss mein Leben hat geschrieben:Was muss getan werden um diese Talsohle zu überqueren?
Von mir aus gar nichts.
Blau-Weiss mein Leben hat geschrieben:Nur konstruktive Antworten Bitte!
Hallo Herr Schenk.
Re: ZSC- Gründe für die Krise!
war früher selber riesen fan , ging an alle heim und auswärtsspiele aber seit dem tod des alten ZSCs wurde die seele des vereins verkauft . am anfang konnte mit schmutzigem geld noch einiges kaschiert werden aber nun ists vorbei. der verein hat keinen rückhalt mehr in der bevölkerung , ist nur noch ein marketing produkt das mit dem ZSC null zu tun hat.früher konnten sie spielen so schlecht sie wollten , die halle bebte. heute bebt es höchstens vor dem eingang weil man wieder mal warten muss bis der schiri abpfeift und man erst dann durch den vorhang zurück darf.Blau-Weiss mein Leben hat geschrieben:Ich eröffne hiermit einen Thread.
Wieso gewinnt der ZSC keine Spiele mehr? Was machen die Falsch?
auch wenns vielleicht sportlich wieder aufwärts geht wird es nie wieder so sein wies mal war
tut mir in der seele weh das zu sagen aber der verein ist tod !!!
lasst nun auch dieses hässliche nachfolge produkt Lions verrecken und einen neuen ZSC gründen. 10mal lieber das orginal in der 4ten liga als dieses retortenprodukt 10mal meister hintereinander
keine ahnung an was es liegt, es ist einfach traurig! gegen die tigers zu 0 verlieren, unglaublich
am trainer liegt es bestimmt nicht, es fehlt einfach der kampf und einer der tore schiesst! mc tavish ist fast der einzige mit vollem einsatz und toren. zum glück ist GC so gut, sonst wäre ich am boden zerstörrt 
RADIO 24 - Das isch Züri (Nr. 1) 102.8 / 104.45
Patrick Hässig, Michi Caplazi, Myrto Joannidis, Marco Müller, Elena Bernasconi, Shiva Arbabi, Andreas Meier und Jonas Wirz
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Re: ZSC- Gründe für die Krise!
es liegt einfach gesagt daran, dass der ZSC keine tore schiesst! gestern gegen langnau ein torverhältnis von 27:3 für den "Z" im 3. drittel! miserable chancenauswertung und schwaches powerplay.
**************GRASSHOPPER-CLUB-ZÜRICH 1886*************
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GC & ZSC 4-ever
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Re: ZSC- Gründe für die Krise!
ich dachte sie haben 0:2 verloren....GCZSC hat geschrieben:gestern gegen langnau ein torverhältnis von 27:3 für den "Z" im 3. drittel!
Ich weiss nicht ob das mit dem ZSC-Tief was zu tun hat, doch muss ich erwähnen, dass die Sport-Begeisterung in Zürich sich an einem absolutem Tief befindet. Die Zuschauer-Zahlen (in den letzen Jahren) im Hardturm, Letzigrund waren einer Weltstadt wie Zürich total unwürdig. Den Utogrund will ich gar nicht erst erwähnen (Schlusslicht in der ChL was Zuschauer begrifft). Und das Hallenstadon ist jetzt auch noch zu bejammern. Und Zürich mit einer Millionen-Aglo.... Naja... Ist einfach nur traurig.
Ja ich weiss,... Jetzt werden sicher viele kommen und wieder sagen: Zürich bietet viel mehr Sachen als nur Sport (im Gegensatz zum Wallis, Bern, Basel, SG,...etc..). OK!..... Aber dem kann ich nur sagen: München, Amsterdam, Glasgow, Athen, Moskau, Dortmund, Paris, Lissabon,...etc...etc.. tun ja das auch.
Ein bisschen mehr Sport-Begesiterung in dieser Stadt würde den Teams sicherlich helfen.
Ja ich weiss,... Jetzt werden sicher viele kommen und wieder sagen: Zürich bietet viel mehr Sachen als nur Sport (im Gegensatz zum Wallis, Bern, Basel, SG,...etc..). OK!..... Aber dem kann ich nur sagen: München, Amsterdam, Glasgow, Athen, Moskau, Dortmund, Paris, Lissabon,...etc...etc.. tun ja das auch.
Ein bisschen mehr Sport-Begesiterung in dieser Stadt würde den Teams sicherlich helfen.
Harold Kreis und Peter Iten geben Antworten
auf www.telecool.ch/indexzsc.html im ZSC TV!
auf www.telecool.ch/indexzsc.html im ZSC TV!
Re: ZSC- Gründe für die Krise!
jaja du weisst schon was ich damit sagen will. ich meine natürlich toorschussverhätlnis, schön wäre esMitch hat geschrieben:ich dachte sie haben 0:2 verloren....GCZSC hat geschrieben:gestern gegen langnau ein torverhältnis von 27:3 für den "Z" im 3. drittel!
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einfach nur noch zum heulen
Niedergang der Kultmarke ZSC
Den ZSC Lions laufen die Zuschauer davon
Die ZSC Lions sind an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Gegen den bisherigen Tabellenletzten SCL Tigers boten sie eine indiskutable Leistung und verloren 0:2.
Von Von Thomas Renggli
Es gab Zeiten, da konnte der ZSC mit jeder Boygroup konkurrenzieren: Fans, die schon Stunden vor Matchbeginn ihr persönliches Warm-up zelebrierten, die vor den Hallenstadion-Toren um die besten Startpositionen kämpften. Sicherheitskräfte, die verzweifelt versuchten, den Sturmlauf auf den dritten Tribünen-Rang in geordnete Bahnen zu lenken. Eishockey in Oerlikon, das war wie eine Mischung aus Lindenstrasse und Woodstock. Triviale Unterhaltung und benebelte Gäste - mit Krutow, Del Curto und Hürlimann(-Bier). Der ZSC gehörte zum Stadtleben. Wo konnte man den Alltagsfrust ungehemmter in die Welt hinausschreien und den Schiedsrichter selbst für die morgendliche Parkbusse verantwortlich machen? Der ZSC war auch ein Ventil: «Zebra, du Drecksau.»
Im Hallenstadion der Neuzeit geht es gesitteter zu und her - viel gesitteter. Im mondänen Eingangsbereich, der den Charme eines verlassenen Bahnperrons verströmt, ziehen die Raucher fast schon schuldbewusst an ihren Zigaretten. An den Verkaufstheken in den Wandelgängen hat es mehr Personal als Kundschaft, und auf den Tribünen dominiert selbst kurz vor dem ersten Bully die Farbe Blau - das Blau der leeren Stoffsitze.
Irgendwie erinnert die sterile Atmosphäre an den letzten Zahnarztbesuch - mit dem Unterschied, dass im Löwen- Revier keine charmante Praxishilfe wartet, sondern ein griesgrämig dreinblickender Funktionär den Verbotskatalog rezitiert. Und der ist mittlerweile fast strenger als in einem katholischen Knabeninternat. Denn die ZSC Lions sehen sich offensichtlich auch als moralische Erziehungsinstanz - wie sonst wäre Simon Schenk, der Lehrer aus dem Emmental, vergangene Saison auf die Idee gekommen, den Mahnfinger zu heben und die verzogenen Zürcher per Grossleinwand an die Kinderstube zu erinnern?
Unbeflecktes Ambiente
Die Lions wollen ein unbeflecktes Ambiente und ein Publikum, das sich an den Knigge für Sportkonsumenten hält. Das ist generell kein verwerfliches Anliegen, doch an einem Ort, der seit Jahrzehnten für eine ganz spezielle Unterhaltungskultur und die Symbiose von Sport und Volksbelustigung stand, kann die Rechnung nicht aufgehen. Die Quittung kommt von der Öffentlichkeit: Durchschnittlich 2325 Fans weniger als im Vorjahr wollten die ersten sieben Heimspiele der neuen Saison sehen. Der Saisonkarten-Absatz ist um 1800 Einheiten und der Souvenirverkauf um bis zu 50 Prozent eingebrochen. Der Fussball-Corner Oechslin, das bekannteste Sportgeschäft der Stadt, hat den «ZSC Shop» aufgelöst - und setzt nun auf die verkaufsfördernde Wirkung des FCZ.
Was ist mit dem ehemals beliebtesten Zürcher Sportklub passiert? Wo sind die Fans, die 1992 den Viertelfinal- Triumph gegen den HC Lugano wie einen Weltmeistertitel gefeiert hatten? Ist der schleichende Popularitätsverlust nur die kurzfristige Konsequenz der jüngsten Misserfolge? Oder doch die Quittung für das eher ignorante Auftreten der Lions-Führung? Diese hätte nach der «Übernahme» das Label «ZSC» am liebsten unkompliziert entsorgt und machte nie ein Geheimnis daraus, dass sie eigentlich ein anderes Publikum möchte. Ernst Meier, Präsident des «alten» Zürcher SC und bis vor zwei Jahren im Lions-Verwaltungsrat, nennt das Kind beim Namen: «Es gibt Leute von der GC-Seite, die würden das Kürzel ‹ZSC› nur zu gerne loswerden.» Und damit wohl noch die letzten Fans vertreiben. Denn wie populär die Marke ZSC nach wie vor ist, zeigte sich, als Meier vor ein paar Jahren eine alte Souvenir-Kollektion lancierte, auf sanften Druck seiner Lions- Kollegen das gefragte Produkt aber nicht forcieren durfte.
Meier denkt auch heute noch, dass es am meisten Sinn ergeben hätte, das «Lions-Projekt» als Zürcher SC weiterlaufen zu lassen. «Für das Publikum haben Traditionen und nostalgische Werte eine grosse Bedeutung. Doch diese Ansichten sind nicht mehr gefragt. Auch deshalb bin ich aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten.»
Nicht mehr gefragt? Würde Meier mit Marc Lüthi vom SCB sprechen, stiesse er auf grosses Verständnis. Für den Manager des erfolgreichsten Schweizer Sportunternehmens sind alteingesessene Klubnamen wie SC Bern oder Zürcher SC fast unbezahlbar: «Ich würde mir erst Gedanken machen, den Klubnamen zu ändern, wenn mir jemand 10 Millionen Franken pro Jahr bieten würde. Die Umbenennung des Allmendstadions in BernArena ohne Wertgewinn war wohl das Dümmste, was in Bern je getan wurde.»
Nationale Klassiker
Zu einem ähnlichen Schluss kam eine Marktanalyse des HC Davos aus dem Jahre 2002, als im Bündnerland ernsthaft darüber diskutiert wurde, den Rekordmeister als «HCD Eagles» an den Start zu schicken. «Der Name ‹Hockey Club Davos› ist ein nationaler und internationaler Klassiker. Der HCD kann deshalb auf generische, modische und austauschbare Begriffe wie Lions, Eagles, Tigers usw. verzichten», heisst es auf Seite 57 jener 75-seitigen Studie. Auch im Emmental, wo nach zürcherischer Einschätzung alles ein bisschen langsamer geht, hat man die Zeichen erkannt: «100% Langnou» heisst die Kampagne, die dem Meister von 1976 wieder ein bodenständiges Image geben soll.
Die Lions freilich setzen auf andere Marketingmassnahmen, das Wechseln der Tenue-Farbe beispielsweise. Seit dieser Saison empfangen sie ihre Gegner im urzürcherischen Rot. Tarzis Bono, Werbefachmann und Medienchef in Oerlikon, erklärt die Strategie: «Einerseits hofften wir, mit dem Farbwechsel das Merchandising-Geschäft neu zu beleben. Anderseits wollten wir nach der schlechten Saison mit der Symbolfarbe Rot ein positives Zeichen setzen.» Apropos Rot: Letztmals in dieser Couleur wurde im Hallenstadion vor zehn Jahren gespielt - auf dem Weg an den wirtschaftlichen Abgrund und in die Liaison mit GC. Ein positives Zeichen sieht anders aus.
Selbst die SCL Tigers zu stark für die serbelnden ZSC Lions
Die mathematische Transparenz hat sich im Schweizer Eishockey mit der Einführung der Dreipunkte-Regel nicht vergrössert. Für die ZSC Lions ist die Rechnung allerdings denkbar einfach. Sie lautet: Nur Siege zählen. Denn wer drei Partien mehr ausgetragen hat als die meisten Konkurrenten, trotzdem bis zu den Knieschonern im Sumpf steckt und bis Ende November nur noch viermal vor eigenem Publikum antreten kann, darf nicht von einem goldenen Herbst träumen.
So gesehen war der Vergleich mit dem angeschlagenen Tabellenletzten Langnau bereits von etwas Schicksalhaftem umweht, denn der Penalty-Sieg der Lions am Freitag in Freiburg hatte weder die sportliche Lage entscheidend entspannt noch die Tristesse auf den Rängen auf ein erträgliches Mass reduziert. Immerhin wurden den 6025 Zuschauern im Hallenstadion keine falschen Tatsachen vorgegaukelt. Das Publikum erlebte quasi einen herbstlichen Play-out-Prolog - mit zwei Mannschaften, deren Hoffnung auf gegnerische Fehler wesentlich grösser war als das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das hielt den Unterhaltungswert in engen Grenzen, in den ersten 37 Minuten passierte im Keller-Duell sozusagen nichts.
Zwar konnten sich beide Teams je viermal im Überzahlspiel versuchen, doch weder auf dem Scoreboard noch im Bewusstsein der Beobachter schlugen sich diese Phasen nachhaltig nieder. Nur die beiden Torhüter hoben sich vom dürftigen Niveau ihrer Vorderleute ab: ZSC-Goalie Sulander stoppte Tuomainen (9.), Liniger (9.) und Joggi (36.) in aussichtsreichen Positionen. Sein Gegenüber Schoder, früher im Hallenstadion die Nummer 2 und in Langnau erst nach dem verletzungsbedingten Ausfall Schürchs im Berner Derby in die Verantwortung genommen, stand dem Finnen in nichts nach. Er trat mit erstaunlicher Stilsicherheit auf und bot den Lions- Stürmern keine Angriffsflächen. Seine grösste Tat verrichtete Schoder in einer Boxplay-Phase (33.) gegen Alston. Die einzige Volksbelustigung bis zu diesem Moment: die Einblendungen des Resultats aus Bern, das dem Lions- Anhang wenigstens Anlass zur Schadenfreude bot.
In der 38. Minute verging den Zürchern aber auch das. Denn das fünfte Powerplay der Emmentaler führte zum Erfolg: Lüthi zog von der blauen Linie ab, der Kanadier Jinman verlieh dem Puck die entscheidende Richtungsänderung. Es war erst das dritte Tor eines der (vier) ausländischen Stürmer der Gäste im 8. Spiel und der letzte Beweis, dass die Lions ein gravierendes Problem haben. Dieses verkleinerte sich auch nicht, als das Team in der Schlussphase des Mitteldrittels und zu Beginn des letzten Abschnitts 6:12 Minuten in Überzahl spielen konnte, 3:01 davon sogar mit zwei Mann mehr. Das Powerplay spottete dieser Bezeichnung.
Die Emmentaler hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits in ihr «Réduit» zurückgezogen. Und weil sich das Heimteam in seinen Vorwärts- Bemühungen weiterhin absolut stümperhaft anstellte und vier weitere Überzahl-Minuten ertragslos verstreichen liess, genügte das zum dritten Saisonsieg. Den Schlusspunkt setzte der Kanadier Fast mit einem Schuss ins leere Tor (60.).
quelle nzz
Niedergang der Kultmarke ZSC
Den ZSC Lions laufen die Zuschauer davon
Die ZSC Lions sind an einem neuen Tiefpunkt angelangt. Gegen den bisherigen Tabellenletzten SCL Tigers boten sie eine indiskutable Leistung und verloren 0:2.
Von Von Thomas Renggli
Es gab Zeiten, da konnte der ZSC mit jeder Boygroup konkurrenzieren: Fans, die schon Stunden vor Matchbeginn ihr persönliches Warm-up zelebrierten, die vor den Hallenstadion-Toren um die besten Startpositionen kämpften. Sicherheitskräfte, die verzweifelt versuchten, den Sturmlauf auf den dritten Tribünen-Rang in geordnete Bahnen zu lenken. Eishockey in Oerlikon, das war wie eine Mischung aus Lindenstrasse und Woodstock. Triviale Unterhaltung und benebelte Gäste - mit Krutow, Del Curto und Hürlimann(-Bier). Der ZSC gehörte zum Stadtleben. Wo konnte man den Alltagsfrust ungehemmter in die Welt hinausschreien und den Schiedsrichter selbst für die morgendliche Parkbusse verantwortlich machen? Der ZSC war auch ein Ventil: «Zebra, du Drecksau.»
Im Hallenstadion der Neuzeit geht es gesitteter zu und her - viel gesitteter. Im mondänen Eingangsbereich, der den Charme eines verlassenen Bahnperrons verströmt, ziehen die Raucher fast schon schuldbewusst an ihren Zigaretten. An den Verkaufstheken in den Wandelgängen hat es mehr Personal als Kundschaft, und auf den Tribünen dominiert selbst kurz vor dem ersten Bully die Farbe Blau - das Blau der leeren Stoffsitze.
Irgendwie erinnert die sterile Atmosphäre an den letzten Zahnarztbesuch - mit dem Unterschied, dass im Löwen- Revier keine charmante Praxishilfe wartet, sondern ein griesgrämig dreinblickender Funktionär den Verbotskatalog rezitiert. Und der ist mittlerweile fast strenger als in einem katholischen Knabeninternat. Denn die ZSC Lions sehen sich offensichtlich auch als moralische Erziehungsinstanz - wie sonst wäre Simon Schenk, der Lehrer aus dem Emmental, vergangene Saison auf die Idee gekommen, den Mahnfinger zu heben und die verzogenen Zürcher per Grossleinwand an die Kinderstube zu erinnern?
Unbeflecktes Ambiente
Die Lions wollen ein unbeflecktes Ambiente und ein Publikum, das sich an den Knigge für Sportkonsumenten hält. Das ist generell kein verwerfliches Anliegen, doch an einem Ort, der seit Jahrzehnten für eine ganz spezielle Unterhaltungskultur und die Symbiose von Sport und Volksbelustigung stand, kann die Rechnung nicht aufgehen. Die Quittung kommt von der Öffentlichkeit: Durchschnittlich 2325 Fans weniger als im Vorjahr wollten die ersten sieben Heimspiele der neuen Saison sehen. Der Saisonkarten-Absatz ist um 1800 Einheiten und der Souvenirverkauf um bis zu 50 Prozent eingebrochen. Der Fussball-Corner Oechslin, das bekannteste Sportgeschäft der Stadt, hat den «ZSC Shop» aufgelöst - und setzt nun auf die verkaufsfördernde Wirkung des FCZ.
Was ist mit dem ehemals beliebtesten Zürcher Sportklub passiert? Wo sind die Fans, die 1992 den Viertelfinal- Triumph gegen den HC Lugano wie einen Weltmeistertitel gefeiert hatten? Ist der schleichende Popularitätsverlust nur die kurzfristige Konsequenz der jüngsten Misserfolge? Oder doch die Quittung für das eher ignorante Auftreten der Lions-Führung? Diese hätte nach der «Übernahme» das Label «ZSC» am liebsten unkompliziert entsorgt und machte nie ein Geheimnis daraus, dass sie eigentlich ein anderes Publikum möchte. Ernst Meier, Präsident des «alten» Zürcher SC und bis vor zwei Jahren im Lions-Verwaltungsrat, nennt das Kind beim Namen: «Es gibt Leute von der GC-Seite, die würden das Kürzel ‹ZSC› nur zu gerne loswerden.» Und damit wohl noch die letzten Fans vertreiben. Denn wie populär die Marke ZSC nach wie vor ist, zeigte sich, als Meier vor ein paar Jahren eine alte Souvenir-Kollektion lancierte, auf sanften Druck seiner Lions- Kollegen das gefragte Produkt aber nicht forcieren durfte.
Meier denkt auch heute noch, dass es am meisten Sinn ergeben hätte, das «Lions-Projekt» als Zürcher SC weiterlaufen zu lassen. «Für das Publikum haben Traditionen und nostalgische Werte eine grosse Bedeutung. Doch diese Ansichten sind nicht mehr gefragt. Auch deshalb bin ich aus dem Verwaltungsrat zurückgetreten.»
Nicht mehr gefragt? Würde Meier mit Marc Lüthi vom SCB sprechen, stiesse er auf grosses Verständnis. Für den Manager des erfolgreichsten Schweizer Sportunternehmens sind alteingesessene Klubnamen wie SC Bern oder Zürcher SC fast unbezahlbar: «Ich würde mir erst Gedanken machen, den Klubnamen zu ändern, wenn mir jemand 10 Millionen Franken pro Jahr bieten würde. Die Umbenennung des Allmendstadions in BernArena ohne Wertgewinn war wohl das Dümmste, was in Bern je getan wurde.»
Nationale Klassiker
Zu einem ähnlichen Schluss kam eine Marktanalyse des HC Davos aus dem Jahre 2002, als im Bündnerland ernsthaft darüber diskutiert wurde, den Rekordmeister als «HCD Eagles» an den Start zu schicken. «Der Name ‹Hockey Club Davos› ist ein nationaler und internationaler Klassiker. Der HCD kann deshalb auf generische, modische und austauschbare Begriffe wie Lions, Eagles, Tigers usw. verzichten», heisst es auf Seite 57 jener 75-seitigen Studie. Auch im Emmental, wo nach zürcherischer Einschätzung alles ein bisschen langsamer geht, hat man die Zeichen erkannt: «100% Langnou» heisst die Kampagne, die dem Meister von 1976 wieder ein bodenständiges Image geben soll.
Die Lions freilich setzen auf andere Marketingmassnahmen, das Wechseln der Tenue-Farbe beispielsweise. Seit dieser Saison empfangen sie ihre Gegner im urzürcherischen Rot. Tarzis Bono, Werbefachmann und Medienchef in Oerlikon, erklärt die Strategie: «Einerseits hofften wir, mit dem Farbwechsel das Merchandising-Geschäft neu zu beleben. Anderseits wollten wir nach der schlechten Saison mit der Symbolfarbe Rot ein positives Zeichen setzen.» Apropos Rot: Letztmals in dieser Couleur wurde im Hallenstadion vor zehn Jahren gespielt - auf dem Weg an den wirtschaftlichen Abgrund und in die Liaison mit GC. Ein positives Zeichen sieht anders aus.
Selbst die SCL Tigers zu stark für die serbelnden ZSC Lions
Die mathematische Transparenz hat sich im Schweizer Eishockey mit der Einführung der Dreipunkte-Regel nicht vergrössert. Für die ZSC Lions ist die Rechnung allerdings denkbar einfach. Sie lautet: Nur Siege zählen. Denn wer drei Partien mehr ausgetragen hat als die meisten Konkurrenten, trotzdem bis zu den Knieschonern im Sumpf steckt und bis Ende November nur noch viermal vor eigenem Publikum antreten kann, darf nicht von einem goldenen Herbst träumen.
So gesehen war der Vergleich mit dem angeschlagenen Tabellenletzten Langnau bereits von etwas Schicksalhaftem umweht, denn der Penalty-Sieg der Lions am Freitag in Freiburg hatte weder die sportliche Lage entscheidend entspannt noch die Tristesse auf den Rängen auf ein erträgliches Mass reduziert. Immerhin wurden den 6025 Zuschauern im Hallenstadion keine falschen Tatsachen vorgegaukelt. Das Publikum erlebte quasi einen herbstlichen Play-out-Prolog - mit zwei Mannschaften, deren Hoffnung auf gegnerische Fehler wesentlich grösser war als das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Das hielt den Unterhaltungswert in engen Grenzen, in den ersten 37 Minuten passierte im Keller-Duell sozusagen nichts.
Zwar konnten sich beide Teams je viermal im Überzahlspiel versuchen, doch weder auf dem Scoreboard noch im Bewusstsein der Beobachter schlugen sich diese Phasen nachhaltig nieder. Nur die beiden Torhüter hoben sich vom dürftigen Niveau ihrer Vorderleute ab: ZSC-Goalie Sulander stoppte Tuomainen (9.), Liniger (9.) und Joggi (36.) in aussichtsreichen Positionen. Sein Gegenüber Schoder, früher im Hallenstadion die Nummer 2 und in Langnau erst nach dem verletzungsbedingten Ausfall Schürchs im Berner Derby in die Verantwortung genommen, stand dem Finnen in nichts nach. Er trat mit erstaunlicher Stilsicherheit auf und bot den Lions- Stürmern keine Angriffsflächen. Seine grösste Tat verrichtete Schoder in einer Boxplay-Phase (33.) gegen Alston. Die einzige Volksbelustigung bis zu diesem Moment: die Einblendungen des Resultats aus Bern, das dem Lions- Anhang wenigstens Anlass zur Schadenfreude bot.
In der 38. Minute verging den Zürchern aber auch das. Denn das fünfte Powerplay der Emmentaler führte zum Erfolg: Lüthi zog von der blauen Linie ab, der Kanadier Jinman verlieh dem Puck die entscheidende Richtungsänderung. Es war erst das dritte Tor eines der (vier) ausländischen Stürmer der Gäste im 8. Spiel und der letzte Beweis, dass die Lions ein gravierendes Problem haben. Dieses verkleinerte sich auch nicht, als das Team in der Schlussphase des Mitteldrittels und zu Beginn des letzten Abschnitts 6:12 Minuten in Überzahl spielen konnte, 3:01 davon sogar mit zwei Mann mehr. Das Powerplay spottete dieser Bezeichnung.
Die Emmentaler hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits in ihr «Réduit» zurückgezogen. Und weil sich das Heimteam in seinen Vorwärts- Bemühungen weiterhin absolut stümperhaft anstellte und vier weitere Überzahl-Minuten ertragslos verstreichen liess, genügte das zum dritten Saisonsieg. Den Schlusspunkt setzte der Kanadier Fast mit einem Schuss ins leere Tor (60.).
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